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Die Verkäufe von Kassetten steigen stark an — das hat einen erstaunlichen Grund

10. Mai 2018 | Psychologie | Gesellschaft | Business Insider

Was ist denn in den Vereinigten Staaten mit den Kassettenverkäufen los? 2016 stiegen die Verkäufe dort um satte 74 Prozent an. 129.000 Stück wurden über Ladentheken gereicht und im Netz verkauft. Lange nachdem sie von CDs und MP3s verdrängt wurden, halten sich Kassetten immer noch hartnäckig als Teil des dortigen Marktes. Moment mal, Kassetten?

Das waren doch die Plastikkartuschen mit ellenlangen, feinen Metall- oder Chromdioxidbändern, die der Elektromulti Philips 1963 auf den Markt warf. Darauf ließen sich — für heutige Zeiten — zumeist unglaubliche 90 bis 110 Minuten Musik speichern. Preis dafür: drei Euro. Doch wehe, das Band verhedderte sich im Tapedeck. Oder der sorgfältige Musikmix gefiel der Angebeteten nicht. Und sicher, es gibt auch bei uns noch Menschen, die mit ihrem schmucken Golf 3 unterwegs sind — und die im Jahr 1988 festgefroren zu sein scheinen. Sie schwören auf den  manchmal arg leiernden Sound ihrer TDK SA 90 Tapes.

„Prison Tapes“: Insassen in US-Gefängnissen benötigen Kassetten

Doch es gibt eine viel größere und überraschende Gruppe von Menschen, die in den USA für das Fortbestehen des Kassettenbandes verantwortlich ist — Gefängnisinsassen.

Blicken wir auf die Zahlen: Mit mehr als zwei Millionen Insassen lebt dort weltweit der höchste Anteil der Bevölkerung hinter Gittern. Und für diese kaum sichtbare Gruppe ist das Kassettenband die einzige Möglichkeit, Musik zu hören. Denn die dort herrschenden Regeln sind streng. CDs sind verboten, weil die sich leicht zu einer Waffe umbasteln lassen. Sagt das Gesetz. Das gilt auch für Schallplatten. Immerhin sind MP3-Player erlaubt, aber ohne WLAN wird das nichts — und ist sinnlos.

So kam das kristallklare, schraubenlose — und per Schall geschweißte — „Prison Tape“ im US-System nie aus der Mode. Die Frage lautet: Wer stellt die Tonträger her? Die Antwort: mehr Firmen, als wir glauben. Eine davon nennt sich „National Audio Company“. Dort laufen pro Tag 100.000 Kassetten vom Band. „Music 4 Inmates By Mail“ ist ein Service, der die vom Nutzer gewünschten Inhalte auf von der Justizvollzugsanstalt genehmigte Bänder aufzeichnet und per Post direkt an den Gefangenen verschickt.

Der Anbieter „Inmate Jukebox“ bewirbt die Tonträger auf seiner Webseite sogar mit dem frechen Slogan: „Beschäftigte Häftlinge sind gut erzogene Häftlinge.“ Kassetten werden aus der Not heraus gekauft. Dabei findet sich ein Repertoire aus Klassikern bis hin zu Ed Sheeran für 12,50 US-Dollar. Oder Adele und Tupac. Dennoch ist es wohl eine leichte Übertreibung, Gefangene als „größte“ Gruppe von Kassetten-Konsumenten zu benennen.

In Deutschland sind auch CDs und DVDs im Gefängnis erlaubt

Und bei uns in Deutschland? Wie steht es um die Kassette im Gefängnis? „In unserer Anstalt sind CDs und DVDs erlaubt soweit diese originalverpackt durch einen inländisch zugelassenen Händler übersandt wurden“, sagt Jens Banaszak, stellvertretender Leiter der Justizvollzugsanstalt Düsseldorf. „Kassetten kennen die meisten Gefangenen nicht mehr und sind ebenso wie MP3-Dateien — in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Regelungen — aus Sicherheitsgründen, also wegen der Aufnahmefunktion, ausgeschlossen.“

In der Hausordnung der JVA Tegel in Berlin heißt es zum Thema: „Datenspeicher, die Sie unerlaubt in Ihrem Besitz haben, können Informationen enthalten, die Kenntnisse über Sicherheitsvorkehrungen der Anstalt vermitteln (§ 83 Absatz 4 StVollzG). Werden bei Ihnen nicht erlaubte Datenspeicher in Form von CDs und DVDs aufgefunden, so werden diese zu Ihrer Habe bei der Hauskammer genommen.“ Das klingt hart.

Kassetten brachten der Industrie 2017 noch eine Million Euro Umsatz

Auch Sigrid Herrenbrück kennt die Antworten auf die Fragen, wie es um das Tape bestellt ist. Die Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim „Bundesverband Musikindustrie“ sagt: „MCs sind im Gesamtmarkt weiterhin rückläufig. Von einer Renaissance kann man derzeit nicht sprechen.“ Gut eine Million Euro wurde mit ihnen im vergangenen Jahr umgesetzt. 2008 verkaufte die Industrie noch 4,5 Millionen Kassetten, was einen Umsatz von 21 Millionen Euro brachte.

Was bringt die Zukunft? In einigen US-Gefängnissen bewegt man sich jetzt bedächtig in die digitale Gegenwart, in dem Häftlingen MP3-Player erlaubt werden. Dann müsste nur noch WLAN folgen.

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Quelle:

Business Insider

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