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Hungerstein in der Elbe bei Děčín, Bildquelle:, Wikipedia, Dr. Bernd Gross

Alte “Hungersteine” mit beunruhigenden Warnungen aufgetaucht

31. August 2018 | Autarkie | Freies Leben | Geschichte | Gesundheit | Ernährung | Natur | Umwelt | connectiv.events

Dieser Sommer war in vielen Regionen Europas ungewöhnlich heiß. Die Temperaturen sind rekordverdächtig, gleichzeitig sanken die Regenfälle auf ein Allzeittief. Einher mit dem ungewöhnlich warmen Wetter und der Dürre zeigte sich etwas noch Seltsameres: Felsblöcke mit alten Inschriften tauchten auf. Sie sind als Hungersteine bekannt.

Hungersteine mit verzweifelten Warnungen

Die Felsen mit den Inschriften liegen normalerweise unter der Wasserlinie der Elbe verborgen, aber aufgrund der langanhaltenden Trockenheit ist der Wasserpegel stark gefallen. Die Hungersteine stammen aus dem 14. Jahrhundert und liegen in Tschechien. Nach einer langen Dürreperiode, die Hunger und Elend über das Land brachte, meißelten die Menschen die Worte in die Ufersteine. Die Inschriften auf den Steinen klingen warnend und düster. Die Wasserlinie ist auf einem Allzeittief uns so sind die Hungersteine seit vielen Jahren wieder zu sehen. Die Schrift steht auf diesen Bildern auf dem Kopf, da sie von oben, auf dem Felsen kniend eingemeißelt wurde. Steht der Betrachter aber auf dem Felsen und blickt hinab auf die Schrift, sieht er sie natürlich richtig herum. Die Schrift ist Deutsch, da das Gebiet früher Deutsch war. Die Hungersteine liegen am Elbufer in der Stadt Děčín, früher Tetschen.

 

„Wenn Du mich siehst, dann weine!“ – Hungersteine in der Elbe, Zeugen und Erinnerung an Zeiten der Dürre und Hungersnot tauchen in diesem trockenen Sommer mahnend aus dem Wasser auf. Bild: Wikipedia, Norbert Kaiser.

 

Wann die Dürre dieses heißen und trockenem Jahre vorbei sein wird, ist noch nicht zu sehen. Das Auftauchen von mehr als einem Dutzend Hungersteinen in der zur Zeit sehr niedrigen Elbe  ​in der Region Děčín ist für die Menschen dort schon besorgniserregend genug. Die Inschriften der Hungersteine wirken darüberhinaus noch alles andere als beruhigend. Die eingemeißelten Jahreszahlen auf den Steinen ​​machen deutlich, dass der Wasserpegel zuletzt vor vielen Jahren derartig tief lag. In diesem besonders trockenen Sommer tauchte sogar die Jahreszahl 1554 auf (rechts unten im Bild).

Einige Forscher haben 2013 eine Studie über die große Dürre in der Tschechischen Republik durchgeführt. Der Studie zufolge wurden die Inschriften der Steine ​​“in den Jahren der Not gemeißelt, zusammen mit den Initialen der Steinmetze, deren volle Namen aber im Laufe der Geschichte untergegangen sind“ Zusätzlich wurden bei späteren Niedrigständen die jeweiligen Jahreszahlen direkt an der damaligen Wasserlinie eingemeißelt.

Der oben abgebildete Stein trägt die Inschrift „Wenn Du mich siehst, dann weine!“. Da früher bei sehr niedrigen Wasserständen auch die Schiffe nicht mehr den Fluss befahren konnten, bedeutete das für die Schiffer Ausfall der Fuhren und damit des Verdienstes. Da bei solchen Dürren auch die Ernten schlecht oder gar ganz ausfielen, stiegen gleichzeitig die Preise für Nahrungsmittel enorm. die Menschen hungerten und besonders die Schiffer, deren Einkommen ganz wegfiel, konnten sich die teuren Nahrungsmittel fast gar nicht mehr leisten.

Das Auftauchen der düsteren Warnungen auf den Steinen vor Hunger und Not war ein gefürchtetes Zeichen. Heute kann man durch den weltweiten Handel in kurzer Zeit aus anderen Regionen der Welt Nahrungsmittel herbeischaffen, ob per Schiff, Güterzug, Lastwagen oder Luftfracht. Damals war der Transport aufwendig und langwierig und die Nahrungsmittel konnten nicht gekühlt transportiert werden, so dass sie auf den langsamen Pferdekarren verdarben, bevor sie die Hungergebiete erreichen konnten. Meistens erreichten sie ihre Besitzer gar nicht, weil in Hungersnöten solche Lieferungen oft gestohlen wurden.

Hungersteine gibt es in verschiedenen Flüssen. Ihre Geschichte reicht zurück bis ins 15. Jahrhundert. Überliefert sind frühe Jahresinschriften von 1417, 1473, 1616, 1654, 1666 und andere Jahreszahlen. Nach Unterlagen des Stadtarchivs von Pirna soll es sogar einen Stein mit der Jahreszahl 1115 gegeben haben. Sein genauer Ort ist heute aber nicht mehr bekannt.

 

Hungersteine in der Elbe bei Dresden-Laubegaster, Bild: Wikipedia, Dr. Bernd Gross

 

 

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