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(Foto: dpa)

CIA-Beweis von 1955? Foto soll Hitler in Kolumbien zeigen

6. November 2017 | Geschichte | Focus

Gelang es Adolf Hitler nach dem Zweiten Weltkrieg, Deutschland zu verlassen? Das Gerücht flackerte immer wieder auf. 1955 bekam auch die CIA einen Hinweis. Sie hielt ihn allerdings nicht für glaubwürdig. Ein angebliches Foto Hitlers aus dem Jahr kursiert schon seit Monaten im Internet. Jetzt gab es der Geheimdienst offiziell frei.

Dass Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg und den Untergang des Dritten Reiches überlebt habe, ist ein hartnäckiges Gerücht, dem Verschwörungstheoretiker bis heute anhängen.

Sowjet-Diktator Stalin wusste zwar ganz genau, dass sein Erzfeind tot war, denn er hatte von seinen Experten in Berlin eindeutige Belege erhalten. Es lag ein Teil seines Zahnersatzes vor, ebenso gab es klare Aussagen von Zeugen, die Hitlers Selbstmord belegten. Gleichwohl gab Stalin sein Wissen nicht preis, sondern ließ die westlichen Alliierten im Dunklen tappen. Amerikaner und Briten waren schließlich nur noch offiziell Verbündete der Sowjetunion. Der Kalte Krieg zwischen Ost und West deutete sich schon in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges an.

Erst 1956 wurde Hitler amtlich für tot erklärt

Stalins Schachzug sorgte dafür, dass die deutschen Behörden zunächst zögerten, Hitler offiziell für tot zu erklären. Das geschah erst mit deutlicher Verspätung, nämlich am 25. Oktober 1956 durch das Amtsgericht Berchtesgaden. Klar, dass allein dieses Zögern wilde Spekulationen ins Kraut schießen ließ. Daran änderte sich dann auch nach der verzögerten amtlichen Erklärung nicht. Verschwörungstheoretiker interessieren sich nicht für Fakten oder offizielle Dokumente.

Sie gingen in der Mehrzahl davon aus, dass der Nazi-Diktator irgendwo in Südamerika untergetaucht war. Das schien logisch, da auch viele andere ehemalige NS-Funktionäre dort Zuflucht gesucht hatten. Anders als bei Leuten wie dem berüchtigten Schreibtischtäter Adolf Eichmann gab es allerdings keine handfesten Belege dafür.

Hitler in Kolumbien? Die CIA verfasste einen Bericht dazu

Selbst die CIA war sich nicht ganz sicher, ob die Gerüchte nicht vielleicht doch stimmten. Das geht aus Dokumenten hervor, die im Zuge der Freigabe von Akten über den Mord an John F. Kennedy ebenfalls ins Internet gestellt wurden. Denn im Oktober 1955 erhielt der Geheimdienst einen Hinweis und ein Foto, aus dem hervorgehen sollte, dass Hitler in der kolumbianischen Stadt Tunja lebe. Tunja liegt in fast 2800 Meter Höhe in den Anden und hat heute gut 190.000 Einwohner. Von der Hauptstadt Bogota ist sie etwa 150 Kilometer Richtung Norden entfernt. Zwar hielten die US-Geheimdienstler den Hinweis nicht für sehr glaubwürdig. Aber sie legten immerhin einen Bericht darüber an.

Das nun von der CIA veröffentlichte Foto und der Bericht stehen aber nicht, wie in vielen Medien weltweit behauptet wird, erst seit zwei Tagen im Netz. Es wurde bereits im vergangenen April von dem argentinischen Historiker Abel Basti ins Internet gestellt. Basti behauptet seit Jahren hartnäckig, Hitler habe nach dem Krieg in Argentinien gelebt.

Den Hinweis auf einen angeblichen Aufenthalt Hitlers in Kolumbien gab ein Agent mit dem Codenamen Cimelody-3. Dieser bezog sich wiederum auf einen ehemaligen niederländischen SS-Mann mit Namen Philip Citroen, der behauptete, regelmäßig mit Hitler in Kontakt zu stehen. Hitler treffe sich regelmäßig mit anderen Nazi-Größen, die ihn weiterhin respektvoll „Führer“ nennen würden. Als „Beweis“ legte der Agent das Foto dazu, das Hitler gemeinsam mit Citroen zeigen sollte und angeblich in den Residencias Coloniales in Tunja aufgenommen wurde. Dabei handelte es sich um eine Wohnanlage, in der den Angaben nach vorwiegend  aus Deutschland geflohene Ex-Nazis lebten.

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Focus

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