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China und der Traum aller Roten: Koran, Bibel, Thora etc. werden zu sozialistischem Einheitsbrei umgeschrieben

31. Januar 2020 | Allgemein | Familie | Soziales | Geschichte | Kriege | Revolutionen | Kultur | Kunst | Musik | Politik | Geo-Politik | Psychologie | Gesellschaft | connectiv.events

 

von Niki Vogt

In der britischen Daily Mail erschien dieser Tage ein Artikel, der schlaglichtartig zeigt, wie sehr der Sozialismus/Kommunismus eben doch eine mit den Weltreligionen konkurrierende Ideologie und Quasi-Religion ist.

Chinas Regierungsausschuss für ethnische und religiöse Angelegenheiten des Nationalen Komitees der Politischen Beratungs-Konferenz des chinesischen Volkes (kurz: Präsident XI Jinping), beschloss bereits im November 2019 eine „umfassende Neubewertung aller religiösen Klassiker“. Diese Neubewertung zielt darauf ab, Inhalte, die „nicht dem Fortschritt der Zeit entsprechen“ neu zu übersetzen und zu interpretieren, sowie solche Inhalte, die der Ideologie der Kommunistischen Partei zuwiderlaufen, daraus zu eliminieren. Die chinesischen Beamten und die religiösen Autoritäten müssen den Anweisungen von Präsident XI Jinping folgen. Sie sind nun dazu aufgefordert, die verschiedenen Religionen in Einklang mit den Grundwerten des Sozialismus zu bringen und die Texte den „Erfordernissen der Epoche“ gemäß neu zu „interpretieren“ und neu zu übersetzen, was „falsch“ ist. Es soll ein „religiöses System mit chinesischen Merkmalen“ aufgebaut werden.

Wie immer sind die Roten ausschließlich von edlen Motiven und dem Besten der Menschheit beseelt: Durch die „Neubewertung“ jener religiösen Bücher – die übrigens nicht im Einzelnen bezeichnet werden – soll verhindert werden, dass „extreme Gedanken“ und „ketzerische Ideen“ das Land untergraben. Neuauflagen der besagten Bücher dürfen keinesfalls irgendwelche dem Kommunismus zuwiderlaufenden Inhalte enthalten.

 

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Laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua waren bei der beschlussfassenden Konferenz sechzehn Experten, Gläubige und Vertreter verschiedener Religionen innerhalb des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas anwesend. Der Vorsitzende der Politischen Beratungs-Konferenz des chinesischen Volkes, Wang Yang, überwachte das Treffen. Er betonte, dass der Beschluss für alle bindend sei und die neuen Vorschriften zwingend durchgeführt werden müssen. Bei den anwesenden Funktionären und Beamten stieß das auf große Zustimmung: Diese „Mission sei die Wahl der Geschichte“.

Auf deutlich weniger Begeisterung stößt dieses epochale Werk bei dem für China-Recherchen Beauftragten von Amnesty International, Patrick Kar-Wai Poon. Er nennt die neue Maßnahme ganz unverschnörkelt „Zensur“:

„Diese Zensurpläne zeigen sehr deutlich, wie manipulativ die chinesische Regierung ist. Sie lässt zwar scheinheilig die Ausübung bestimmter Religionen in China zu, aber nur mit den Inhalten, die die chinesische Regierung zulässt.“

  

 

Da die „Neubewertung der religiösen Klassiker“ wichtige Inhalte und Grundsätze der Religionen verfälscht oder wegzensiert, werden die Religionen als solche auch im Kern verfälscht. „Es gibt einfach keine echte Religionsfreiheit in China“, sagt Patrick Kar-Wei Poon, der über China hinaus auch in Taiwan, Hongkong und Macao für Amnesty recherchiert und berichtet.

Ein Beispiel: Von den 1,4 Milliarden Chinesen sind etwa zehn Millionen katholischen Christen. Offiziell und nach den Zahlen der Behörden sind es aber nur sechs Millionen. Das mag auch daran liegen, dass es eine offizielle, katholische Kirche in China gibt und eine Untergrundkirche der römisch-katholischen Christen. Die erstere heißt „Patriotische Vereinigung“, verhält sich regierungsnah und ist seit Ende der chinesischen Kulturrevolution wieder staatlich zugelassen, die zweite erkennt den Papst in Rom an und wird von den Behörden massiv drangsaliert. Ihre Priester und Bischöfe werden immer wieder verhaftet und rigide verhört. Die „Untergrundkirche“ darf auch keine Gebetshäuser oder Kirchen bauen. Von den zur Zeit 101 chinesischen, katholischen Bischöfen sind 36 Untergrundbischöfe.

Die Berichte über die Behandlung der muslimischen Uiguren in China waren schon Anfang letzten Jahres bekannt geworden. Die Muslime in China sind fast ausschließlich auf das Volk der Uiguren im Nordwesten Chinas beschränkt. Dieses Volk in der chinesischen Provinz Xinjiang ist zwar asiatisch, aber ein Turkvolk und keine Chinesen. Sie streben schon seit Langem danach, ein Staatsvolk mit eigenem Staat zu sein. Gern bezeichnen sie ihr Land auch als „Ostturkestan“. Zuletzt gab es 2009 einen Aufstand dort mit Hunderten von Toten und mehreren Terrorangriffen gegen die Zentralregierung. Einige Uiguren sind auch als IS-Kämpfer in Syrien aktiv geworden. China reagiert darauf mit Umerziehungslagern, in denen angeblich bis zu einer Million muslimischer Uiguren von ihrer „ansteckenden ideologischen Krankheit“ mit sehr eigenartigen Methoden (Absingen kommunistischer Lieder, Alkohol trinken, Schweinefleisch essen) „geheilt“ werden.

Eine Überraschung sind diese Geschehnisse ist das nicht. Sie entsprechen dem kommunistisch-sozialistischen Denkmuster. Im Grunde gibt es nur zwei grundverschiedene Denkmuster der Neuzeit: Das Konservative und das Progressive.

Das konservative Prinzip akzeptiert, dass der Mensch so beschaffen ist, wie Gott/die Evolution ihn geschaffen hat. Deshalb muss der Mensch sich selbst einerseits zwar allgemeine Regeln durch Gesetze geben, um in Frieden und Sicherheit miteinander leben zu können. Andererseits müssen ihm die gemeinsam beschlossenen Gesetze und Ordnungsstrukturen aber die größtmögliche Entfaltung seiner Persönlichkeit, Schutz und Freiheit garantieren. Der Konservative respektiert die göttliche/natürliche Ordnung. Er achtet den freien Willen und die Freiheit des Individuums, die Familie, die Völker und Ethnien, von denen eine jede „ein Gedanke Gottes“ (Herder) ist und in seiner kulturellen, ethnischen Souveränität unantastbar (UN-Grundsätze). Der Konservative bewahrt, was sich als gut erwiesen hat und versucht nicht, die Natur, auch nicht die menschliche Natur, zu ändern. Neuerungen sind willkommen, so sie dem Menschen und der Natur dienlich und förderlich sind. Immer, wo es Völker mit solchen sicheren, friedlichen, konservativen, kultivierten und freien Gesellschaften in der Geschichte gab, blühten sie auf.

 

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Der Progressive will den neuen Menschen in einer neuen Gesellschaft nach seiner Ideologie/Religion erziehen. Er will ihn formen nach einem Bilde, das den Menschen zu etwas „Neuem, Besserem,“ machen soll. Er will die alte Gesellschaft niederreißen, das Alte hinwegfegen um die „neue Gesellschaft“ als „Masse“ nach seinen ideologischen/religiösen Regeln zu errichten. Freier Wille, Individualismus, die klassische, menschheitsalte Familie, freie, stolze Völker und Freigeister sind ihm ein Gräuel. All das muss ausgerottet werden, um die „neue Gesellschaft“ des „neuen Menschen“ – auch blutig und gegen jeden Widerstand durchzusetzen. Und das ist meistens auch gleich mit Anspruch auf aggressive, expansive, weltumspannende Verbreitung verbunden. Religionen mit strengen Verhaltensregeln und Alleinvertretungsanspruch fallen genauso darunter, wie Kommunismus, Sozialismus, Nationalsozialismus. Sie alle wollen die Gesellschaft der edleren, besseren (Über)Menschen und den „Sieg“. Sie schaffen aber immer eine Hölle von Zwang, Verboten und drakonischen Strafen, um die angeborenen, natürlichen Bedürfnisse und Verhaltensweisen der Menschen zu unterdrücken. Jeder, der da nicht mitmachen will, ist per se ein Feind, den es zu strafen und zu eliminieren gilt. Immer, wo es solche progressiven Systeme installiert werden, führt das zu diktatorischen Regimen mit Überwachung, Unfreiheit, Bespitzelung, Gewalt, Straflagern, Tod, Krieg und am Ende blutigen Volksaufständen mit Unmengen von Toten, bis die Menschen sich ihre Freiheit wieder unter unsäglichen Opfern erkämpft haben.

Die „Progressiven“ sind untereinander konkurrierende Menschen-Dressierer. Sie hassen einander, bis in den Tod. Sogar die „Abweichler“ innerhalb einer Religion, wie der Dreißigjährige Krieg in Europa zeigte und die Schlachterei zwischen Sunniten und Schiiten heute. Deshalb kann der Sozialismus/Kommunismus keinen Islam, kein Christentum, kein Falun Gong oder was auch immer dulden, denn es ist ideologische Konkurrenz. Nur zensierte und umgeschriebene Religionen „Light“ können quasi als Folklore geduldet werden. Unter strenger Beobachtung, selbstredend.

Auch in China wird das nicht anders laufen. Die Kommunisten werden den muslimischen Glauben der Uiguren nicht brechen. Sie werden die Praktizierenden des Falun Gong nicht bekehren, sie werden die Christen nicht entmutigen. Sie werden nur immer mehr Millionen in den Untergrund zwingen und irgendwann erkennen, dass das Volk sich gegen sie erhebt. Dann wird wieder das große Sterben einsetzen, wie damals in der Kulturrevolution Mao-Tse-Dongs.

 

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