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Die artgerechte Haltung des Menschen (Teil 2)

13. Februar 2018 | Allgemein | Medizin | Politik | Geo-Politik | Wirtschaft | Finanzen | Die Unbestechlichen

Der „Codex Alimentarius“, dessen erste Bestimmungen zu Nahrungsergänzungsmitteln schon zum 31.12.2009 eingeführt wurden, stellt eine außerordentlich tiefgreifende Beeinträchtigung der Selbstbestimmung und persönlichen Unversehrtheit des Menschen dar. Gesunde Lebensmittel und gesunde Lebensführung werden ihm fastunmöglich gemacht. Damit werden ein allgemeiner schlechter Gesundheitszustand und ernährungsbedingte Krankheiten noch weiter voranschreiten. Gleichzeitig werden sanfte Naturheilmethoden durch die Hintertüre abgewürgt. Zusätzlich werden die niedergelassenen Hausärzte mit persönlichen Beziehungen zu den Patienten ganz gezielt abgeschafft. Das hat Methode.

Schon die vom damaligen Gesundheitsminister Seehofer eingeleitete Reform 1997 wurde damit begründet, dass die deutsche Bevölkerung überaltere, die Gesundheitskosten explodierten und das Gesundheitssystem erodiere. Einsparungen wurden vorgenommen, Leistungen gekürzt. Die niedergelassenen Ärzte mussten Einbußen hinnehmen, und viele kommunale Krankenhäuser gerieten in finanzielle Engpässe. Die Kommunen verkaufen seitdem langsam ein Krankenhaus nach dem anderen an große Klinikkonzerne, und können so ihre Haushalte deutlich entlasten.

Es gibt dieser großen Klinikketten vier: Asklepios, Fresenius, Rhönkliniken und Sana. Um einmal einen Eindruck zu vermitteln, um welche Beträge es hier im Klinikbereich geht: Im Jahr 2007 erzielten diese vier Großkonzerne bereits einen GEWINN von 7 Milliarden Euro.
Im Jahr 2016 erwirtschaftete HELIOS allein einen Gewinn von 543 Millionen Euro.

Asklepios erwirtschaftete 2013 45 Millionen Euro.

Interessant auch zu wissen, wer die Eigner der großen Kliniken sind. Anteilseigner des Fresenius Klinikkonzerns sind Blackrock, die Royal Bank of Canada, Goldman Sachs Asset Management LP, Morgan Stanley & Co Inc.

Dabei haben sich die vier Konzerne erst den kleineren Teil der deutschen Krankenhäuser einverleibt. In den letzten Wochen sind die Medien aber voll von Berichten, dass die Kommunen mehrheitlich vor desaströsen Haushalten stehen und gezwungen sein werden, alle Ausgaben zu streichen, die sich irgendwie kürzen oder abschaffen lassen. Krankenhäuser sind teuer, welch ein Segen, hier noch durch Verkauf vielleicht über das nächste Krisenjahr kommen zu können.

Natürlich wird die Rentabilität der Kliniken hauptsächlich über die Personalkostenreduzierung hergestellt. Haustarife ersetzen die Bundesangestelltentarife und für das übernommene Personal gilt „friß, Vogel, oder stirb!“

Junge Ärzte haben aber kaum noch eine Wahl. Das Führen einer eigenen Praxis wird ihnen immer schwerer gemacht. Ambulante Behandlung wird immer schlechter bezahlt, die Investition in die notwendigen Geräte für eine moderne Praxis ist exorbitant hoch. Das Risiko der Selbständigkeit für einen jungen Arzt ist fast nicht zumutbar. Mehrere Gesundheitsreformen haben die Bedingungen für Ärzte mit eigener Praxis systematisch verschlechtert. Die Möglichkeit, sich als Einzelunternehmen Arztpraxis eine Existenz aufbauen zu können, sind immer weiter geschrumpft. Gleichzeitig wird immer noch das Bild des Großverdieners in der Öffentlichkeit gepflegt. Als sich 2008 von 8.000 Hausärzten in Deutschland 7.000 zu einer Protestveranstaltung in Nürnberg zusammentaten, war das den Medien keine Meldung wert.

Die Gründung der sogenannten „Medizinischen Versorgungszentren“ wird mit allen Mitteln gefördert. Es senke die Kosten, heißt es, und bedeute kürzere Wege für die Patienten. Synergie-Effekte werden angepriesen, Vernetzung und Qualitätssteigerung durch zuverlässige Normen. Eigentlich das ganze Vokabular, was auch schon in den Texten des „Codex Alimentarius“ aufscheint.

Ein schönes Beispiel für Synergien ist, dass Fresenius gleichzeitig auch der weltweit führende Hersteller für Dialyseprodukte ist.

Hier erobern Krankenhauskonzerne nach und nach eine Monopolstellung in der Region, über die sie die Preise der Gesundheitsversorgung diktieren können, und der Patient/Bürger ist in seiner Versorgung alternativlos auf das „Angebot“ des jeweiligen Konzerns angewiesen. Er kann auch keine zweite, unabhängige Meinung so ohne weiteres einholen. Er kann keine unterschiedlichen Behandlungsmethoden abwägen oder aussuchen. Das Recht auf freie Arztwahl ist damit de facto abgeschafft.

Die Kommunalpolitiker sind froh, solche Kostenberge im Haushalt los zu sein. Es klingt ja auch alles ganz wunderbar, was die Krankenhauskonzerne so verlautbaren, und wirklich lesen tut ja von den Entscheidern aus der Politikriege das Kleingedruckte sowieso keiner. Das hat sich in der Wirtschaftskrise seit 2008 bereits mehrfach herausgestellt. In Cross-Border-Geschäften haben deutsche Kommunalpolitiker beispielsweise die Wassernetze einer ganzen Region an US-Unternehmen verkauft und zurückgemietet … wobei ihnen die Vertragsbedingungen und Konsequenzen überhaupt nicht klar waren.

Wer also steckt hinter diesem umfassenden strategischen Umbau unseres Gesundheitssystems in profitable Medizin-Großfabriken, in denen der Patient keine Persönlichkeit, kein freier Mensch mehr ist, sondern ein industrieller Wertschöpfungsfaktor? Wer plant denn die Übernahme des Kernbereiches einer staatlichen Solidargemeinschaft für Gesundheit und Leben?

Es sind hauptsächlich nur ein paar wenige Personen. Sie heißen Liz Mohn, Ehefrau des verstorbenen Bertelsmann-Bosses Reinhard Mohn und Friede Springer, und sind sehr sympathische und sozial engagierte Menschen. Die Familie Mohn besitzt die Bertelsmann AG und die Bertelsmann Stiftung. Letztere ist gemeinnützig, erstere macht bei einem Konzernumsatz von über 17 Milliarden Euro Gewinne von etwa 10 Milliarden Euro pro Jahr. Die Bertelsmann AG besitzt die RTL-Gruppe, den Gruner+Jahr-Verlag und die international agierende Arvato. Und alle die gehören letztendlich der Familie Mohn.

Und Frau Mohn sitzt beispielsweise im Aufsichtsrat der Rhön-Kliniken, ihre Tochter Brigitte Mohn ist z. B. Vorstandsvorsitzende der Stiftung „Deutsche Schlaganfall-Hilfe“ und innerhalb der Bertelsmann-Stiftung Leiterin „Gesundheit“. Sie selbst ist seit 2006 Eigentümerin eines Aktienpaketes der Rhön-Kliniken.

Ihre Freundin, Frieda Springer, ist Eigentümerin des größten Teils des Springerkonzerns.

Und Frau Merkel ist eine Freundin von allen Dreien.

„Die Stiftung ist eine politische Organisation, die 2002 zur Beeinflussung der Gesellschaft rund 63 Mio. € ausgab. So organisiert die Stiftung „Transatlantische Strategiegruppen“, an deren Beratungen hochrangige Leute teilnehmen, u.a.: der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, der Hohe Repräsentant für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU, Javier Solana, und der Vorstand der Allianz AG, Dr. Paul Achleitner. Im Ergebnis empfehlen diese „Strategiegruppen“ die Aufrüstung der EU, damit die EU mit den USA als Weltpolizei gleichziehen kann“, schreibt die Internetseite www.ungesundleben.org zur Bertelsmann-Stiftung. Und auf der Seite der Initiative LobbyControl werden die Zusammenhänge zwischen Bertelsmann und der Bundeszentrale fürgesundheitliche Aufklärung erläutert: „Gemeinsam mit dem Bundesgesundheitsministerium und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) verleiht die Bertelsmann-Stiftung den Deutschen Präventionspreis. Dieser richtet sich an alle Akteure aus dem Sozial- und Gesundheitswesen, die Maßnahmen im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention initiieren, finanzieren oder durchführen“. Schirmherrin ist Ex-Gesundheitsministerin Schmidt. Die Direktorin der BZgA, Elisabeth Pott, sitzt gleichzeitig im Kuratorium der Bertelsmann Stiftung.“

 

Teil 1 ist hier zu lesen
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https://dieunbestechlichen.com/2017/07/die-artgerechte-haltung-des-menschen-teil-2/
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Quelle:

Die Unbestechlichen

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