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Die WHO erkennt an, dass CBD weder süchtig macht noch gesundheitsschädlich ist und zudem therapeutische Eigenschaften besitzt

8. Januar 2018 | Gesundheit | Ernährung | Medizin | Wissenschaft | Forschung | Dinafem

Das alte Jahr verabschiedete sich mit einem echten CBD-Paukenschlag. 2017 drehten sich einige der wichtigsten Versammlungen internationaler Organisationen um das Cannabinoid, das bis zur Forschungsarbeit von Dr. Raphael Mechoulam völlig im Verborgenen geblieben war. Seinen klarsten Triumph aber feiert Cannabidiol mit der Veröffentlichung eines Berichts der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der bestätigt, dass CBD nicht süchtig macht, „keine signifikative psychoaktive oder kardiovaskuläre Wirkung besitzt“ und kein individuelles oder gesellschaftliches Risiko darstellt, jedoch „vielversprechenden therapeutischen Nutzen“ bietet. In diesem Post sehen wir uns den Bericht der WHO, der für die Geschichte des Marihuanas einen echten Meilenstein bildet, etwas genauer an.

OMS_EN/DE

Das Drogensucht-Expertenteam der Weltgesundheitsorganisation traf sich zur Analyse der CBDFrage vom 6. bis 10. November in Genf (Schweiz). Mitte Dezember hat die Organisation einen dreiseitigen Bericht veröffentlicht, der die Schlussfolgerungen der professionellen Cannabidiol-Experten widerspiegelt. Wir fassen die Untersuchung sowie das Fazit des Ausschusses Punkt für Punkt für euch zusammen, möchten aber zuerst noch einmal auf die letzte (und deshalb nicht etwa unwichtigste) Schlussfolgerung verweisen. Dieser vierte Absatz erkennt nicht nur das Potenzial von CBD zur Behandlung von Epilepsie und anderen Krankheiten an, sondern erinnert auch daran, dass CBDnicht in den Internationalen Konventionen zur Drogenkontrolle der Vereinten Nationen von 1961, 1971 oder 1988 aufgeführt ist“. Mit anderen Worten: Die Vereinten Nationen sehen das Marihuana-Cannabinoid nicht als Droge an. Dieser Bericht der Weltgesundheitsorganisation stellt einen wichtigen Schritt für medizinisches Cannabis dar, denn er ebnet den Weg für neue Forschung im Bereich des therapeutischen Potenzials von CBD.

CBD-Analyse durch Experten: Zusammenfassung

1. CBD macht weder süchtig noch ist es gesundheitsschädlich

  • Im ersten Abschnitt des Berichts wird dargelegt, dass Tierversuche nur wenige Hinweise auf ein mögliches Suchtpotenzial von CBD bieten.
  • Was das Missbrauchspotenzial des Cannabinoids betrifft, wurden bei Intracranial self stimulation-Experimenten (ICCS, zu Deutsch „intrakraniale Selbstreizung“) an Ratten keine schädlichen Folgen, sprich kein Missbrauchspotenzial festgestellt.
  • Nach medizinischen Studien am Menschen kam man zur Schlussfolgerung, dass CBD die gleiche Suchtwirkung ausübt wie Placebo und alleine keinen signifikativen psychoaktiven oder kardiovaskulären Effekt besitzt. Außerdem wird gefolgert, dass der CBD-Missbrauch keinerlei negative Folgen hat.

 

2. CBD ist gesellschaftlich nicht bedenklich

  • Der zweite Abschnitt des WHO-Berichts erklärt, man habe keine Risiken für die öffentliche Gesundheit feststellen können.

3. CBD besitzt medizinisches Potenzial

4. Wirkung von CBD

  • Nach bisherigen Hinweisen, schließt der WHO-Bericht, wirke CBD nicht psychoaktiv, mache nicht süchtig und besitze überdies vielversprechende therapeutische Nutzungsmöglichkeiten. Eine Weiterführung der Forschung sei daher zu empfehlen.

Ganzen Bericht lesen

CBD, das Cannabinoid, das Marihuana legal macht

Innerhalb von Europa ist CBD in der Schweiz bereits legal, doch die CBD-Welle erfasst nach und nach auch die ganze Welt. So hat die Welt-Anti-Doping-Agentur das Cannabinoid erst kürzlich von seiner Verbotsliste genommen und damit ab 2018 den Marihuana-Konsum für professionelle Sportler zugelassen. Marihuana verschwindet also – zumindest in seiner THC-freien Form – tatsächlich von den Verbotslisten der internationalen Organisationen.

Was ist CBD?

CBD ist Bestandteil einiger, aber nicht aller Cannabissorten. Im Gegensatz zu THC, dem wohl bekanntesten Cannabinoid, ist CBD nicht psychoaktiv und außerdem eine Art Gegenspieler des ersteren, d. h. es reduziert dessen Wirkung (Psychoaktivität, trockener Mund, Herzrasen, Verlust des Zeitgefühls). Dieser regulierende Effekt macht CBD hochinteressant, denn durch Marihuanasorten mit unterschiedlichen THC:CBD-Verhältnissen öffnet sich ein ganzes Spektrum neuer Möglichkeiten für den Freizeitkonsum. Zudem besitzt CBD vielfältige medizinische Eigenschaften.

Welche medizinischen Eigenschaften besitzt CBD?

Wie die WHO nun bestätigt hat, handelt es sich bei CBD um einen Stoff mit wenigen bzw. praktisch keinerlei Nebenwirkungen. Statt psychoaktiven Eigenschaften besitzt es jedoch sehr wohl unzählige therapeutische Vorzüge und rückt deshalb zunehmend ins Interesse der Wissenschaft.

  • Krampflösend: Etliche Studien haben aufgezeigt, dass CBD einen effizienten Weg zur Behandlung von Epilepsie darstellen kann, besonders für das Dravet-Syndrom, eine seltene Form der Epilepsie, bei der die Anfälle viel länger dauern und das Hirn immer wieder so stark geschädigt wird, dass es unter extremen Umständen sogar tödliche Folgen haben kann. In einigen Fällen, wie in dem der kleinen Charlotte Figi, war CBD die einzige wirksame Behandlungsmethode, um die Krampfattacken zu stoppen.
  • Muskelrelaxans: Weitere Studien weisen darauf hin, dass die Kombination von THC und CBD spastische Beschwerden lindern kann (Lähmungen und ungewöhnliche Spannung der Muskulatur), die durch Krankheiten wie etwa Multiple Sklerose verursacht werden.
  • Neuroprotektiv: Mehreren Studien zufolge hilft CBD, von akutem und chronischem Nervensterben betroffene Hirnregionen wieder zu aktivieren.
  • Wirksam gegen Stress, Depressionen und psychische Erkrankungen: Wissenschaftliche Studien zeigen außerdem, dass CBD ganz im Gegensatz zum verwandten Cannabinoid THC keineswegs negative psychische Folgen besitzt, sondern vielmehr eine wirksame Waffe zur Behandlung von Psychosen darstellt.

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https://www.dinafem.org/de/blog/who-erkennt-cbd-suchtig-macht-therapeutische/
Bildredakteur:

Niki Vogt

Textredakteur:

Niki Vogt

Quelle:

Dinafem

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