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Der „Schwarze Montag“ – Börsen und Ölpreis brechen weltweit massiv ein

9. März 2020 | Allgemein | Familie | Soziales | Kriege | Revolutionen | Politik | Geo-Politik | Wirtschaft | Finanzen | Anti Spiegel

von Thomas Röper

Dieser 9. März wird als „Schwarzer Montag“ in die Geschichte der Finanzmärkte eingehen. Wir konnten (spätestens) heute den Beginn einer neuen, großen Wirtschafts- und Finanzkrise beobachten.

Überraschend kam das nicht. Der Coronavirus hat dazu geführt, dass in der realen Wirtschaft Lieferketten unterbrochen wurden, Fabriken stillstehen, Messen abgesagt werden, der Tourismus zusammengebrochen ist, die Fluggesellschaften massenhaft Flugverbindungen eingestellt haben und so weiter und so fort. Der Schlag gegen die reale Wirtschaft konnte an den Börsen nicht spurlos vorbeigehen. Unternehmen senken ihre Prognosen, andere werden ums Überleben kämpfen müssen. Kredite werden nicht zurückgezahlt werden können und die Banken werden erhebliche Probleme bekommen.

Hinzu kam noch etwas anderes, was die extreme Lage aufzeigt: Der Ölpreis ist am gleichen Tag, an dem die Börsen abgeschmiert sind, auch um 30 Prozent eingebrochen. Normalerweise müsste das die Börsen freuen, denn geringe Kosten für Öl sind gut für die Industrie, die Fluggesellschaften und so weiter. Aber die arbeiten ja selbst nicht oder nur eingeschränkt und ihr Problem weiß Gott nicht der Ölpreis.

Dass der Ölpreis so eingebrochen ist, hat einen einfachen Grund. Die Stabilität des Ölpreises der letzten Jahre lag einem Bündnis, dass sich „OPEC Plus“ nannte. Russland hatte seine Energiepolitik mit der OPEC abgestimmt und so war es möglich, die Ölpreise zu kontrollieren und zu stabilisieren. Am Freitag aber konnten sich Russland und die OPEC nicht auf eine Verlängerung des Bündnisses einigen.

Über die Gründe gibt es keine eindeutigen Angaben. Anscheinend wollte Saudi-Arabien die Situation nützen und die Ölpreise senken, um Marktanteile zu gewinnen und um die US-Frackingfirmen aus dem Markt zu drängen. Fracking ist erst ab einem Ölpreis von 50 Dollar rentabel. Russland hingegen hat sich immer für stabile und berechenbare Preise ausgesprochen. Daran dürfte das Bündnis am Freitag zerbrochen sein.

 

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Aber man kann Saudi-Arabien auch ein wenig verstehen. Während OPEC Plus auf stabile Preise setzte und so auch mal die Produktion gedrosselt hat, haben die US-Frackingfirmen aggressiv gefördert und dabei Marktanteile erobert. Das hat die Saudis sehr verärgert und nun scheinen sie ihre Gelegenheit ergreifen zu wollen, diesem Konkurrenten einen schweren Schlag zu versetzen.

Saudi-Arabien hat heute ernst gemacht und eine Erhöhung seiner Fördermenge und hohe Rabatte auf sein Öl angekündigt. Im Ergebnis ist der Ölpreis von ca. 45 Dollar um 30 Prozent auf ca. 30 Dollar eingebrochen. Da die US-Frackingfirmen hoch verschuldet sind, werden sie das nicht lange durchhalten. Es war ohnehin für diese Jahr eine Pleitewelle in der Branche erwartet worden, die dürfte nun schneller kommen, als gedacht. Analysten von Goldman Sachs haben mitgeteilt, dass sie einen weiteren Preisverfall beim Öl auf 20 Dollar für realistisch erachten.

Der Spiegel schrieb zu der Situation an den Ölmärkten:

„Die Aussicht auf eine Ölschwemme bei sinkendem Verbrauch lässt die Kurse implodieren. „Die Opec zettelt einen Preiskrieg an“, sagt Eugen Weinberg, Chef-Rohstoffstratege der Commerzbank, dem SPIEGEL. Noch sei kaum abzuschätzen, „was genau das für die Weltwirtschaft bedeutet“. (…) Ein so plötzlicher Kursverfall wie in dieser Nacht bedroht die Stabilität zahlreicher Nationen und Regionen. Er kann auch ein Anzeichen für eine bevorstehende globale Rezession sein. So jedenfalls verstehen ihn offenbar Anleger rund um den Globus: An Aktienbörsen weltweit sind die Kurse am Montagmorgen deutlich gefallen, auch die Währungen von Ölstaaten wie Russland oder Norwegen werteten ab. (…) Umso heftiger kämpfen die ölproduzierenden Staaten nun um Marktanteile – allen voran die Opec. Das Kartell ist seit Jahren in der Defensive, sein Anteil am globalen Verkauf sinkt weiter. Verantwortlich hierfür ist vor allem die massiv gestiegene Förderung in den Vereinigten Staaten. Mit der Fracking-Technologie sind die USA zum größten Ölproduzenten der Welt aufgestiegen.“

Natürlich ist vieles, was an den Märkten geschieht, Spekulation und Psychologie, aber die im Spiegel genannte Beschreibung scheint mir zutreffend zu sein. Das bedeutet, dass die OPEC nun ihre Marktanteile erhöhen und in erster Linie die US-Frackingindustrie aus dem Markt drängen will. Wenn das das Ziel ist, dürften die Ölpreise längere Zeit niedrig bleiben, auch wenn Saudi-Arabien selbst wegen seiner horrenden Staatsausgaben eigentlich einen höheren Ölpreis bräuchte.

 

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Aber dieser Schritt geht auch – ob gewollt oder nicht – gegen Russland, denn Russland setzt seit jeher auf stabile und berechenbare Ölpreise und nicht auf Preiskämpfe. Die russische Währung gab, wie im Spiegel berichtet, dann heute auch stark nach. Ob das auch zu einer Gefahr für den russischen Staatshaushalt wird, muss man abwarten. Russland rechnet mit einem durchschnittlichen Ölpreis von 40 Dollar über das Jahr und hat außerdem über 100 Milliarden in einem Stabilisierungsfond, der in solchen Fällen eingreifen kann. Russland dürfte über die Maßnahmen der OPEC also nicht erfreut sein, aber sie sind zumindest erst einmal kein ernstes Problem.

Die Aktienbörsen reagieren mit einem Preisverfall, der mit dem heutigen Schwarzen Montag nicht zu ende sein dürfte. Die US-Börsen haben wegen des Kurssturzes sogar kurzzeitig den Handel ausgesetzt. In der Folge suchen sich die Fonds, die auf massenhaft Cash sitzen, verzweifelt neue „Parkmöglichkeiten“ für ihr Geld. Der Goldpreis ist daher in die Höhe geschossen, gleiches gilt für „sichere“ Staatsanleihen, deren Renditen nun teilweise negativ sind.

All das sind deutliche Zeichen einer schweren Krise. Und es ist selten, dass sie alle gleichzeitig auftreten. Schlimmer noch: Viele der heute gesehenen Phänomene sind als historisch zu bezeichnen. Einen so schweren Einbruch beim Dax gab es zuletzt bei der Pleite von Lehmann Brother im Zuge der Finanzkrise 2008 und einen so starken Einbruch beim Ölpreis gab es zuletzt beim Golfkrieg 1991. Das lässt nichts Gutes erwarten.

Das zeigt sich auch daran, dass die Bundesregierung im Eiltempo die Regeln für Kurzarbeitergeld geändert hat. Berlin erwartet massive wirtschaftliche Probleme und man will den Branchen helfen, die nun unter Druck geraten. Das allerdings dürften so ziemlich alle sein und ob die Regierung allen helfen kann, darf bezweifelt werden.

https://www.j-k-fischer-verlag.de/J-K-Fischer-Verlag/SPIEGLEIN-SPIEGLEIN-in-der-Hand-wer-luegt-am-meisten-im-ganzen-Land--9700.htmlMan kann sicher sagen, dass wir am Anfang einer großen, internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise stehen, die ohnehin erwartet wurde, nun aber durch das Coronavirus noch einmal um ein Vielfaches verstärkt und vor allem beschleunigt wird. Und da zu erwarten ist, dass auch in der EU und in Deutschland ganze Regionen unter Quarantäne gestellt werden und damit die Wirtschaft dort stillstehen wird, wird es eine Krise sein, die vielleicht die größte wird, die wir erlebt haben.

Hier hängt alles von den Entscheidungen ab, die nun von den Verantwortlichen getroffen werden, daher sind Spekulationen über den weiteren Verlauf auch unmöglich.

Auf der Pressekonferenz des Gesundheitsministeriums wurde schon einmal deutlich gesagt, dass es „Einschränkungen“ geben wird und dass diese nicht etwa Wochen, sondern Monate andauern werden.

 

 


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