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Alles Öko oder was? – Rückrufaktion wegen giftigen Formaldehyds und Melamin in Kinder-Bambus-Bechern

13. September 2018 | Gesundheit | Ernährung | Natur | Umwelt | connectiv.events

Die Firma „New Valmar BVBA“ informiert über den Rückruf von Bambus-Bechern der Marke Nûby mit verschiedenen Motiven. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde durch ein Testlabor festgestellt, das eine die Kinder- und Babybecher gesundheitsschädliche Stoffe, wie Formaldehyd und Melamin enthalten, die in die eingefüllten Flüssigkeiten übergehen können. Die Kinder, die aus diesen Bechern dann etwas trinken, nehmen Spuren dieser Gifte auf. Die als Öko-Ware verkauften Becher werden mit dem „natürlichen Material Bambus“ beworben. Bambus ist eine Grasart, nur sehr. Die Halme variieren zwischen einer Dicke von 5 Millimetern und Unterarmdicke.  Dieses asiatische Gras ist ein natürlicher, nachwachsender Rohstoff mit vielen Anwendungsmöglichkeiten und enorm stabil. Zarte, junge Bambusspitzen und -Keime sind eine Delikatesse, die Stängel und Blätter werden seit Jahrhunderten – und nicht nur als Lebensmittel genutzt. Vom Gerüstbau über Möbel hin zu Musikinstrumenten und geflochtenen Körben, aber auch als Vorhang oder als Polstermaterial ist die vielseitige Pflanze inzwischen allgegenwärtig.

In den letzten Jahren werden vermehrt Haushaltsartikel und Geschirr wie Teller und Schüsseln aus Bambus angeboten. Macht Sinn, denn schließlich ist Bambus ein schnell nachwachsender Rohstoff. Erhältlich sind die Produkte über den Onlinehandel aber auch im stationären Handel, wie etwa in Weltläden.

 

 

 

Was ist drin im Bambusgeschirr?

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart hat in den letzten zwei Jahren Bambusgeschirr untersucht. Insgesamt wurden 13 Proben von fünf verschiedenen Unternehmen untersucht. Das Ergebnis ist dann doch eher wenig öko. In 11 der Proben wurde Melaminharz nachgewiesen, in zwei Weiteren vermutlich ebenfalls ein strukturgebender, stabilisierender Kunststoff. Somit enthalten alle untersuchten Produkte einen synthetischen Kunststoff und dies, obwohl die Werbung oft meistens ein 100% natürliches Material verspricht.

Unseriöse Werbeversprechen

Viele Anbieter des Bambusgeschirrs überbieten sich gegenseitig mit Versprechen in puncto Nachhaltigkeit, Recycelbarkeit und Natürlichkeit. Werbeaussagen wie „umweltfreundlich“, „aus nachwachsendem Rohstoff“ und „biologisch abbaubar“ ziehen sich wie ein roter Faden durch die verschiedenen Angebote. Diese finden sich zahlreich im Internethandel, aber auch in Lifestyle-, Einrichtungs-, Bio- oder Weltläden.

Die Werbeaussagen rücken stets Bambus als Material in den Fokus. Bei einem Teil der Anbieter fällt der enthaltene Kunststoff schlicht unter den Tisch, andere Anbieter verschleiern ihn durch Verwendung ungebräuchlicher Bezeichnungen wie „Resin“ oder „natürliches Harz“. Schließlich gibt es Anbieter, die explizit mit nicht zutreffenden Aussagen wie „100% Bambus“ oder „Die Alternative zu Kunststoff“ werben.

Ganz im Gegensatz dazu stehen die Untersuchungsergebnisse. Teilweise lag der Anteil von Bambus bei gerade 20% und somit einen hohen Kunststoff bzw. Melaminanteil. Untersuchungen des Bundesinstituts für Risikobewertung zeigten, dass Kochgeschirr und Kochgeräte aus Melamin nicht auf 100 °C erhitzt werden dürfen, da sonst relevante Mengen an Melamin und Formaldehyd freigesetzt werden können.

 

 

Zitat CVUA: Bei der Untersuchung der melaminhaltigen Proben auf eine evtl. Freisetzung von Melamin wurde der spezifische Migrationsgrenzwert (siehe Infokasten) überschritten. Die Gehalte lagen bei drei der vier Proben aus Melamin gesichert über dem festgelegten Grenzwert von 2,5 mg/kg. Zitat Ende

Irreführung und Verbrauchertäuschung

Nach Einschätzung des CVUA Stuttgart fallen alle untersuchten Produkte unter die europäische Kunststoff-Verordnung. Außerdem wurden sämtliche untersuchten Produkte als „nicht verkehrsfähig“ beurteilt. Den Untersuchungsbericht findet man hier.

Über die Gefahren von Formaldehyd und Melamin in Küchenutensilien kann man hier nachlesen.

Betroffen ist zwar nur eine Charge der Becher. Die Chargennnummer ist nach unseren Informationen nicht auf dem Becher selbst angegeben. Wer die Packung nicht mehr besitzt, vorsichtshalber alle Becher zurückgeben.

 

 

Fazit

Der Wunsch nachhaltig zu handeln steht immer mehr im Fokus. Dazu können Mehrwegbecher beitragen. Jedoch sollten die Möglichkeiten und Grenzens solcher Produkte für jeden Verbraucher klar erkennbar sein. Sofern das Mehrweggeschirr dem bestimmungsgemäßen Gebrauch standhält, die notwendige Konformitätsarbeit geleistet wurde und der Verbraucher nicht über die wahre Identität des Materials getäuscht wird, können solche Gegenstände einen sinnvollen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten. Unsere Erfahrungen zeigen jedoch, dass insbesondere im Bereich des Internethandels dem Kunden ein Produkt aus Bambus versprochen und ein Kunststoffprodukt mit Bambusanteilen geliefert wird. Wer Kunststoffe vermeiden will, hat kaum eine Chance, die korrekte Zusammensetzung des Geschirrs zu erfahren. In diesem Sinne wird das CVUA Stuttgart auch zukünftig einen Schwerpunkt auf die Untersuchung von „ökologischem Geschirr“ legen.

 

 

 

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