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Die EU zerbröselt: Fast die Hälfte aller Schweden und Dänen wollen eine „Nordische Union“ – statt EU!

3. August 2018 | Autarkie | Freies Leben | Politik | Geo-Politik | Die Unbestechlichen

Die linksgerichtete norwegische Onlinezeitung „Klassekampen“ (Klassenkampf) veröffentlichte am 27. Juli einen kurzen, aber explosiven Artikel. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes „Sentio“ unter jeweils 1000 Leuten in jedem Land zufolge, votierten in Schweden 47% und in Dänemark 45% der Befragten für eine Nordische Föderation aus Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden anstelle einer Mitgliedschaft in der EU.

Die ebenfalls befragten Norweger wollten nur zu 31% eine nordische Föderation, nur 10% würden gern Mitglied der EU sein und 52% bleiben doch lieber beim gegenwärtigen Modell des EWR (Europäischer Wirtschaftsraum). Dieses Votum der beiden Länder doch recht eindeutig. Die Partei der Schwedendemokraten fordert bereits eine Volksabstimmung über den Verbleib Schwedens in der EU und nach Einschätzung vieler in Schweden könnte dieses Referendum sehr wohl gegen die EU ausgehen.

 

 

Über die Gründe muss nicht spekuliert werden, die wurden bei der Erhebung gleich mit abgefragt: Die Schweden und Dänen sind seit 2015 durch die „massive Migrationskrise“ in ihren Ländern mit den Konsequenzen der hohen Zahl an Zuwanderern aus völlig anderen Kultursphären konfrontiert. Beide Länder waren bis vor drei Jahren sehr links-sozialistisch und weltoffen. Schweden war geradezu das Vorzeigeland, was Willkommenskultur und Offenheit gegenüber Zuwanderern betraf. Das hat sich mit der stark beeinträchtigten öffentlichen Sicherheit, dem Anstieg der Kriminalität und Gewalt und insbesondere mit der in beiden Ländern bis dato völlig unbekannten sexuellen Gewalt drastisch geändert. Zusätzlich erodieren die Sozialsysteme und die schwedische und dänische Bevölkerung befürchtet, dass die Errungenschaften ihrer vorbildlichen Sozialen Netze, ja der gesamte Wohlfahrtsstaat in wenigen Jahren wegen Überbeanspruchung vollkommen zusammenbrechen wird.

Im bisher linken Schweden haben die rechtsgerichteten „Schwedendemokraten“ einen schwindelerregenden Aufschwung verzeichnet. Letzte Umfragen ergaben eine Zustimmung von 20 Prozent und die Partei könnte aus der Wahl am 9. September sogar als Sieger hervorgehen. Die schwedische Regierung verschärfte die Asylbedingungen und senkte die finanzielle Unterstützung für die Einwanderer, was aber bisher weder die Schweden, noch die Zuwanderer wirklich beeindruckt. Die EU-Verdrossenheit steigt ständig, und viele Schweden machen Deutschland unter Kanzlerin Angela Merkel für das Desaster verantwortlich.

 

 

In Dänemark hat die rechtsliberale Regierung einen ziemlich scharfen Schwenk vollzogen. Auch die Geduld und Toleranz eines gutmütigen Völkchens, wie der Dänen, hat ihre Grenzen. Innerhalb der letzten vier Jahre wurden 73 Gesetzesverschärfungen bei der Einwanderungs- und Asylpolitik beschlossen. Dänemark setzt jetzt auf Abschreckung von Migranten und gestaltet den Aufenthalt für Zuwanderer so „unattraktiv, wie möglich“. Besonders Ausländerviertel stehen im Fokus und werden ganz politisch unkorrekt „Ghettos“ genannt, in denen Kriminalität ganz besonders hart bestraft wird. Wäre noch vor zehn Jahren die Reaktion der Dänen auf diese drakonischen Maßnahmen ein empörter Aufschrei gewesen und die Rassismuskeule ausgepackt worden, schweigen heute selbst die Linken still und sehr vielen Dänen gehen diese Maßnahmen noch lange nicht weit genug.

Merkels „freundliches Gesicht“ an sperrangelweit offenen, europäischen Grenzen erweist sich mehr und mehr als Sprengsatz für Europa. Die Nordländer sind nicht die einzigen, deren Sympathien für die EU sehr erkaltet sind. Auch die Süd-Ostflanke bröckelt gewaltig. Die Visegrád-Staaten denken bereits heftig darüber nach, eine eigene Formation zu bilden und der EU den Rücken zuzukehren.

Großbritannien ist schon so gut wie draußen. Italien zeigt wachsenden Missmut und auch dort haben so genannte „Populisten“ das Ruder übernommen und fahren einen stramm nationalen Kurs. Die EU zerbröselt zusehends.

 

 

Die Sympathien der Nordländer für eine Nordische Föderation sind nicht ganz neu. Schon 2014 kam die Idee auf, und bereits damals, als es darum ging, ob Schottland im Vereinigten Königreich bleiben soll oder nicht, wurde die Kampagne zum Referendum sowohl von den Unionisten, die Schottland in Großbritannien behalten wollten, als auch von der schottischen Unabhängigkeitsbewegung mit aller Kraft geführt. Die Unionisten malten Schreckensgemälde eines einsamen, kleinen, verarmenden Schottlands, wogegen die Unabhängigkeitsbewegung einen Joker aus dem Ärmel holte: Schottland können sich sehr wohl einer weitaus sympathischeren Gemeinschaft anschließen, nämlich dem nordischen Rat. Der Nordische Rat wurde bereits 1952 gegründet und bestand aus Abgeordneten der Parlamente der nordischen Länder. Mitglieder sind Dänemark, Finnland, Island, Schweden, Norwegen, die Färöer, Grönland und Åland. Es ist ein Interregierungsforum. Nun, das Referendum ging damals zugunsten eines Verbleibs in Großbritannien aus.

Doch die Dinge entwickeln sich zu Zeit schnell. Die Uhr für die EU tickt laut, die Unzufriedenheit wächst, die Probleme noch schneller und es ist weit und breit keine vertrauenerweckende Figur mit einer vertrauensbildenden Lösung zu sehen. Die bisherigen Anführer der großen Sache „EU“ sind irgendwie in irgendwelchen Ritzen verschwunden, wie Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, von der man nichts mehr sieht und nichts mehr hört, nicht einmal einen Nachfolger. Frankreichs Präsident und jugendfrischer Schönling Emanuel Macron hat öffentlich vor den kriminellen Einwanderer-Banlieus kapituliert und macht nur noch durch seine degoutante, homoerotischen Romanze mit seinem prügelnden Leibwächter von sich reden, während der Berufs-Obereuropäer, Herr EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sich selig dem Ischias hingibt, nicht mehr gerade laufen kann und jeden abbusselt oder wahlweise abwatscht, der nicht bei drei auf dem Baum ist.

Es dauert nicht mehr lang, so scheint’s und die EU hat fertig.

 

 

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Quelle:

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