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Pixabay かねのり 三浦

Deutsche Forscher präsentieren die erste globale Waldkarte – kein gutes Bild!

13. Mai 2019 | Autarkie | Freies Leben | Natur | Umwelt | Wissenschaft | Forschung | connectiv.events

 

Wälder sind die Lunge der Erde und die einzigen Bereiche, in denen das „echte Leben“ dieser Welt. Sie bieten nicht nur wichtigen Lebensraum für Flora und Fauna, Pflanzen binden auch das CO2 aus der Luft und machen daraus Pflanzenmasse. Wiederaufforstung wäre das Mittel der Wahl und das einzige, was wirklich die Lage verbessern würde. Nach Auffassung von deutschen Forschern allerdings geht die Entwicklung in Richtung Waldverlust. Bisher gab es aber noch keine Karte, die den gesamten globalen Waldbestand abbildete. Forscher des Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) habe nun mithilfe von Satellitendaten eine globale Waldkarte erstellt. Ihr Fazit: Die Wälder weltweit schwinden.

400.000 Satelliten-Datensätze ausgewertet

Diese erste globale Waldkarte entstand im Zusammenhang der Satellitenmission „Tandem-X“. Sinn der Mission war, ein dreidimensionales Bild der Erdoberfläche zu erstellen. Dafür werden die beiden Radarsatelliten TerraSAR-X und TanDEM-X genutzt, die die Erde in einem Abstand von nur wenigen hundert Metern umkreisen.

 

Prof. Dr.-Ing. Alberto Moreira (DLR-Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme) spricht auf der ILA Berlin Airshow 2014 über die Radarmission TanDEM-X und die geplante Satellitenmission Tandem-L.

 

Auf diese Weise kann jeder Punkt aus unterschiedlichen Perspektiven aufgenommen werden, was die dreidimensionale Darstellung überhaupt erst ermöglicht. In den Jahren 2011 bis 2015 sind auf diese Weise rund 400.000 Datensätze zusammengekommen. Mithilfe künstlicher Intelligenz wurden diese riesigen Datenmengen von den DLR-Experten ausgewertet und in ein dreidimensionales Modell der Erdoberfläche umgesetzt. Das Ergebnis ist nun eine Weltkarte, die einen vollständigen Überblick über alle Waldbestände unseres Planeten gibt. Von Kanada und Sibirien bis zur Ostküste Australiens.

 

Bessere Beobachtungen könnten den Schutz erhöhen

Rund ein Drittel der terrestrischen Landfläche ist noch immer von Wald bedeckt. Die Wälder sind zum allergrößten Teil auch in keinem schlechten Zustand und grundsätzlich überlebensfähig, sagen die Forscher.

Leider aber nagt der Mensch von allen Seiten daran und arbeitet sich von den Rändern her immer weiter ins Herz der Wälder vor. Den Daten der DLR-Forscher zufolge soll sich der weltweite Waldbestand seit der Mitte des 20. Jahrhunderts schon um mehr als die Hälfte reduziert haben. Zum größten Teil sei dafür die Abholzung durch den Menschen verantwortlich. Die Beobachtung des globalen Waldbestands soll nun durch diese neu entwickelte Karte merklich verbessert werden. Die Hoffnung der Naturschützern: Mithilfe der neu gewonnenen Erkenntnisse könnten neue, effektive und langfristige Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

 

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Die Erde wird immer grüner

Der Alarm der DLR-Experten bezieht sich allerdings ausschließlich auf Waldgebiete. Die gute Nachricht aber ist: Die Pflanzenmasse der Erde allgemein nimmt deutlich zu. Denn eine Studie belegt, dass die Erde deutlich grüner geworden ist, wie Satellitendaten belegen. Laut dieser Studie, die am 25. April 2016 in der Fachzeitschrift Nature Climate Change veröffentlicht wurde, hat sich in den letzten 35 Jahren ein Viertel bis die Hälfte der bewachsenen Gebiete der Erde vor allem aufgrund des Anstiegs des atmosphärischen Kohlendioxids deutlich begrünt – und dieser Trend geht auch zur Zeit noch weiter.

Das bestätigt nach Ansicht vieler Wissenschaftler das, was Pflanzenphysiologen und Wissenschaftler schon lange sagen: Pflanzen brauchen CO2, um wachsen zu können und der CO2 Gehalt der Atmosphäre bewegt sich am unteren Rand dessen, was Pflanzen benötigen. Grüne Blätter beziehen ihre Energie aus Sonnenlicht durch Photosynthese. Damit können sie das aus der Luft aufgenommene Kohlendioxid zusammen mit Wasser und Nährstoffen aus dem Boden chemisch zu neuen Stoffen umwandeln. Zum Beispiel zu Zucker, ihrer Hauptquelle für Nahrung, Ballaststoffe und als „Brennstoff“ für ihr Leben. Studien haben gezeigt, dass erhöhte Konzentrationen von Kohlendioxid die Photosynthese erhöhen und das Pflanzenwachstum fördern.

Ein internationales Team von 32 Autoren aus 24 Institutionen in acht Ländern leitete die Untersuchung. Dabei wurden Satellitendaten des „Moderate Resolution Imaging Spectrometer der NASA“ und die „Advanced Very High Resolution Radiometer-Instrumente“ der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) zur Bestimmung des Blattflächenindex oder der Blattmenge des Pflanzenteppichs über den bewachsenen Regionen des Planeten angewandt. Die Begrünung bedeutet eine Zunahme an Blattpflanzen und Bäumen, in einer Größenordnung einer Fläche, die doppelt so hoch ist wie die Landmasse der USA!

 

Bild: change_in_leaf_area-NASA-Erdbegrünung – Das Bild verdeutlicht die Zunahme von Pflanzen und Pflanzenblättern über den ganzen Globus von 1982 bis 2015. Alle grün gefärbten Gebiete haben an Vegetation gewonnen. Verdoppelt hat sich die Pflanzenmasse in den dunkelgrünen Gebieten, zum Beispiel als Gürtel durch die Mitte Afrikas und im Amazonasbecken. Sogar das Früher sehr trockene Australien hat deutlich an Pflanzenbewuchs gewonnen. Bild: Boston University/R. Myneni

 

 

Die Kohlendioxid-Düngung ist jedoch nicht die einzige Ursache für ein erhöhtes Pflanzenwachstum. Stickstoff, Änderungen der Bodenbedeckung und der Klimawandel durch globale Temperatur-, Niederschlags- und Sonnenlichtveränderungen tragen alle zum Begrünungseffekt bei. Um das Ausmaß des Kohlendioxidbeitrags zu bestimmen, führten die Forscher die Daten für Kohlendioxid und jede der anderen Variablen isoliert durch mehrere Computermodelle, die das in den Satellitendaten beobachtete Pflanzenwachstum nachahmen.

Die Resultate ergaben, dass die CO2-Düngung etwa 70 Prozent des Begrünungseffekts erklärt, sagte Co-Autor Ranga Myneni, Professor am Department of Earth and Environment der Boston University. „Der zweitwichtigste Treiber ist mit 9 Prozent Stickstoff. Wir sehen also, welch wichtige Rolle CO2 dabei spielt.“

Heute sind etwa 85 Prozent der eisfreien Gebiete der Erde von Vegetation bedeckt. Die Fläche, die von allen grünen Blättern der Erde bedeckt wird, beträgt im Durchschnitt 32 Prozent der gesamten Erdoberfläche, wenn man Ozeane, Länder und bleibende Eisflächen mit einrechnet. Das Ausmaß der Ökologisierung in den letzten 35 Jahren „konnte den Kreislauf von Wasser und Kohlenstoff im Klimasystem grundlegend verändern“, sagte der Hauptautor Zaichun Zhu, ein Forscher der Peking-Universität in China. Es ist davon auszugehen, dass als Folge sich ebenfalls die Masse an Tieren erhöhen wird.

 

 

 

 

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Bildredakteur:

Niki Vogt

Textredakteur:

Niki Vogt

Quelle:

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