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Chinas Kampf gegen den US-Dollar

18. Januar 2018 | Politik | Geo-Politik | Wirtschaft | Finanzen | Compact Online

Gemeinsam mit Russland könnte China den USA und ihrem Dollar schon bald ziemlich nah auf die Pelle rücken. Einiges spricht dafür, dass die eurasische Achse ihr Geld vergolden will, um das amerikanische Papiergeld als Weltreservewährung Nummer eins abzulösen.

Zuletzt berichtete das chinesische Internetportal Sohu über entsprechende Bestrebungen und verwies darauf, dass Moskau und Peking ihren Ölhandel bereits komplett ohne Petrodollars abwickelten. Russland sieht sich allein schon wegen der von Washington verhängten Sanktionen gezwungen, seine Abhängigkeit von US-Zahlungssystemen und dem Dollar als Verrechnungswährung abzubauen. China, das sich in einem unerklärten Handelskrieg mit Amerika befindet, sieht sich in einer ähnlichen Position.

Beide Länder stockten zudem ihre Goldreserven massiv auf, um sich im Falle eines Einbruchs des Greenbacks abzusichern, so Sohu weiter. Gemeinsam verfüge man über etwa 3.670 Tonnen Gold. Auf dem Ranking der Staaten mit den größten Goldreserven steht Russland offiziell auf dem sechsten und China auf dem siebten Platz. Die Rangliste wird angeführt von den USA mit rund 8.134 Tonnen. Sohu geht allerdings davon aus, dass Moskau und Peking über einen wesentlich größeren Bestand an Gold verfügen, als es die Staaten offiziell angeben.

Nur ein Gerücht aus der Pekinger Propagandaschmiede? Eher nicht, denn auch verschiedene Experten des internationalen Währungsmarktes gehen davon aus, dass China mit seinem Yuan noch Großes vorhat. Dazu heißt es in dem Beitrag Auf dem Weg zur Weltspitze über Chinas wirtschaftlichen Aufstieg seit den Reformen Deng Xiaopings im neuen COMPACT-Spezial 16 „USA gegen China – Endkampf um die Neue Weltordnung“:

„Pekings Pläne, das einst zuvörderst als Binnenwährung angesehene Geld zur neuen Weltreservewährung aufzubauen, sind inzwischen zum Greifen nah: Der IWF hat den Yuan 2016 in seinen Währungskorb aufgenommen, über die er Kredite in seiner eigenen Kunstwährung, den sogenannten Sonderziehungsrechten, vergibt. Eine weitere Entwicklung ist in diesem Zusammenhang höchst bedeutsam – nämlich die massiven Goldkäufe des chinesischen Staates in den letzten Jahren. Nach Angaben des Weltgoldverbandes WGC verdrängte China mit einem Import von etwa 1.000 Tonnen schon im Jahr 2013 Indien von Platz eins der weltweit größten Nachfrager des begehrten Edelmetalls. Zwar ging die Nachfrage zuletzt wieder ein wenig zurück, doch Peking ist nach wie vor bestrebt, seine Reserven zu vergolden.“

Und in dem Beitrag „Drache, Bär und Seeadler“ im selben Heft ist zu lesen:

„In der Gemeinschaft der BRICS-Staaten wird schon lange an politischen und wirtschaftlichen Alternativkonzepten gearbeitet, um die Dominanz der USA zu brechen und eine neue, multipolare Weltordnung souveräner Nationen anstelle des globalistischen One-World-Konzepts zu etablieren. Während die EU-Länder und die USA immer weiter im Morast der Staatsverschuldung versinken, bauen China und Russland an einem eurasischen Wirtschaftsblock, der binnen weniger Jahre – erst recht mit einem Gold-Yuan und vielleicht auch einem Gold-Rubel – zur Nummer eins der Welt werden könnte.“

Mehr zum amerikanisch-chinesischen Konflikt und den daraus resultierenden politischen Folgen für die Welt lesen Sie im neuen COMPACT-Spezial 16 „USA gegen China – Endkampf um die Neue Weltordnung“. Das Heft ist ab dem 22.01.2018 lieferbar und kann hier vorbestellt werden.

 

Weiter lesen auf:

https://www.compact-online.de/chinas-kampf-gegen-den-us-dollar/
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Quelle:

Compact Online

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