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China importiert keine Abfälle mehr: In Japan stapelt sich der Plastikmüll

29. Oktober 2018 | Natur | Umwelt | Politik | Geo-Politik | Wirtschaft | Finanzen | RT Deutsch

Nationen auf der ganzen Welt beginnen unter der Anhäufung von Abfällen zu leiden, nachdem China in diesem Jahr den Import von recycelbarem Müll eingestellt hat. Nun berichtet auch Japan, dass seine Recyclingindustrie unter einer starken Überlastung steht.

Das chinesische Importverbot für 24 Arten fester Abfallstoffe wie Softdrinkflaschen, Mischpapier, recycelter Stahl und Zeitungspapier hat sich weltweit deutlich auf die Recycling-Kette ausgewirkt. Japan, das im vergangenen Jahr etwa die Hälfte seiner 1,5 Millionen Tonnen Plastikabfälle exportierte, versinkt nun immer tiefer im eigenen Müll, wobei viele lokale Obrigkeiten mit der Bewältigung des Problems zu kämpfen haben.

 

 

Etwa ein Viertel von 102 befragten Kommunalverwaltungen berichtete laut Daten des japanischen Umweltministeriums, mit angesammelten Kunststoffabfall zu tun gehabt zu haben, der in einigen Fällen sogar die Hygiene-Normen übersteige. Mindestens 34 Gemeinden stellten fest, dass sie keine neuen Bestimmungsorte für die Auslagerung ihres Kunststoff-Abfalls finden können, nachdem die inländischen Kosten für die Verarbeitung von Abfällen explodiert waren.

Chinas Weigerung, mehr Müll aufzunehmen, überfordert nun auch die japanische Recyclingindustrie. Ungefähr 34,9 Prozent der Unternehmen in Japan begrenzen bereits oder erwägen eine Begrenzung der aufzunehmenden Menge an Kunststoffen. Um das Problem zu lösen, soll die heimische Kapazität für die Verarbeitung von Kunststoffabfällen ausgebaut werden, so das Umweltministerium. Die Regierung will außerdem Maßnahmen zur Verhinderung illegaler Deponien und zur Ausweitung der Verwendung von biologisch abbaubaren Kunststoffen ergreifen.

 

 

 

Ein ähnliches Problem wurde letztes Wochenende im Vereinigten Königreich gemeldet, das im vergangenen Jahr noch rund zwei Drittel seines Recyclingmülls exportierte. Die Local Government Association (LGA) erklärte, dass die Kommunen aufgrund des chinesischen Importstopps gezwungen seien, 500.000 Pfund pro Jahr für die Änderung der Recycling-Methoden der Kommunen aufzubringen. Der Umweltsprecher der LGA Martin Tett sagte dazu:

Es ist klar, dass das Verbot auf den Import von Abfällen durch China, das bald von anderen Ländern umgesetzt werden könnte, einen deutlichen Einfluss auf die Recycling-Fähigkeit der Gemeinden haben könnte.

 

 

 

China, das in den letzten 25 Jahren 45 Prozent der kumulativen Kunststoffimporte auf sich vereinte, hatte zweifellos einen großen Einfluss auf das globale Recycling-System. Während viele chinesische Unternehmen ihre Aktivitäten nach Malaysia verlagerten, verfügt dieses asiatische Land nicht über ausreichende Kapazitäten, um China zu ersetzen. Aus diesem Grund verhängte es letzte Woche ein dreimonatiges Einfuhrverbot. Yeo Bee Yin, die malaysische Ministerin für Wissenschaft, Technologie und Umwelt und Klimawandel, erklärte:

Wir werden unser Bestes tun, um sicherzustellen, dass Malaysia nicht zum Plastikmüllbehälter der entwickelten Länder wird.

Auch Vietnam, das einst gern Abfälle importierte, fällt es immer schwerer, mit den Wertstoffen umzugehen. Daher verhängte es bereits zwischen Juni und Oktober ein vorübergehendes Einfuhrverbot. Thailand, ein anderes Zielland für Kunststoffabfälle, willdie Einfuhr bis 2021 ebenfalls verbieten. Die Schließung asiatischer Länder für Kunststoffimporte wird auch bald die USA betreffen, die in den ersten sechs Monaten dieses Jahres ihr Recycling nach Thailand, Malaysia und Vietnam verlagerten.

 

 

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