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Ein Dorf ohne Armut und Arbeitslosigkeit: Hausmiete kostet 15€ und jeder verdient 1200€

26. November 2018 | Autarkie | Freies Leben | Bewusstsein | Spiritualität | Kriege | Revolutionen | Politik | Geo-Politik | Wirtschaft | Finanzen | connectiv.events

Spanien leidet immer noch unter der immensen Staatsverschuldung und Wirtschaftskrise. Die Regierung muss ein von der EU und IWF aufgezwungenes Austeritätsprogramm durchziehen. Arbeitsstellen werden massenhaft abgebaut, besonders die jungen Spanier findenkaum Arbeit. Sozialleistungen werden gestrichen. Viele Spanier versinken immertiefer in Armut. Auch in Spanien sieht es genauso aus, wie im Rest Europas: Die wenigen Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer. Die Allgemeinheit muss per Steuern und Abgaben für alles gerade stehen, was die Politik an Fehlern gemacht hat.

 

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Menschen sind findig und wo die Not am größten ist, ist die Rettung am nächsten. EIn spanisches Dorf macht es vor: Marinaleda. Das Dorf ist mit seinen 2.800 EinwohnerInnen im Süden von Andalusien ein Dorf  unter vielen anderen … auf den ersten Blick. Die Region ist arm. etwa 30% der Leute in Andalusien ist erwerbslos. In Andalusien sind 30 % der Menschen erwerbslos, in Marinaleda gibt es nicht einen Arbeitslosen.

Der Grund: Der gesamte Ort ist als Genossenschaft organisiert. Bürgermeister Juan Manuel Sanchez Gordillo, der diese sanfte Revolution gemacht und das Marinaleda gerettet hat, wurde 1979 in den ersten freien Wahlen zum Bürgermeister gewählt – und seither bei jeder Wahl mit überwältigendem Ergebnis wieder. Er hat zusammen mit den Bürgern etwas aufgebaut, das ein einmaliges (gelungenes!) Experiment sein dürfte, über Spanien hinaus. Die Leute von Marinaleda haben gemeinsam einen solidarischen Ort aufgebaut, in dem kein einziger Mensch außer Lohn und Brot ist und jeder in einem eigenen Haus wohnt.

 

 

Bürgermeister Juan Manuel Sanchez Gordillo sagt über sich selbst: „Ich bin Antikapitalist, Pazifist, Öko und Utopist“, sein Markenzeichen ist  ein Palästinensertuch und in seinem Büro hängt ein großes Bild des Revolutionärs Che Guevara.

Die stolze Geschichte des Widerstands

Die wirtschaftliche Struktur des Ortes besteht in Genossenschaften, die alle zusammenarbeiten, um den Menschen einen sicheren Arbeitsplatz und ein gesichertes Einkommen zu verschaffen. Die Geschichte der Genossenschaften ist eine Geschichte des Widerstands, eine Geschichte, die in gerade heute Mut und Hoffnung gibt: Im Jahr 1979 begannen die Dorfbewohner sich zu engagieren, um die landwirtschaftlichen Nutzflächen,  die zu dieser Zeit dem ehemaligen Franco-General El Infantado gehörten, der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Zwölf Jahre lang blockierten die Einwohner von Marinaleda die Villa des Generals, um die Nutzungsrechte für El Humoso, eine 1.200 Hektar große Fläche zu bekommen. Sie blockierten Schienen und Landebahnen auch in umliegenden Städten; sie ließen sich auch nicht  von den MIlitärs des Generals oder diversen Verhaftungen einschüchtern.

 

 

Sie kämpften gemeinsam für ihren Traum von einem Leben ohne Armut, einem Leben in dem alle Menschen gleich sind. Nach zwölf Jahren, 1992, kurz vor der Expo in Sevilla, war es so weit. Die Bezirksverwaltung gab auf, kaufte dem ehemaligen General sein Land ab und stellte es den Bewohnern des Dorfes zur Verfügung. Wenig später gründeten sie die Genossenschaft „El Humoso“, die Oliven, Paprika, Saubohnen und Artischocken anbaut und in der Dosenfabrik des Dorfes abfüllt und verkauft. Die Genossenschaft erwirtschaftet jährlich fünf Millionen Euro und erzielt dabei einen Gewinn von 3% und das, ohne dass Arbeiter entlassen werden mussten oder sonst ein anderer Sozialabbau nötig wurde.

 

Bürgermeister  Juan Manuel Sanchez Gordillo

 

Im Dorf verdient jeder heute noch das gleiche, genau 1.200 Euro. Gordillo, der als Bürgermeister von der Region bezahlt wird und im andalusischen Regionalparlament sitzt, spendet alles, was er über diese 1.200 Euro einnimmt, ebenfalls für die Allgemeinheit. So unterstützt er mit seinen Spende die Genossenschaften, die von diesem Geld und von ihrem Gewinn entweder ihre Produktionsstätten erneuert, ausbaut oder verbessert – oder das Geld an das Dorf weiterleitet.

Ein Haus für 15 Euro

Im nicht weit entfernten, spanischen Sevilla werden jeden Tag vier Familien vor die Tür gesetzt, die durch den Verlust ihres Arbeitsplatzes ihre Mieten nicht mehr zahlen können. In Marinaleda dagegen verliert kein einziger Mensch seine Wohnung, da das Dorf gemeinsam mit der Genossenschaft Wohnraum für alle bezahlbar macht. Was im Dorf angebaut und wie investiert wird, das entscheiden die Stadtversammlung oder die Versammlung der Genossenschaftler, je nach Aufgabenbereich. In Marinaleda entscheiden die Bürger, wann welche Häuser renoviert werden, wie das neue Altersheim finanziert und vor allem, wie viele neue 15-Euro-Häuser gebaut werden.

 

 

Die Häuser erwecken Neid in ganz Spanien, denn sie sind das beste Gegenbeispiel für alle diejenigen, die behaupten, dass der Antikapitalismus Utopie ist. Marinaleda stellt jedem Dorfbewohner und jeder Dorfbewohnerin ein Gratis-Grundstück zur Verfügung. MIttels eines Programmes der andalusischen Regierung wird das Baumaterial bezuschusst, Architekt und Maurer bezahlt die Dorfgemeinschaft. Die restlichen Kosten betragen ca. 50.000 Euro, 100.000 Euro weniger als in den übrigen Gemeinden. Um diesen Betrag abzuzahlen, müssen die Dorfbewohner jeden Monat 15 Euro entrichten. Durch diesen niedrigen Betrag wird sichergestellt, dass kein Mensch in Marinaleda in Armut leben muss und dass die Häuser nicht verkauft, sondern nur vererbt werden. In Marinaleda gilt eine Weisheit, die der Rest der Welt vergessen zu haben scheint: „Wohnen ist ein Menschenrecht und keine Ware, mit der Handel betrieben werden kann.”

Auch wenn es von den Sozialdemokraten im Dorf Kritik am System gibt, es sei zu undemokratisch, obwohl die Dorfbewohner mehr Mitspracherecht haben als in anderen Gemeinden –  ist es ein immenser Fortschritt, wenn die Dorfbewohner über alle wichtigen Schritte mitentscheiden können. Das Resultat: Die meisten Menschen leben im Dorf zufrieden, da sie weder Sozialchauvinismus noch Rassismus ausgesetzt sind und über wirklich demokratische Rechte verfügen. Gordillo mag eine übermächtige Figur im Dorf sein, da seine Pläne die Zukunft stark mitgeprägten, doch seine Macht nutzt er nicht aus.

 

 

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