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Dunja Hayali, Bildquelle: Wikimedia Commons, Ralf Roletschek

Der möglicherweise partiell kritische Journalismus der Frau Dunja Hayali

20. August 2018 | Psychologie | Gesellschaft | Wirtschaft | Finanzen | Die Unbestechlichen

Sie ist eine Ikone des kritischen Journalismus der Mainstreammedien, das Feigenblatt des ZDF, mit dessen „Aufmüpfigkeit“ man seine Systemergebenheit etwas bemänteln kann. Nun stellt sich heraus, Frau Hayali hat Jobs bei großen Industrieunternehmen angenommen.

Das Medienmagazin „Zapp“ deckte auf, dass die ach-so-kritische Dame des ZDF Nebentätigkeiten aus der Wirtschaft annimmt, die wahrscheinlich gut dotiert sind, aber bisweilen weniger gut angesehen. So moderierte Frau Hayali das „Gaming Summit“ in Berlin Mitte, in einem Eventzentrum direkt am Brandenburger Tor.

 

 

 

Frau Hayali ist versiert im Anprangern und kritisch Beleuchten, meistens, ganz besonders und mit großer Verve bei den Themen Flüchtlingspolitik, Gefahr von rechts, Feminismus, Klimawandel, Gender und all den Themen, wo man so richtig gut ankommt, weil man auf der Welle des politisch korrekten Wertekatalogs surfend, mit dem Strom schwimmend, sich dennoch das Etikett „kritischer Journalismus“ anheften kann.

 

 

Dass es mit der himmelhohen, unbestechlichen Moral von Frau Hayali vielleicht doch nicht alles so ist, wie sie glauben macht, zeigt sich bei der Sache mit dem „Gaming Summit“ (Spiel-Gipfeltreffen). Hier kommen nicht begeisterte Gamer zusammen, die die neuesten Computerspieltechniken diskutieren und vorstellen, sondern die Unternehmer im Glücksspielautomatengeschäft. Auch Frau Hayali dürfte bekannt sein, dass Glücksspiel viele Menschen ruiniert, Familien zerstört, sie verarmen und in Schulden stürzen lässt. Dass Glücksspiel in der Regel süchtig macht und die Spielcasinos und Spielautomaten-Läden ein Groschengrab für ihre Besucher sind.

Die gesamte Branche steht daher ziemlich in der Kritik, weil sie ihre Gewinne aus der Abhängigkeit von Spielsüchtigen zieht. So löste die Moderation von Dunja Hayali ausgerechnet auf dem Glücksspieltreffen auch ziemliche Verwunderung aus. Was sagt Frau Hayali zu diesem anrüchigen Engagement? Sie habe sich intensiv mit der Branche beschäftigt. Das Glücksspiel sei „ein legaler Wirtschaftszweig“. Und wo denn da das Problem überhaupt sei: „Solange ich das tue, was ich sonst auch immer tue auf der Bühne, bei jedem Fachkongress, nämlich kritischen Journalismus, unabhängig, fair und respektvoll, so lange sehe ich kein Problem“. Ja, und genau das ist nun fragwürdig geworden.

Prostitution ist auch ein legales Geschäft. Sehen wir demnächst Frau Hayali ein Gipfeltreffen der Bordellbetreiber moderieren?

 

Dr. Daniele Ganser in Leipzig

 

Und wie wird das „Gesicht des kritischen Journalismus beim ZDF“ dann berichten, wenn ein kritischer Bericht über einen ihrer guten Kunden angesagt sein sollte?

Frau Hayali hat ja nicht nur die Spielautomatenbranche als Kunden, sondern auch das Pharmaunternehmen Novartis, dessen Firmenpolitik schon einige Male Anlass zu höchst kritischer Berichterstattung gegeben hat. So berichtete der Spiegel im Februar, dass Novartis üppige Schmiergelder an griechische Ärzte, Beamte und Politiker gezahlt haben, um ihre Produkte auf dem griechischen Markt zu verbreiten und die Konkurrenz zu verdrängen. Sogar der frühere Premierminister Antonis Samaras, der frühere Finanzminister und jetzige Notenbankchef Yannis Stournas, der ehemalige Gesundheitsminister und amtierende Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos wurden mit hohen Summen bestochen. Es gibt noch wesentlich mehr Ehrenrühriges über Novartis zu berichten. Ist das auch alles legal? Hat sich Dunja Hayali auch mit dieser Branche intensiv beschäftigt, deren Geschäft sie mit ihrem Namen indirekt unterstützt und von denen sie sich bezahlen lässt?

 

 

Auch Frau Hayalis guter Kunde BMW hat sich mit seinen manipulierten Abgaswerten und dem Egloff-Skandal nicht immer mit Ruhm bekleckert. Darf man davon ausgehen, dass sie im gebotenen Fall ihrem Kunden BMW genauso kritisch-unerbittlich auf die Pelle rücken würde, wie anderen?

Weitere Kunden von Dunja Hayali sind der Deutsche Beamtenbund, die deutsche Stahlindustrie und die Amazon-Akademie.

Werden wir von Frau Hayali einmal eine kritische Abrechnung mit der unmenschlichen Personalpolitik von Amazon zu sehen bekommen? Wohl kaum. Hat sie sich auch intensiv mit den Bedingungen, unter denen Leiharbeiter bei Amazon arbeiten müssen, beschäftigt, bevor sie sich für Amazon engagiert? Auch das Treiben von Amazon ist legal, aber eben skandalös. Die ARD brachte mit ihrem Report „Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon“ einen Bericht, der wirklich kritisch war und schonungslos die moderne Sklaverei europäischer Wanderarbeiter einschließlich Drangsaliererei und Einschüchterung offenlegte. Sicher, auch Amazon handelt völlig legal. Die Politik hat die Möglichkeiten eröffnet, deren Amazon sich nur gekonnt bedient.

 

 

 

Das alles wären Themen, mit denen sich Frau Hayali vielleicht einmal kritisch befassen muss – oder vielmehr: müsste. Man darf vermuten, dass sie ihre Zusatzeinkünfte nicht verlieren möchte und ihre Geldgeber nicht an den Pranger stellt. Patziges Abfertigen von kritischen Fragen diesbezüglich zeigt nur, dass Frau Hayali selbst nicht bereit ist, Kritik zuzulassen, geschweige denn anzunehmen. Genau, wie ihre Auftraggeber. Kritisch scheint sie nur bei bestimmten Themen und ausschließlich mit anderen zu sein.

 

 

Amazon verstößt in seinem Werk in Winsen offenbar erheblich gegen Arbeitnehmerrechte. In dem Logistikzentrum ist ein engmaschiges Netz an Überwachungskameras installiert. Panorama 3-Reporter Kaveh Kooroshy hatte verdeckt bei Amazon in Winsen an der Luhe gearbeitet und berichtet von seinen Erfahrungen. Überwacht werden die Mitarbeiter auch in den Gängen und in einem Bereich, in dem die Spinde für die Arbeiter sind. Amazon rechtfertigt diese Maßnahme, sie erfolge, „um Diebstahl vorzubeugen“. Nach Auffassung des Arbeitsrechtlers Hajo Köhler ist eine solche Überwachung nicht erlaubt: „Das ist völlig unverhältnismäßig. Da müsste der Arbeitgeber ein berechtigtes Interesse daran haben, dass der da guckt, da gibt es so ein berechtigtes Interesse nicht. Das halte ich für absolut unzulässig und unverhältnismäßig.“

 

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Quelle:

Die Unbestechlichen

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