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75% der Schweizer lehnen Einführung von Vollgeld ab

11. Juni 2018 | Politik | Geo-Politik | Wirtschaft | Finanzen | Wissenschaft | Forschung | connectiv.events

Die Schweizer haben am gestrigen Sonntag in der Volksabstimmung die Vollgeldinitiative abgelehnt.

Die Schweizer Bevölkerung hat den Vorschlag für ein neues Geldsystem des Vollgeldes bei der Abstimmung am Sonntag abgelehnt. Nach den vorläufigen Ergebnissen votierten 75,7 Prozent gegen die so genannte Vollgeld-Initiative. Dieser Vorschlag hätte die Notenbank zur einzigen Quelle für neues Geld gemacht und die Geldschöpfung der Banken durch Kreditvergabe beendet. Die Befürworter hatten den Wechsel als einen Weg zu einem sichereren Bankensystem propagiert, die Gegner warnten indessen – wie immer bei solchen Anlässen –  vor den unabsehbaren Folgen eines „weltweit einzigartigen Experiments“. So etwas verunsichert die Menschenund läßt sie zurückschrecken. Auch dann, wenn, wie in diesem Fall, eigentlich das jetzt herrschende Banken- und Finanzsystem ein hochrioskantes Experiment in der Geschichte der Menschheit ist – und nicht das Vollgeldsystem.

Im Ausland wurde der Vorstoß mit großer Spannung beobachtet. Manche hofften – oder fürchteten – eine Annahme der  Vollgeldinitiative könnte ein mögliches Modell für eine ähnliche Umstellung im Euro-Raum werden. Natürlich zeigten sich Investoren, Börsenhaie, Banken, Regierung und Notenbank sehr erleichtert. Das Weltfinanzsystem hätte möglicherweise sogar panisch reagiert, wäre die Initiative für Vollgeld erfolgreich gewesen. Finanzminister Ueli Maurer zeigte sich ebenfalls erleichtert: Die Umsetzung der Initiative hätte für jahrelange Probleme gesorgt, sagte er auf der Pressekonferenz. Er deutete die Ängstlichkeit der Bevölkerung wegen der „unabsehbaren Folgen“ als deutliche Ablehnung der Initiative-  und damit auch gleichzeitig als Vertrauensvotum in die Schweizer Banken: „Man kann feststellen, unser Bankensystem funktioniert. Das können auch die Banken auf ihre Kappe schreiben. Sie haben das Misstrauen, dass man lange Zeit gegen sie hatte, weitgehend ausgeräumt“, sagte er. Unklar ist, wohher Herr Maurer siese Interpretation nimmt. Denn die Idee für die Vollgeldinitiative ist ja  gerade während der Finanzkrise entstanden, die eine milliardenschweren Rettung der größten Schweizer Bank UBS dringend erforderte. Die Milliarden haben jedoch die Probleme der UBS genausowenig wirklich gelöst, wie in allen anderen Ländern und wankenden Banken. Die Tatsache, dass die Schweizer noch mehr Angst vor einem neuen Geldsystem haben bedeutet nicht notwendigerweise, dass das Vertrauen in das jetzige, fraktale  Bankensystem wieder hergestellt ist.

 

Die Befürworter der Initiative sehen in der 25%igen Zustimmung aber immerhin einen Achtungserfolg, der gerade das fehlende Vertrauen in das im Bankensystem vor Augen führe. Das Themas sei aber zu vielschichtig, um so einfach in der Bevölkerung angenommen zu werden. „Die Probleme im Bankensystem sind nicht gelöst. Es besteht weiterhin dringender Handlungsbedarf, denn die nächste Krise kommt bestimmt“, erklärten Sprecher der Initiative.

Die Wahlbeteiligungam Sonntag lag durchschnittlich bei knapp 34 Prozent. Für ein „Ja“ wäre eine Zustimmung der Mehrheit der Stimmbürger sowie der Kantone notwendig gewesen. Letztlich fand die Vollgeld-Initiative jedoch in keinem einzigen Kanton eine Mehrheit. Leider wurde aber auch eine sehr wichtige Chance vertan: Die Vollgeldinitiative hätte zu einer weltweiten Diskussion über das Geldsystem allgemein führen können, was auch Ökonomen aus aller Welt grundsätzlich begrüßenswert gefunden hätten.

Die große, schweizer Neue Züricher Zeitung hat diesen vorbeiwehenden Mantel der Geschichte gesehen und in einem entsprechenden Kommentar die Verdienste der Vollgeldinitiatioren zu dem Thema „Weltfinanzsystem“ gelobt:
„Dennoch erfüllte die Initiative eine wertvolle Aufgabe. Sie sensibilisierte die Öffentlichkeit für die Feinmechanik der Geldschöpfung. Dass nicht nur Notenbanken neues Geld in Um­lauf bringen, dürfte einigen Bürgern erst in den vergangenen Monaten bewusst geworden sein. Zuzustimmen ist den Initianten auch in ihrer Kritik, dass die private Geldschöpfung mit Risiken für die Finanzstabilität einhergeht. Diese Risiken lassen sich aber mit strengeren Eigenkapitalvorschriften für Banken wirk­sa­mer angehen als mit Vollgeld. Sollte die Initiative einen kleinen Bei­trag dazu geleistet haben, dass der öffentliche Druck für eine solide Kapitalausstattung bei Banken gross bleibt, hätte sie rückwirkend doch noch zur Stabilisierung des Finanzsystems beigesteuert.“

 

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Quelle:

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