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Abgeschwächte Masernimpfungs-Viren aus dem Impfserum haben eine schwer krebskranke Frau geheilt! Da sieht man, wie gut solche Impfseren sind! Am besten, man läßt sich gleich mehrere Dosen verabreichen, dann bekommt man auch ganz bestimmt keinen Krebs. (Bild: Symbolbild, Virus, pixabay, geralt)

Masernimpfungs-Serum als Krebskiller – überhaupt nicht neu! Aber warum wird es gerade jetzt gehypt?

8. Mai 2019 | Gesundheit | Ernährung | Medizin | Politik | Geo-Politik | Wissenschaft | Forschung | connectiv.events

Die Bild titelt aufgeregt Mega-Dosis Masernviren heilt Krebskranke„. Der Artikel geht herum, alles ist aufgeregt. Abgeschwächte Masernimpfungs-Viren aus dem Impfserum haben eine schwer krebskranke Frau geheilt! Also, da sieht man ja mal, wie gut solche Impfseren sind! Am besten, man lässt sich gleich mehrere Dosen verabreichen, dann bekommt man auch ganz bestimmt keinen Krebs. Mein Gott, was sind die Impfgegner für Idioten. Her mit der Masernimpfung!

Was die meisten Leser nicht sehen ist, dass der Artikel aus dem Mai 2014 ist, also fünf Jahre alt. Damals hat er nicht so viel Staub aufgewirbelt, nicht wahr? Jedenfalls wird sich heute kaum jemand an diese Meldung erinnern. Da stellt sich nur die Frage: Wie kommt es, dass der Beitrag heute wieder so die Runde macht? Und warum gibt es heute, fünf Jahre später, immer noch Krebs, wenn das mit den Masernviren doch so einen tollen, durchschlagenden Effekt hat?

Auch RTL berichtete damals über die neue Herangehensweise, Tumoren mit Viren anzugreifen. Genau wie bei BILD, ist die Patientin, um die sich die Meldung dreht, eine Amerikanerin namens Stacy Erholtz, die durch die Masernviren-Injektion vollkommen geheilt wurde, obwohl sie einen golfballgroßen Tumor auf der Stirn hatte und unter Knochenmarkskrebs litt, der schon Metastasen in ihrem Körper gebildet hatte. Zehn Jahre lang hatte Stacy gegen den Krebs gekämpft, jedoch erfolglos. Als letzte Möglichkeit hatten ihr die Ärzte der Mayo Clinic in Minnesota (USA) einen klinischen Versuch angeboten, bei der ihr eine Dosis von 100 Milliarden Masern-Viren injiziert wurden – genug, um 10.000 Menschen zu impfen. Die 50-Jährige Frau entwickelte Fieber, bekam rasende Kopfschmerzen und musste sich übergeben. Doch 36 Stunden später war nicht nur der Tumor auf ihrer Stirn, sondern auch der Krebs in ihrem Körper zurückgegangen. Ob es noch andere, so spektakuläre Fälle gab, bleibt offen.

Bild schrieb damals:
Grundlage für die neuen onkolytischen Viren waren Impfviren, mit denen zweijährige Kinder üblicherweise gegen Masern geimpft werden (Hervorhebung durch uns). „Um die Wirkung der Viren gegen Krebszellen zu verstärken, haben wir sie umgebaut“, schildert Lauer. „Zunächst haben wir sie zusätzlich bewaffnet.“ In die Viren wurde ein zusätzliches Gen, ein sogenanntes Suizid-Gen, eingebaut. Dieses Gen zwingt die infizierten Krebszellen zum „biochemischen“ Selbstmord. Die große Herausforderung bei einer Virotherapie ist, die Viren so umzubauen, dass sie gezielt nur Krebszellen, genauer Krebsstammzellen, und keine gesunden Körperzellen befallen und zerstören.

 

 

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Es könnte möglicherweise sein, dass genau diese Botschaft genau jetzt in die Gehirne gehämmert werden soll: Die Impfseren gegen Masern sind total gesund, sie beseitigen sogar Krebs!
Natürlich, sollte diese Methode tatsächlich wirken, wäre das großartig. Allein, es ist auffällig, dass in den fünf Jahren seither keine weiteren Fälle, keine weiteren Berichte über die Perfektionierung der Methode den Weg in die Öffentlichkeit gefunden haben. Offensichtlich arbeiten die Wissenschaftler noch an der Methode.

Der Wirkmechanismus funktioniert grob gesagt so: Die Masern-Viren gelangen in den Körper und greifen dort die Krebszellen an, bis diese schließlich platzen. Dann gehen die Viren zur nächsten Zelle über und breiten sich von dort weiter aus. Zwar infizieren sich auch die gesunden Zellen, diese können sich aber im Gegensatz zu den Krebszellen besser gegen die Viren schützen. Diese ‚Virentherapie‘ bei der Krebszellen durch Viren zerstört werden, nennt sich Onkolyse. Im Prinzip, so die Ärzte, kann man diese Methode gegen alle möglichen Krebsarten anwenden, weil Krebszellen das Masern-Virus generell nicht richtig abwehren können. Laut der ‚Washington Post‘ planten die Ärzte, diese Methode der Krebsbekämpfung im September 2014 in einem Testlauf an mehreren Patienten anzuwenden.

Das Problem bei der ganzen Sache liegt darin, dass diese Viren sozusagen „fit“ für ihre Aufgabe sein müssen. Sie dürfen natürlich keine negativen Nebenwirkungen hervorrufen – also nicht etwa den Krebspatienten mit einer Virenerkrankung zusätzlich belasten. Gleichzeitig aber sollten die Erreger schnell und rabiat gegen die Krebszellen vorgehen – und so ist eine delikate Balance bei der Wahl der Mittel nötig, die den Medizinern in der Praxis bislang noch nicht zufriedenstellend geglückt ist, schreibt die Wissenschaftsseite „Spektrum“.

Einen Schritt weiter könnte nun ein chinesisches Medizinerteam gekommen sein, das ein zielgenaues, für Menschen harmloses Virus mit einfachen Zusatzstoffen deutlich gefährlicher für Tumoren macht. Die Forscher um Guangmei Yan von der Sun Yat-sen University in Guangzhou beschreiben im Fachmagazin „Science Translation Medicine“ ihren Ansatz mit dem Alphavirus M1. Alphaviren gehören neben Adenoviren, unter denen auch Schnupfenviren zu finden sind, und Parvoviren zu den häufigsten bisher als onkolytische Waffen vorgesehenen Erregern mit geringen Nebenwirkungen. Das von Stechmücken übertragene M1 zirkuliert eigentlich in Pferden, wo es milde Krankheitsverläufe hervorruft. Es hat den Vorteil, sehr gezielt Leberkrebszellen zu attackieren und zu zerstören, die gegen den Erreger offenbar wenig Abwehrmaßnahmen haben. Die Forscher konnten nun zeigen, dass sich die Wirkung von M1 gegen die Krebszellen in Zellkulturstudien noch drastisch – um das etwa 3600-Fache – erhöht, wenn geringe Mengen des Proteininhibitors Eeyarestatin I zugegeben werden. Eeyarestatin I hemmt das VCP-Protein, einen zentralen Schalter der typischen Leberzellentartung. Gesunde Zellen werden dagegen weiterhin kaum von den Viren infiziert, so die Autoren in ihrer Studie.

Derzeit ist die onkolytische Virotherapie noch ein eher theoretischer Ansatz, der kaum an Patienten erprobt wurde. In Europa ist bisher ein Verfahren zugelassen, das bei Hautkrebspatienten im Spätstadium helfen kann. Anfangserfolge hatten bisher nicht zu wirklich wirksamen Therapien geführt, so dass Virentherapie in der Klinik bislang höchstens in Kombination mit etablierteren Methoden angewandt wird, etwa einer Chemo- oder Strahlentherapie.

Weiter ist man bisher aber   – seriösen Quellen zufolge – noch nicht. Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung schreibt auf seinem letzten Eintrag zu diesem Thema: „Noch steht die Virotherapie in den Anfängen. Die Ergebnisse der Studien werden zeigen, ob sie unsere Erwartungen erfüllen kann.“

Umso seltsamer mutet es jetzt an, dass das Loblied auf die wunderbaren Masern-Impfserum-Krebskiller plötzlich und zu einem Zeitpunkt gehypt werden, wo die de facto von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn  eingeführte Masern-Zwangsimpfung ein sehr kontrovers diskutiertes Thema ist. Es kann natürlich auch ein purer Zufall sein. Kann.

 

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