0 Die Bestie in uns, warum sie so gerne gehorcht und wie man sie dressiert (Video) | connectiv.events
Seite auswählen

Es ist unglaublich, was Menschen einander antun können. Aber grausam sein zu dürfen, scheint den Menschen auch zu faszinieren. Die Verbrennung von Avvakum, Bildquelle: Wikipedia, staatliches Museum für Religionsgeschichte, Moskau, gemeinfrei

Die Bestie in uns, warum sie so gerne gehorcht und wie man sie dressiert (Video)

13. März 2019 | Bewusstsein | Spiritualität | Familie | Soziales | Geschichte | Kriege | Revolutionen | Psychologie | Gesellschaft | Wissenschaft | Forschung | connectiv.events

Die bekannte Bloggerin Jasinna hat in ihrer scheinbar harmlos-fragenden, tiefgründigen Art ein Thema angefasst, das gerade heute von wieder hoher Brisanz ist. Gewalttätigkeit und Grausamkeit der Menschen untereinander nimmt im erschreckenden Maße zu, genau wie die allgemeine Politik- und Medien-Propaganda, die einerseits diese schlimme Entwicklung herbeiführt und aufpeitscht, andererseits sie aber nutzt und in ihrem Interesse lenkt.

Dabei bezieht Jasinna sich auf sehr berühmte, wissenschaftliche Experimente, deren Ergebnisse dem ach so guten Menschen, dem Homo Sapiens die Maske herunterreißen  – und die für die Versuchsleiter ebenso erhellend, wie erschreckend waren. Dabei waren die Teilnehmer alle ganz normale, nette Menschen von nebenan …

 

 

Das Milgram-Experiment

Eines der bekanntesten, aber auch sowohl aus ethischen als auch aus versuchstechnischen Gründen umstrittensten Experimente der Psychologie ist das sogenannte Milgram-Experiment. Die Frage, die der Sozialpsychologe Stanley Milgram in den 60er Jahren beantworten wollte, bezog sich auf die Bereitschaft ganz normaler Menschen, sich einer Autorität zu beugen und offensichtlich „unmenschliche“ Anordnungen zu befolgen. Die Motivation für diese Experimentalreihe lieferten die Ereignisse des 2. Weltkriegs. Wieso waren unter dem NS-Regime so viele Menschen bereit, sich in den Dienst der Tötungsmaschinerie der Nazis zu stellen? Oder bei Hexenprozessen im späten Mittellalter wehrlose, unschuldige Frauen (und Männer) zu Tode zu foltern, zu ertränken und zu verbrennen? Wie konnten in China und Kambodscha Zig-Millionen von ihren Landsleuten, Freunden und Nachbarn grrausam abgeschlachtet werden um einer Ideologie willen? Und könnte es sein, dass auch wir heute wieder so weit kommen könnten?

Lag es an einem grundsätzlichen Charakterfehler dieser Menschen oder gibt es Situationen und Umstände, unter denen möglicherweise jeder in der Lage wäre, andere Menschen zu quälen und zu töten? Wie kommt es. dass Menschen auf Befehl einer Autorität ihr Gewissen, ihr Mitgefühl und ihre Verantwortung für ihr Tun vollkommen ausblenden und bereit sind, ihre Mitmenschen bis auf’s Äußerste zu quälen?
EInzelheiten und mehr Informationen zu diesem Experiment gibt es hier.

Das Stanford Prison Experiment

Der Wissenschaftler Philip Zimbardo und seinem Wissenschaftsteam schalteten Zeitungsannoncen, um Freiwillige für das Experiment zu finden. Es meldeten sich darauf mehr als 70 Studenten, die ihre Teilnahmebereitschaft signalisierten. Nach diversen Persönlichkeitstests wählte man schließlich 24 von ihnen aus. Kriterium für ihre Auswahl war eine gewisse „Durchschnittlichkeit“ und „Normalität“, also keine Personen mit extremen Charakterzügen.

Die Testpersonen wurden dann in Gefangene und Wärter aufgeteilt. Die Gefangenen wurden nach einigen Tagen wegen angeblichen Raubes von echten Polizisten verhaftet und zur Polizeiwache verbracht. Von dort wurden sie anschließend mit verbundenen Augen zum Stanford-Institut weitertransportiert, wo sie dann in speziell hergerichtete Zellen gesperrt wurden. Es handelte sich dabei um drei Zellen im Kellertrakt des Gebäudes. Man versah die Türen extra mit Gittern, damit diese einem realen Gefängnis ähnlich waren. Zudem stellte der angrenzende Flur den Gefängnishof dar. Die kompletten Örtlichkeiten wurden per Videoüberwachung gefilmt. Die Gefängnisregeln, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen, sollten die Wärter nun eigenverantwortlich bestimmen. Da hatten sie vollkommende Handlungsfreiheit. Für die Gefangenen gab es Dreierzellen, die räumlich sehr eng waren und gerade mal Platz für die drei Liegen hergaben.

 

 

Nach drei Tagen geriet das Experiment langsam außer Kontrolle. Die Wärter zeigten sadistische Züge und die Gefangenen waren an ihrer psychischen Stressgrenze angelangt (wenn nicht sogar bereits darüber hinaus). Vor allem zur Nachtzeit neigten die Wärter zu Gewalthandlungen, da sie die Kameras nicht mehr wahrnahmen. Konkret mussten mehrere Misshandlungsversuche unterbunden werden. Da die Versuchsleiter nun ihre eigene Objektivität in Frage stellten und mit dem Schutz der Gefangenen zu stark beschäftigt waren, entschloss man sich, das Experiment nach sechs Tagen am 20. August 1971 abzubrechen.

Wohlgemerkt: Sowohl die „Wärter“ als auch die „Gefangenen“ wussten, dass es ein Test war, dass die Gefangenen unschuldige Leute waren, dass die Rollen auch genausogut andersherum hätten verteilt werden können. Und trotzdem handelten die Wärter menschenverachtend, grausam und brutal und spielten ihre Macht aus.

Einzelheiten und mehr Informationen gibt es hier.

Jasinna geht hier auch der Frage nach, welche Mechanismen hinter diesem Verhalten stecken und warum Menschen oft nicht anders können. Was „Sicherheit in der Masse“ bedeutet. Dass es aber auch immer Anführer gibt und geben muss, denen die Masse dann ergeben folgt – weil sie das auch will. Eine sehr spannende Dokumentation, über die man gründlich nachdenken sollte, wie auch über sich selbst.

 

Die Folterung des Cuauthémoc, Leandro Izaguirre (1867 – 1941), mexikanischer Maler, Öl auf Leinwand. „Landender Adler“; * 1495 oder 1502; † 28. Februar 1525 in Itzamkanac) war der letzte aztekische Herrscher von Tenochtitlán. Er war der Sohn von Auítzotl und damit Vetter sowohl von Moctezuma II. als auch seines direkten Vorgängers Cuitláuac. Cuauhtémoc leistete kompromisslosen Widerstand gegen Hernán Cortés und verteidigte Tenochtitlán bis zuletzt. Kurz vor dem Fall der Stadt wurde er am 13. August 1521 jedoch bei einem Fluchtversuch auf einem Boot enttarnt und gefangen genommen. Einige Zeit behandelte Cortés seinen Widersacher als Gefangenen in allen Ehren und bezeichnete ihn als Herrscher der Azteken. Dann aber ließ er Cuauhtémoc und Tetlepanquetzaltzin, den mitgefangenen Herrscher von Tlacopan, foltern, um zu erfahren, wo die vermuteten Goldschätze zu finden seien.

 

Verwendete Literatur/Quellen:

http://www.stangl-taller.at/TESTEXPERIMENT/experimentbspmilgram.html

Stangl, W. (2018). Milgram Experiment. [werner stangl]s test & experiment.
http://www.stangl-taller.at/TESTEXPERIMENT/experimentbspmilgram.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Stanford-Prison-Experiment

http://www.stanford-prison-experiment.de/ablauf.shtml

 

________________________________________________________________________

Die Plattform von connectiv.events bietet Dir vielfältige und effektive Möglichkeiten, Dich, Deine Arbeit und/oder Dein Unternehmen bei einem thematisch breitgefächerten Publikum vorzustellen. Die Bekanntheit und auch die Beliebtheit von connectiv.events wächst von Tag zu Tag.

Im digitalen Zeitalter ist es besonders wichtig, einander real zu begegnen. Die Gelegenheit dazu hast Du bei unseren Events. Eine Termin-Übersicht findest Du im Event-Kalender.
Abonniere doch gleich unseren Youtube-Kanal. Damit unterstützt Du unseren Bekanntheitsgrad und verpasst keine neuen Produktionen mit spannenden Themen und Gästen.
Verpasse auch keine Informationen über kommende Events, sowie interessante Artikel, Beiträge und Menschen und melde Dich ebenfalls für unseren Newsletter an.
Wir entwickeln unsere Plattform ständig weiter und wünschen Dir viel Freude beim Stöbern auf connectiv.events

_________________________________________________________________________

Weiter lesen auf:

https://www.bitchute.com/video/WzoG5T62H5ab/
Bildredakteur:

Niki Vogt connectiv.event

Textredakteur:

Zentrum für neuroregenerative Medizin YouTube Unser Planet Thomas Röper sternenlichterblog2 Rainer Taufertshöfer Pravda TV Peter Andres Niki Vogt NachdenkSeiten Jasinna Impfen nein Danke Dr. Reinhard Kobelt Dr. med. Maria Iliadou-Maubach Daniel Prinz connectiv.events Anna Maria August

Quelle:

connectiv.events

WP Facebook Auto Publish Powered By : XYZScripts.com

Pin It on Pinterest

Share This