0 Ausstellung indigener Kunst in der St. Francis Xavier Universität in Antigonish (Kanada) eröffnet | connectiv.events
Seite auswählen

Jay Bell Redbird Adler über dem Wasser

Ausstellung indigener Kunst in der St. Francis Xavier Universität in Antigonish (Kanada) eröffnet

8. November 2019 | Allgemein | Autarkie | Freies Leben | Bewusstsein | Spiritualität | Kultur | Kunst | Musik | Natur | Umwelt | connectiv.events

Was vor wenigen Jahren noch kaum Beachtung fand und nur von wenigen erkannt und geschätzt wurde, nämlich die indigene Kunst der kanadischen Ureinwohner, beginnt nun endlich, seinen angemessenen Platz in der kanadischen Gesellschaft zu finden. So präsentiert die St. Francis Xavier Universität (StFX) in Antigonish in der Provinz Nova Scotia (Neuschottland), ganz im Osten Kanadas, eine Ausstellung von 45 Kunstwerken indigener Künstler im Zusammenhang mit einer umfassenden Studie zu dem Thema, die in Zusammenarbeit mit vielen Indigenen, Wissenschaftlern und Künstlern entstanden ist.

Die Initiatoren der Ausstellung sind die StFX German Society, Rolf Bouman mit der Friends United Initiative und die StFX Art Gallery. Zu sehen sind die Exponate in der McNeil Gallery in der Schwartz School of Business auf dem Universitätscampus.

Gezeigt werden Werke indigener Künstler, wie des kürzlich verstorbenen Jay Bell Redbird,  von dem ebenfalls verstorbenen David J. Brooks, der sich eine sehr authentische und ursprüngliche Bildsymbolik und Malweise erhalten hatte, weiter von Gordon Fiddler, Loretta Gould, Darren Julian und Amanda Julian, Alan Syliboy, Halina Stopyra, Brent Hardesty und Chelsea Brooks.

Marlis Lade, eine Deutschlehrerin an der StFX-Universität, weiß diese Ausstellung zu schätzen und zu würdigen. Gerade in Anbetracht der leidvollen Geschichte, die die Stämme der kanadischen Ureinwohner zu ertragen hatten und der Ausgrenzung, die ihnen in der kanadischen Gesellschaft lange Jahre widerfuhr, ist es mehr als an der Zeit, dass die indigene Kultur der Nordamerikanischen Indianerstämme mit Respekt zur Kenntnis genommen wird und die kanadische Gesellschaft sich auf Freundschaft, Respekt und Zusammenhalt besinnt. Marlis Lade sagt „Kunst kann ein Weg und ein exzentrischer Teil auf unserem Weg zur Versöhnung sein. Indigene Kunst existiert seit jeher und hat die Kultur unserer Nation mitgeprägt.“ Sie sagt aber auch, dass Kanada leider erst in den letzten Jahren begann, die Bedeutung der Kultur, Sprache und Kunst der Indigenen zur Kenntnis zu nehmen und anzuerkennen.

 

https://goldgrammy.de

 

„Ihre Kunst bedeutet für indigene Völker eine tiefe Verbindung zwischen ihrer Kultur, der Umwelt und der Geschichte. Indigene Kunst ist reich, vielfältig, facettenreich und bedeutungsvoll“, erklärt Marlis Lade und fügt hinzu: „Versuchen Sie einmal zu verstehen, indem Sie mit den Augen eines indigenen Künstlers sehen.“

Brent Hardesty ist einer von ihnen. Er lebte in Toronto und musste um seine Existenz kämpfen. Dann, eines Morgens zog er los, um zu beten. Und als er seinen Tabak als Opfergabe niederlegte und seine Augen wieder öffnete, landete ein „Thunderbird“ (Rotkehlchen – die aber in Nordamerika wesentlich größer sind, als in Europa) direkt vor ihm. Brent Hardestys spiritueller Name lautet „Niiwin Binesi“, übersetzt „Vier Vögel“. Er wurde ihm nach einer Frühlingszeremonie verliehen.

Später, als er 2015 in seine Gemeinde Sagamok Anishnawbek zurückkehrte, übertrug er die Erfahrungen und  Fähigkeiten, die er sich als Graffiti-Maler angeeignet hatte, auf Acrylfarben-Gemälde im „Woodland Style“ (Waldland Stil). Das ist ein Malstil, der von Norval Morriseau (sein indianischer Name war Kupfer-Donnervogel), ebenfalls ein indigener Künstler und Schamane Kanadas, aus den alten Motiven und der Formensprache seines Volkes entwickelt worden ist.

Die imaginären Farben, die Brent Hardesty in seinen Bildern verwendet, sind das Ergebnis seines Überganges in die spirituelle Welt seiner Ahnen und auch direkt von den spirituellen Traditionen und Zeremonien seines Volkes inspiriert.

 

Der indigene Künstler Brent Hardesty unter seinem Bild „Unsere Jugend durch Wissen vorbereiten“. Seine Bilder sind inspiriert von den spirituellen Traditionen und Zeremonien seines Volkes.

 

Als er einem traditionellen, indigenen Heiler bei seinen Schwitzhütten-Zeremonien zur Hand ging, änderte sich viel für Brent Hardesty – zum Guten: „Es veränderte mein Leben auf eine gute Weise. Ich habe all diese Geschichten direkt dort gehört. Aber es verärgerte die Leute, dass ich all diese Dinge wusste … und es fühlte sich an, als ob ich spirituell angegriffen wurde in meiner Gemeinde. Sie haben mich verflucht, man schüttete Blut auf meine Einfahrt.“

Seine Bilder sind Geschichten und erzählen denen, die sie zu lesen verstehen, sehr viel. Eines von Brent Hardestys besten Stücken in der Ausstellung heißt „Unsere Jugend durch Wissen vorbereiten“. Anhand dieses Bildes erklärt er, was man sieht, und was es wirklich bedeutet. Und es geschieht eine Menge in diesem Bild:

„Hier sieht man einen Mann und sein Kind, dort ein Kaninchen und ein Donnervogel-Baby“, erläutert er. „Er lehrt seinen Sohn, diese Lieder zu singen, damit er sich im Leben selbst helfen kann. Das Lied wird viermal gesungen.“ In seinen farbenfrohen Bildern sind auch spirituelle Türen zu sehen, der Baum des Lebens, eine Schwitzhütten-Zeremonie, Wurzeln, die für den Halt in den Boden gesteckt werden – viele verschiedene Aspekte der indigenen Kultur sind in einem bedeutsamen Zusammenhang auf den Bildern zu finden.

Und auch die Farben selbst haben ihre ganz spezielle Bedeutung. Die Bilder sind nicht nur einfach schön bunt. Gelb, beispielsweise ist eine heilende Farbe, die Geister lieben die Farbe Rot sehr, Blau ist die Farbe des Westens, aber sie steht auch für den Donnervogel. Weiß ist die Farbe des Nordens – aber auch Brents Großmutter ist weiß dargestellt:

„Ich habe von ihr geträumt“, erzählt er, „Sie kam in meinen Traum und es war eine Vollmondnacht. Sie sah so aus, wie diese geisterhaften Bilder, ganz in weiß gekleidet und sie hatte so eine weiße Feder, die sie mir überreichte. Ich ging auf sie zu, um sie anzunehmen, aber sie nahm mich, zog mich an ihre Brust und umarmte mich. Seitdem sind die Großmütter meine Helfer.“

Heute hat er viele Träume, erzählt Brent Hardesty, aber bis er 25 Jahre alt war, hat er kaum geträumt, und wenn, war es ein immer wiederkehrender Albtraum. Das ist nun vorbei.

„Mir wurde gesagt, dass ich beschützt werde. Irgendwann fing ich dann an zu träumen und es war wie eine Wasserfall-Lawine von Dingen.“

 

https://baden.jungbrunnen.tips

 

 

Eure Spenden helfen mir, Euch noch bessere Artikel zu bieten, sie sind wichtig, damit ich Autoren, Graphiker, Cutter u.v.m. bezahlen kann. Ich habe keine Sponsoren oder Investoren. 

via Überweisung:

Konto Inhaber: CONNECTIV EVENTS S.L.
IBAN: ES95 001901 82564 01001 4565
BIC: DEUTESBBXXX

Bitte immer Spende als Zweck angeben!
DANKE!

________________________________________________________________________

Die Plattform von connectiv.events bietet Dir vielfältige und effektive Möglichkeiten, Dich, Deine Arbeit und/oder Dein Unternehmen bei einem thematisch breitgefächerten Publikum vorzustellen. Die Bekanntheit und auch die Beliebtheit von connectiv.events wächst von Tag zu Tag.

Im digitalen Zeitalter ist es besonders wichtig, einander real zu begegnen. Die Gelegenheit dazu hast Du bei unseren Events. Eine Termin-Übersicht findest Du im Event-Kalender.
Abonniere doch gleich unseren Youtube-Kanal. Damit unterstützt Du unseren Bekanntheitsgrad und verpasst keine neuen Produktionen mit spannenden Themen und Gästen.
Verpasse auch keine Informationen über kommende Events, sowie interessante Artikel, Beiträge und Menschen und melde Dich ebenfalls für unseren Newsletter an.
Wir entwickeln unsere Plattform ständig weiter und wünschen Dir viel Freude beim Stöbern auf connectiv.events

________________________________________________________________________

Weiter lesen auf:

Bildredakteur:

connectiv.event

Textredakteur:

connectiv.events

Quelle:

connectiv.events

WP Twitter Auto Publish Powered By : XYZScripts.com

Pin It on Pinterest

Share This