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Alles über Bitcoin: Lohnt sich der Einstieg noch?

13. Oktober 2017 | Wirtschaft | Finanzen | MM News

Der Bitcoin-Hype ist ungebrochen. Die Krypto-Währung bricht alle Rekorde. Werden digitale Währungen das Geldsystem ersetzen oder ist es eine Blase, gar Betrug?

Bitcoin in Dollar 12 Monate:

BTC/USD (Bitcoin / US-Dollar) Währung Chart

Von Sascha Opel

Was ist ein Bitcoin?

Bitcoins sind digitale „Münzen“, die in komplizierten Rechenprozessen erzeugt werden. Ähnlich wie beim Goldabbau spricht man daher von „Mining“ und diejenigen, die die Rechnerleistung bereitstellen, sind „Miners“, also die „Bergleute“, die das „digitale Gold schürfen“.

Sie sehen: Die komplette Begriffswelt ist nicht zufällig Rohstoff– und Bergbauaffin. Um einen Bitcoin zu „minen“, ist Zeit und hohe Rechenleistung notwendig, wodurch Inflation und ein zu schnelles Erreichen der auf 21 Millionen Stücke begrenzten Ausgabe verhindert werden soll. An Börsen im Internet werden die Bitcoins gegen klassische Währungen gehandelt. In Deutschland ist die bekannteste Plattform Bitcoin.de.

Alternatives Geldsystem

Mit Kryptowährungen wie Bitcoin soll ein Geldsystem ermöglicht werden, das unabhängig von Staaten und Banken funktioniert, sowie Transaktionen beschleunigt und Kosten minimiert. Laut Bundesbank werden auf der ganzen Welt derzeit circa 350.000 Transaktionen mit Bitcoins als Zahlungs– oder Tauschmittel absolviert. Im Vergleich zu 77 Millionen Überweisungen und Lastschriften täglich alleine in Deutschland, ist dies noch ein verschwindet geringer Anteil. Aber genau darin, dass dieses Transaktionsvolumen exponentiell anwachsen kann und damit auch die Nachfrage nach Bitcoins explodiert, liegt natürlich auch die Fantasie.

Blockchaintechnologie

Hinzu kommt: Die dahinterliegende Blockchaintechnologie hat das Potenzial, nicht nur die Finanzindustrie radikal zu verändern, sondern viele andere Bereiche ebenfalls. So können die Gebühren von Finanztransaktionen deutlich abgesenkt werden. Sind für eine Auslandsüberweisung bislang oft hohe Gebühren fällig, liegt diese bei Bitcoins im Centbereich und die Transaktion dauert im Vergleich zur herkömmlichen Überweisung nur ein paar Minuten.

Noch wichtiger als der Kostenvorteil ist unserer Meinung nach jedoch, dass die Digitalwährung „peer-to-peer“ gehandelt wird, also direkt zwischen den Nutzern, und somit das komplette Bankensystem mit Zwischenstellen (z.B. Swift und andere Clearingstellen) ausgeschaltet wird.

Innerhalb der Blockchain werden alle Transaktionen vielfach und dezentral – und damit dauerhaft nachvollziehbar – abgespeichert. Die Informationen einer Blockchain werden transparent und auf viele Computer verteilt gespeichert. Dadurch könnten sie nur mit enormem technischen Aufwand manipuliert werden und sind daher sicherer als herkömmliche Transaktionen (bei der sich zum Beispiel Hacker leichter Zugang zu Kontodaten beschaffen können).

Vorteile

Diese Vorteile wiederum könnten alle möglichen Geschäftsabschlüsse, für die bislang eine Zwischeninstanz notwendig ist, revolutionieren. Zum Beispiel könnten Grundstücke, Geschäftsanteile und andere Verträge, die zwischen zwei Menschen geschlossen werden, in Zukunft ohne Mittler (wie Notar) übertragen werden. Wie auch beim physischen Besitz von Gold, ist man mit Bitcoins außerhalb der staatlichen Aufsicht und außerhalb des Bankensystems.

Das typische Gläubiger-Schuldner-Verhältnis ist ausgeschaltet. Geht eine Bank pleite, ist womöglich ihr Guthaben bis zur Sicherungssumme von 100.000 Euro weg. Bitcoins dagegen bewahrt man in der persönlichen, digitalen „Wallet“ auf und sind daher mit dem Besitz von physischem Gold vergleichbar.

Entnationalisierung des Geldes

Als geistiger Vater der Kryptowährungen kann Friedrich August von Hayek, den die Freunde der Österreichischen Schule gut kennen dürften, angesehen werden, der einst die „Entnationalisierung des Geldes“, für eine Geldschöpfung außerhalb der Notenbanken, einforderte. Somit sollte die stetige Geldentwertung durch Vermehrung der Geldmenge gestoppt und die Ausgaben des Staates begrenzt werden.

Da Kryptowährungen jedoch nicht an Gold, Silber oder ein anderes Edelmetall gekoppelt sind (wie es Hayek bei „guten Währungen“ in seiner Theorie fordert) und natürlich auch keine Zentralbank über die Bitcoinmenge wacht, müssen sie mit einem anderen Mechanismus Inflation verhindern.

 

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http://www.mmnews.de/wirtschaft/32056-alles-ueber-bitcoin-lohnt-sich-der-einstieg-noch
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Textredakteur:

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Quelle:

MM News

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