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DIE SELBSTERNANNTEN CYBER-SCHARFRICHTER: PSIRAM – RUHRBARONE – WIKIPEDIA

11. November 2017 | Psychologie | Gesellschaft | Die Unbestechlichen

Offen gestanden, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass, hätte „das Establishment“ geahnt, was die Erfindung „Internet“ an Möglichkeiten für jeden Einzelnen eröffnet, die Sache ganz anders abgelaufen wäre. Bis zum Siegeszug des World Wide Web musste jeder, der bestimmte Dinge, Gedanken, Waren, Dienstleistungen, Systemkritik, Theorien, Meinungen, Nachrichten und Botschaften in die Welt schicken wollte, relativ aufwendig ein Verbreitungsmedium benutzen oder gründen und finanzieren. Vom Flugblatt über eine Zeitung, ein Magazin, ein Buch – bis hin zum Fernsehfilm oder zur Radiosendung, von Stammtischen in der Kneipe über Veranstaltungen, Demos oder hallenfüllenden Kundgebungen – es war viel Aufwand, kostete Geld und konnte, wenn sich trotz aller Investitionen kein Erfolg zeigte, auch ruinös sein. Das Internet dagegen bietet für jeden, der Zugang hat die Möglichkeit, sich und sein Anliegen zu verbreiten. Er kann Millionen erreichen, ohne große Investitionen. Und damit hat sich „Das System“ etwas eingehandelt, das es kaum wieder los wird.

Das Establishment aus Politik und Industrie reagiert auf unliebsame Strömungen auf eigene Art. Zum Beispiel mit Shadowbans, Hate-Speech-Abstrafung, Zensur, Internet-Trollen auf einzelne Blogger oder Seiten. Schwieriger wird es bei ganzen Strömungen, bei denen es nichts nützt, Einzelne herauszupicken. Hier kommt nicht die Sniper-Methode in Betracht, sondern breitflächiges Bombardement. Und damit es nicht offen nach nordkoreanischer Zensur aussieht, als Psyop.

Dazu geeignet sind Internet-Trolle, die in Foren Stimmung machen oder ganze Foren durch bewusst unmögliche Posts, wie Antisemitisches, Rassistisches, Neonazigeblöke zu sprengen. Oder gut durchorchestrierte Rufmordkampagnen zu etablieren, die eine ganze Denkrichtung desavouieren.

Eine der ersten Kampagnen dieser Art war die Erfindung des Wortes „Conspiracy Theory“ (Verschwörungstheorie) im Nachgang zur Ermordung des charismatischen US-Präsidenten John F. Kennedy. Nachdem in der Öffentlichkeit immer lauter Zweifel an der offiziellen Darstellung des Attentats durch die Warren-Kommission laut wurden und etliche Bücher, die sich mit den bekannten Fakten auseinandersetzten und ebenfalls, sauber begründet, Zweifel an der Regierungsversion anmeldeten, fürchtete Langley nicht nur ein grundsätzlich aufkommendes Misstrauen der Bürger gegen den Staat, sondern auch einen schmerzhaften Verlust des Ansehens der CIA. Denn einige stichhaltige Indizien wiesen auf eine Mitwirkung der CIA hin.

Die CIA verfasste draufhin eine Handreichung an ihre Leute und an Behörden und andere Offizielle, wie man mit den „Verschwörungstheoretikern“ und ihren „Verschwörungstheorien“ und deren Argumenten umzugehen habe. Diese Handreichung ist unter der Bezeichnung CIA-Document 1035-960 mehrfach im Netz zu finden: cia-1035-960
Eine deutsche Übersetzung des Dokuments ist hier zu finden.

Dieser Begriff ist vom Establishment seither gegen alle Zweifler und Rechercheure benutzt worden. In dem Wort schwingt der Eindruck des lächerlichen, irrationalen Zusammenphantasierens von Zusammenhängen mit. Spinner eben. Der psychotisierende Begriff „Verschwörungstheorie“ wirkt.

Interessanterweise ist es heute Allgemeingut, dass die offiziellen Ergebnisse der Warren-Kommission unwahr sind. In den USA glaubt kaum jemand noch an diese Version. Ähnlich verhält es sich mit den Anschlägen von 9-11.

Das Mittel der Rufmordkampagnen erfreut sich auch heute großer Nachfrage aus interessierten Kreisen. Es gibt einiges an Internetseiten, die sich auf das Beobachten, Unglaubwürdigmachen und Zerstören von Webauftritten, Initiativen, Autoren … schlicht auf alles, was vom Mainstream abweicht, spezialisiert haben. Es gibt verschiedene solcher Gesinnungspranger.

Einer der bekanntesten ist Wikipedia. So lange es um das Liebesleben der tibetanische Wanderameise geht, der Bauweise von Holzrohrflöten im 13 Jahrhundert oder den Aufbau des Samenkorns der westbengalischen Wüstengänseblume ist das alles wunderbar. Sobald es aber irgendwie um Mainstream-inkompatible Themen politischer, weltanschaulicher, historischer oder medizinischer Art geht – oder um Personen, deren Aussagen im Gegensatz zum Mainstream stehen, wird dort massiv gemobbt. Es werden regelrecht böswillige, die Fakten grob verzerrende Beiträge eingestellt. Versucht der Betreffende, sich dagegen zu wehren, hat er keine Chance. Versucht man, die unfairen Einträge zu ändern, wird man gesperrt.

Sehr interessant sind die Verflechtungen zwischen den Denunziationsseiten. Wikipedia als weit bekanntes, im Mainstream weitgehend anerkanntes Nachschlagewerk ist das seriös wirkende Flaggschiff. Von hier aus wird insbesondere ein Blog, den man allgemein überhaupt nicht kennt, aus nicht nachvollziehbaren Gründen ständig zitiert, die „Ruhrbarone“. Über 500 mal bezieht sich Wikipedia im Zusammenhang mit Verschwörungstheorien und im Mainstream missliebige Meinungen und Strömungen auf diesen Denunziantenblog, kein anderer Blog wird so oft als Quelle benannt. Zum Vergleich: spiegel.de schafft es nur auf über 40 Zitate bei Wikipedia. (Quelle: Google) Ein Check bei Alexa Ranking offenbart, dass die Beliebtheit dieser Seite in auffälligem Missverhältnis zu ihrer Bedeutung bei Wikipedia steht. Offenbar sind auch die mäßigen Zugriffe auf die Seite fast ausschließlich der exzessiven Wikipedia-Zitiererei geschuldet. Dabei führt Wikepedia normalerweise kaum Internetblogs als Quelle an. Laut den strengen Regeln gilt „Relevanz“ als Kriterium. Wie kommt es dann, dass ein unbedeutender Blog wie die Ruhrbarone unerreichte 500 mal bei Wikipedia zitiert wird?

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Quelle:

Die Unbestechlichen

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