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Wenn die Kredite und Schulden von Billionen im EU-Target 2 System schlagend werden, dann geht nicht nur die EZB (europäische Zentralbank) in Rauch auf, sondern auch unsere Deutsche Bundesbank. Bildmontage: Niki Vogt

Billionenbombe TARGET 2 – endlich mal verständlich erklärt!

15. März 2019 | Politik | Geo-Politik | Wirtschaft | Finanzen | connectiv.events

Das Target 2-Saldo (Trans-European Automated Real-time Gross settlement Express Transfer System ) der Deutschen Bundesbank erreicht in Kürze eine Billion. Das klingt beeindruckend, scheint auch irgendwie nichts Gutes zu bedeuten, aber was ist das überhaupt und was soll‘s? Was hab ich mit der Bundesbank zu tun? Nichts. Also geht mich das gar nichts an, ich hab andere Sorgen.

Das ist ganz und gar nicht so. Diese Billion sind im Prinzip Kredite, die die Bundesbank an andere Länder und die EZB gegeben hat. Das hat sich jetzt im Laufe der Jahre angesammelt. Das Problem besteht darin, dass die Bundesbank dieses Geld – letztendlich unser Geld – wahrscheinlich nicht mehr zurückbekommen wird.

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Eine Überraschung ist das nicht. Der Münchner Wirtschaftswissenschaftler Hans Werner Sinn (er war früher Chef des Ifo-Institutes) hat das genau so kommen sehen. 2012 veröffentlichte er sein Buch „Die Target-Falle: Gefahren für unser Geld und unsere Kinder“, in dem er die dann auch tatsächlich folgende Entwicklung prognostizierte. Wurde er damals noch als Euro-Skeptiker, Schwarzseher und fast schon als Rechtspopulist gesehen, stimmt mittlerweile selbst die Frankfurter Allgemeine Zeitung ein: „Deutschland sitzt auf einer Bombe“ titelte sie bereits im Sommer 2018. Laut FAZ hat der ehemalige Finanzminister Schäuble wegen der sich immer weiter auftürmenden Summen „wiederholt“ Rat bei Herrn Sinn geholt.

Um eine im Grunde belanglose und unbedenkliche, rein vituelle “Gegenbuchung“ innerhalb des Bankensystems, also einen rein akademischen „Punktestand“ geht es also ganz offensichtlich nicht. Aber was passiert denn da genau und wie gefährlich ist diese „Billionenbombe“?

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Wie funktioniert das Target II System?

Im Grunde geht es darum, wie die Länder der EU untereinander Geld für Käufe und Verkäufe abwickeln. Gäbe es nur die EZB in Europa, die das mit den jeweiligen, ganz normalen Geschäftsbanken in den EU-Ländern abwickeln würde ginge das etwa so:

Spanien: Herr Pedro da Silva kauft ein sehr teures Gemälde von Herrn Otto Normalverbraucher für eine Million.

  • Er geht also zu seiner Hausbank, der „Banco de pescaderos” und macht eine Überweisung an den Herrn Otto Normalverbraucher auf dessen Hausbank, der „Hintertupfinger Bauernbank“.
  • Dazu würde die „Banco de pescadores” die Million vom Konto des Herrn da Silva zur EZB (Europäische Zentralbank) übertragen, die EZB würde die Million auf das Konto der „Hintertupfinger Bauernbank“ überweisen, die bucht dann die Million auf das Kundenkonto des Herrn Normalverbraucher und fertig wäre die ganze Geschichte.

Unter Target II sind aber die jeweiligen Zentralbanken der Mitgliedsländer noch mit im Spiel.

Das bedeutet:

  • Die Hausbank in Spanien, die Banco de pescadores” bucht die Million vom Konto des Herrn da Silva ab
  • und schiebt sie auf die spanische Zentralbank (Banco de España).
  • Diese schickt die Million an die EZB,
  • die EZB weiter an die Deutsche Bundesbank
  • und diese wiederum an die „Hintertupfinger Bauernbank“.
  • Die schreibt es Herr Otto Normalverbraucher gut.

Auch das könnte gut funktionieren, wenn jeder das Geld auch zügig und korrekt überweisen würde. Dann hat jede Bank das bekommen und weitergeleitet, was sie zu tun hatte und am Ende des Tages sind alle zufrieden.

Pedro da Silva hat sein Bild in Händen und Otto Normalverbraucher seine Million auf dem Konto.

Nur ist es so, dass zwischen den Zentralbanken kein Geld hin und her überwiesen wird. Sondern sie geben sich gegenseitig so etwas wie Kredit. Denn die Zentralbanken „erschaffen“ Quasi-Geld, indem sie sich Forderungen und Verbindlichkeiten hin- und herschicken. Die deutsche Bundesbank hat in unserem Eine-Million-Bild-Fall eine Forderung an die EZB (die ihrerseits eine Eine-Million-Forderung an die spanische Zentralbank hat).

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Eine Forderung zu haben heißt nicht, das Geld zu haben

Ja, rein von der Betriebswirtschaft ist das auch in Ordnung: Der Verkäufer hat sein Geld, der Käufer seine Ware. Daher wiegeln die Politiker und EU-Granden sehr gern alle Bedenken und Warnungen ab, es sei doch alles ganz normal und nur gegenseitige Saldi, also sozusagen ein virtueller Punktestand, der sich durch das hin- und herverrechnen gegenseitige Forderungen immer irgendwie ausgleicht.

Das Problem entsteht, wenn der Warenstrom ganz überwiegend in eine Richtung geht und der Geldstrom daher entsprechend in die andere Richtung. Also:  Spanier kaufen in Deutschland große Mengen Güter, so für 500 Milliarden, die sie auch bekommen und die deutschen Verkäufer erhalten auch ihr Geld von der Deutschen Bundesbank. Dann hat die Deutsche Bundesbank tatsächlich Geld in Höhe von 500 Milliarden auf die Konten der deutschen Verkäufer überwiesen. Aber die deutsche Bundesbank selbst hat  nur eine FORDERUNG von 500 Milliarden an die EZB!

Denn: Die Zentralbank Spaniens hat der EZB nur angekündigt, jawoll EZB, ich, die Spanische Zentralbank schulde Dir, EZB die insgesamt 500 Milliarden Euro (die die Deutsche Bundesbank aber schon an die Verkäufer in Deutschland als GELD AUSGEZAHLT hat!) Die spanische Zentralbank ist halt nur im Moment leiderleider etwas sehr knapp und begleicht erstmal die Forderung nicht, sondern lässt das Forderungsspielchen weiter hin und her laufen.

Sicher kaufen zwar auch andersherum Deutsche etwas in Spanien, wobei dasselbe Spiel dann umgekehrt abläuft. Nur fließen wesentlich mehr Waren von Herstellern in Deutschland in Länder wie Spanien, Italien, Frankreich, Griechenland etc. als umgekehrt. Und dadurch haben sich diese Forderungen der Deutschen Bundesbank an die EZB im Lauf der Zeit immer höher aufgetürmt. Die EZB bekommt aber ihrerseits das Geld nicht von den Zentralbanken der Käufer-Länder herein und kann daher die Deutsche Bundesbank nicht „auszahlen“. Die Bundesbank ist damit ein großer Kreditgeber der EZB. Eine Billion Euro sind etwa zwei komplette Bundeshaushalte der Bundesrepublik Deutschland.

Wie würde es Ihnen zumute sein, wenn Sie zwei komplette Jahresgehälter jemandem geliehen haben, von dem sie so langsam das Gefühl bekommen, dass der sie nie zurückzahlen wird?

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2008: Kapitalflucht nach Deutschland

Die ganze Sache ist damals so richtig ausgeufert, als die Bankenkrise nach 2008 insbesondere die Länder der EU-Südschiene erfasste, und die dortigen Bürger dachten, ihre Vermögen seien auf den Banken in Deutschland sicherer als daheim in Griechenland oder Zypern oder Italien, weil ja bekannt war, wie wackelig die Banken dort sind. Dadurch setzte ein gigantischer Vermögenstransfer nach Deutschland ein, um die Spargroschen auf deutschen Banken in Sicherheit zu bringen, zumal die deutsche Regierung Merkel und Schäuble ja auch noch eine Sicherheitsgarantie für die deutschen Sparkonten ausgesprochen hatten.

So flossen hunderte von Millionen jeden Monat aus diesen Ländern über den oben beschriebenen Weg auf die deutschen Geschäftsbanken, denen die deutsche Bundesbank die – von den Italienern, Griechen. Zyprioten, Spaniern etc. – überwiesenen Beträge gutgeschrieben hatte. Die Deutsche Bundesbank aber blieb auf reinen Forderungen gegen die EZB sitzen. Denn die EZB hätte nämlich diese Forderungen wiederum von den Zentralbanken der Italiener usw. eintreiben müssen, was sie aber nicht tun konnte, weil die Zentralbanken dann die Geschäftsbanken wieder hätte belasten müssen, die sowieso schon auf der Kippe zum Bankrott standen. Hätten die EZB das gemacht, wäre wahrscheinlich das Bankensystem erst in diesen Ländern, dann in Europa und dann global zusammengebrochen.


U
nd was ist jetzt das Problem?

Die Deutsche Bundesbank sitzt also auf Forderungen von fast einer Billion Euro, die sie zwar gegen die EZB hat, die sie aber sehr wahrscheinlich aus dem gerade angeführten Grund nicht wird einbringen können. Und das, liebe Leser, ist unser Geld. Geld, das wir Deutschen erarbeitet und an Steuern bezahlt haben. Denn die Deutsche Bundesbank gehört der Bundesrepublik Deutschland und damit den Bürgern Deutschlands. Und wir Bürger heißen Bürger, weil wir dafür auch bürgen. Die ganze Billion ist nur so lange eine „virtuelle“ Forderung, wie das Spiel weiterläuft. Hört es auf, holt die Realität, nämlich der reale Verlust von  einer Billion Euro, die Bundesbank ein und sie ist mehr als Pleite.

Das bedeutet nichts anderes, als dass die Target 2 Forderungen das Geld der Bürger ist, das den Banken anderer Länder geliehen wird, damit diese Länder die deutschen Exportgüter kaufen. Die Deutschen stellen nicht nur die Güter her und müssen von ihrem Arbeitslohn Steuern zahlen, sondern sie müssen mit diesen Steuern auch noch den Kaufpreis der hergestellten Güter subventionieren, damit die anderen Länder sie überhaupt kaufen. Die Deutsche Bundesbank finanziert mit unserem Geld die Einkäufe der Südländer. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Man muss nicht gerade ein Raketenwissenschaftler sein um zu erkennen, das solch ein hirnverdrehtes Geschäftsmodell nicht ewig weiterlaufen wird. Es funktioniert nur so lange, wie alle so tun, als sei das in Ordnung und weiter mitspielen. Man tut einfach so, als wäre die Billion nicht verloren und die Schuldnerländer würden das alles doch noch bezahlen. Bis zu dem Tag, wo das ganze Wolkenkuckucksheim „Euro“ auseinanderbricht. Die Tendenzen, dass Länder sich aus dem Euro – oder gleich ganz aus der EU – verabschieden, sind deutlich sichtbar.

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Angenommen, Italien tritt aus dem Euro aus. Dann müsste es eigentlich seine Verbindlichkeiten im Target 2-System begleichen. Heißt: die nationale Zentralbank Italiens, die Banca d’Italia, muss ihre Schulden bei der Zentralbank bezahlen. Das wird es nicht können. Italien würde einfach eine neue Währung einführen und sein Staatsgold als Deckung einsetzen und „eh basta“. Was würde man denn dagegen machen können? Genau. Nichts.

Deshalb bunkern nämlich seit einiger Zeit alle Zentralbanken Gold und raffen alles, was sie auf dem Edelmetallmarkt bekommen, zusammen. Weil klar ist, dass der Laden auseinanderfliegt und jedes Land, was es irgendwie kann, eine eigene Währung wiedereinführt, um überhaupt eine Chance zu haben, wieder auf die Füße zu kommen, wenn der Euro-Traum zerplatzt. Dann wird man sehr wahrscheinlich versuchen, mit Unmegen an aus der Luft geschaffenem Geld versuchen, die Löcher – nein, Abgründe – zu stopfen, den Verfall des Euro aber dafür in Kauf nehmen müssen. Nur die Goldreserven der Zentralbanken können dann noch eine neue, nationale Währung wirklich stützen, weil man Gold und Silber nicht entwerten kann.

Für uns Bürger heißt das: Wer alles Geld auf dem Konto hat, wird zusehen müssen, wie es an Wert verliert, im schlimmmsten Falle in einer Hyperinflation in Rauch aufgeht. Um die Sache etwas herauszusögern, werden die Banken vorgewarnt und sind einfach geschlossen, wie es ja in Zypern schon passiert ist. Dann gibt es keinen Bankrun und man kann noch schnell eine Vermögensabgabe obendrein durchführen. Da wird mancher rotgeweinte Augen haben. Wer aber Gold – oder noch besser für den täglichen Gebrauch: Silbe, und das gut versteckt – hat, dem kann niemand etwas abwerten oder wegnehmen.

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