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Lange führten die indigenen Stämme Kanadas ein Leben abseits der kanadischen Gesellschaft und ihre Kultur schien unterzugehen. Das ändert sich: Viele Kanadier, aber auch Touristen richten ihr Augenmerk auf die uralte, indigene Kultur Kanadas und wertschätzen sie. (Bild: Jay Bell Redbird, "Morning Wings")

Ein Ort der Spiritualität, Freundschaft, Kultur und Hoffnung – das Friends United Kulturzentrum

2. Mai 2019 | Bewusstsein | Spiritualität | Kultur | Kultur | Kunst | Musik | Natur | Umwelt | Psychologie | Gesellschaft | connectiv.events

Kanada ist für viele das Traumland schlechthin. Es ist dünn besiedelt, bedeckt von riesigen Wäldern, die noch in weiten Teilen vollkommen ursprünglich sind. Eindrucksvolle Gebirge, weite Seen, Küstenlandschaften, eine vielfältige, naturbelassene Tierwelt, grandiose Landschaften. Die Leute sind offen und freundlich, unvoreingenommen, direkt und zugänglich. Kanada, das sind Weite, Freiheit, hübsche Holzhäuser, Holzfällerhemden, Elche, Kaminfeuer, Natur und Ahorsirup. Aber es gibt eine Seite Kanadas, die den wenigsten bewusst ist. Die kanadischen Ureinwohner sind Kanadas eigentliche Nation. Nicht nur außerhalb Kanadas wurden diese Menschen, denen das Land einst gehörte und die eine jahrtausendealte Geschichte, Lebensweise und Kultur ihr eigen nennen können, kaum wahrgenommen.

Kein Wunder. Durch die europäischen Einwanderer wurde die autochthone Bevölkerung, die First Nations (oder Indianerstämme) sehr dezimiert. Sie wurden in Reservate eingepfercht und man tat ihnen zwangsweise eine westliche Erziehung an. Indianische Kinder mussten in Kanada in den „Residential Schools“ englisch oder französisch sprechen und hatten oft Monatelang keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie. Verfielen sie in ihre eigene Sprache, wurde ihnen nicht selten der Mund mit Seife ausgewaschen. Ihre Chancen, an der kanadischen Gesellschaft teilzuhaben blieben aber trotz westlicher Schulausbildung auf den Residential Schools nahe Null. Armut und soziale Ausgrenzung, zerstörte Familien und Chancenlosigkeit sowie Abhängigkeit von staatlichen Sozialleistungen und oft auch Alkoholismus waren die Folge. Das führte in der Gesellschaft Kanadas zu gegenseitigen Abneigungen und Vorbehalten, ja bisweilen sogar Feindschaft – was das Problem nur vergrößerte.

Seit mehreren Jahren ändert sich das. Erst langsam und nun stetig, werden die First Nations anders wahrgenommen. Viele Kanadier, aber auch Touristen richten ihr Augenmerk auf die uralte Kultur Kanadas und ihrer eingeborenen Menschen. Man beginnt zu verstehen, dass der Blick der First Nations-Leute auf die Welt, die Natur, Mutter Erde und die Menschen ein ganz anderer ist, als der der weißen Einwanderer. Es geht ihnen nicht um Geld, Produktivität, Wachstum, Wirtschaft, industrielle Entwicklung. Es geht den Menschen der First Nations eher um Harmonie mit Mutter Erde, die Verbundenheit mit den Ahnen und den Geschwistern der Menschen, den Tieren und Pflanzen. Es geht um Weisheit und Familie. Und dass der große, göttliche Geist in allen Dingen wirkt. Es ist nicht irgendein Raubvogel, der da über den Baumwipfeln seine Kreise zieht, sondern Großvater Adler. Die Natur spricht zu ihnen und sie nehmen Rücksicht auf die Harmonie der Dinge. Eine Einstellung, zu der wir erfolgssüchtigen, effizienz-orientierten Weißen erst einmal kommen mussten, aber mehr und mehr verstehen, wie wichtig sie ist. Und welch ein Verlust es wäre, wenn diese Kultur verloren gehen würde.

Dass sich das zum Guten verändert hat, daran hat die Initiative „Friends United“ einen großen Anteil. Rolf Bouman, ein deutscher Einwanderer, kam vor dreißig Jahren hierher, nach Nova Scotia, der südöstlichsten Provinz Kanadas am Atlantik. Er brachte das Interesse an den First Nations-Leuten gleich mit und war traurig zu sehen, dass diese Menschen und ihre Kultur marginalisiert wurden und unbeachtet blieben, allenfalls ein paar Souvenir-Artikel im Touristenshop wert. Viele Jahre lang arbeitete er an der Idee, dieser uralten Kultur wieder zu der Ehre und Bewunderung zu verhelfen, die ihr gebührt. Und er hat es geschafft. Als Gründer und Präsident der Landerschließungsgesellschaft  Canadian Pioneer Estates Ltd., konnte Rolf Bouman eine langfristige Finanzierung des Projektes „Friends United“ sicherstellen. Er ist Initiator, Ideengeber und Förderer, aber auch Manager des indianischen Kulturzentrums in der Kempt Road, zusammen mit seinen Freunden. Hier sehen wir ein Video mit ein paar Impressionen aus dem indianischen Kulturzentrum „Friends United“, das nicht nur eine Heimat für First-Nations-Künstler geworden ist, sondern auch Begegnungsstätte, Dauer-Ausstellung, Hommage an eine große, alte Kultur und Tagungsstätte zugleich.

 

 

Sandra Simon zum Beispiel, eine alte Mi’kmaw-Dame, pflegte und beherrschte noch das Kunsthandwerk ihres Stammes, aus Birkenrinde und gefärbten Stachelschweinborsten wunderhübsche Dosen zu fertigen. Wenn sie dazu Birkenrinde aus dem Wald holte, suchte sie sich eine Birke aus, die am wenigsten darunter leiden würde, ihr ein Stück Rinde abzugeben. Sandra sprach mit Schwester Birke, brachte ihr ein kleines Rauchopfer dar und bedankte sich für die Rinde und verpflegte den Stamm an der beschädigten Stelle. Ihr Handwerk war fast schon ausgestorben, doch im indianischen Kulturzentrum „Friends United“ fand sie eine Möglichkeit, ihr Kunsthandwerk zu zeigen und zu verkaufen, die Menschen darauf aufmerksam zu machen und sie fand junge Schüler und Schülerinnen ihres Stammes, die es wieder von ihr lernten. Sandra ist leider schon gestorben, aber ihr Können starb nicht mit ihr. Heute lebt es in ihren Schülern weiter.

Die Birkenrindenschachteln sind nur ein kleiner Ausschnitt der Kultur der First Nations. Und Sandra ist nur ein Beispiel für eine uralte Kunst, die beinahe mit ihr untergegangen wäre, hätte es nicht Rolf Bouman und sein Projekt „Friends United gegeben“. Das Friends United Kulturzentrum ist im Laufe der Jahre eine wichtige und bekannte Anlaufstelle für die First Nations-Leute geworden und entwickelte sich zu einem Magneten für alle Gesellschaftsschichten Kanadas und Besucher aus aller Welt. Viele kommen eingentlich wegen der berühmt schönen Landschaft Nova Scotias (Neuschottland) und dem gewachsenen und bewahrten keltischen Erbe seiner Bewohner angereist – und finden oft ganz zufällig zu Friends United. Die „Indian Summers“ – oder im französischen die „Semaine Rouge“ (die rote Woche) hier in der Gegend ist legendär. Die Wälder leuchten in den schönsten Herbstfarben, bishin zu blutrot und doch bleibt das Wetter noch lange sonnig und mild. Kein Wunder, liegt Nova Scotia doch auf dem Breitengrad Südfrankreichs.

Einer der ersten Künstler, der mit seinen magischen und wunderschönen Bildern einer der zentralen Menschen in der Friends United Initiative ist, ist der Maler und Heiler Jay Bell Redbird vom Stamm der Ojibwe. Ein großer, freundlicher Bär mit einem unerschütterlichen Humor. Ein weiser Mann und Heiler, aber auch ein ewiger, großer Lausbub, der jeden zum Lachen bringen kann. Seine Frau, Halina Stopyra kam auf abenteuerlichen Wegen aus Polen nach Kanada – und die beiden sahen sich und fanden sich. Sie ist ebenfalls Malerin. Die beiden haben gemeinsame Bilder gemalt, in denen sich Jay Bells native, kanadische Kunst mit dem europäischen Duktus Halinas zu einem ganz neuen Ausdruck einer Liebe zwischen den Welten verbindet.

 

 

Auch mit Rolf Bouman zusammen schuf Jay Bell erstaunliche Bilder. Rolf ist ein passionierter und ausgezeichneter Tierfotograf und die beiden Freunde haben aus Rolfs Tierfotografien und Jay Bells Sicht auf seine Tierbrüder ein ganz neues Genre an Bildwerken geschaffen. So entsteht nicht nur eine Brücke der beiden kanadischen Kulturen und Gesellschaften zu einem neuen Verständnis füreinander, sondern auch eine neue Sprache der Bilder über eine echten Freundschaft.

Wunderbar ist es auch mitzuerleben, mit welcher Begeisterung und Offenheit man bei Friends United miteinander umgeht. Es liegt eine spürbare Freude in dieser Initiative, deren Schwung und Zuversicht, Engagement und Liebe zu dem, was ihr Anliegen ist, einfach jeden ansteckt und in den Bann zieht. Der große, lichtdurchflutete Bau wurde von einer der Firmen Rolf Boumans erbaut, der Canadian Pioneer Estates, einer Landerschließungsfirma. Immer wieder werden neue Räume aus- oder angebaut. Immer wieder stoßen neue Menschen dazu, tragen ihren Teil bei, geben der Initiative Leben und neue Impulse, aber nehmen auch etwas von dem Geist der Freundschaft für sich mit. Viele eingeborene Künstler – Maler, Bildhauer, Musiker, Tänzer und Designer – finden hier nicht nur einen Einstieg und tatkräftige Hilfe zu einem selbstbestimmten Leben und können ihre Familien ernähren und einen eigenen Erfolg aufbauen, sondern auch ein Netzwerk von Freunden. Gerade die verschiedenen Firmen um das Kulturzentrum herum ermöglichen den indigenen Leuten von Friends United Einstiege und Chancen in eine Berufswelt und zur Selbständigkeit: Die Initiative und der Kongresszentrums-Komplex werden finanziert und unterstützt von der Bouman Group, zu der die Unternehmen Canadian Pioneer Estates Ltd., Canec Land Developments Inc., Kelly Robertson Consulting Inc. und dem Verlag (Ad) Venture Canada Publishing Inc. gehören. Gerade der Verlag bietet den Künstlern die Möglichkeit, ihre Werke auch außerhalb des Friends United Zentrums zu verbeiten, denn in den schönen, hochwertigen Bildbänden und den von den Künstlern handsignierten Kunstdrucken treten ihre Werke nicht selten eine Reise in die ganze Welt an.

So kam auch die Malerin Loretta Gould über ihre Tochter Shianne Gould zur Initiative Friends United. Lachend, und immer noch über sich selbst staunend sagt sie, dass sie selbst überrascht davon ist, was alles in ihr drinsteckt, wie ihr die Bilder sozusagen aus dem Pinsel fließen. Dass sie auf einmal Dinge zeigen und fühlbar machen kann. Bilder, die tief in ihr drin liegen und den Geist und die Lehren ihrer Ahnen sichtbar machen. Für Sie war das Friends United Zentrum ein Tor zu einer neuen Welt. Nun ist sie in Kanada bekannt und kann immer noch nicht wirklich glauben, dass das geht: Eine Eingeborene und doch gefeiert und bekannt zu sein. Das sei eine wirklich große Sache, schmunzelt sie.

Ihre Bilder drehen sich oft um die Geschichte und die schlimmen Erfahrungen, die die autochthonen Stämme Kanadas machen mussten, wie zum Beispiel diese Residential Schools. Aber auch um das furchtbare Phänomen der vielen indigenen Frauen, die ermordet werden oder spurlos verschwinden. Ihre Bilder handeln von den Botschaften der Ahnen und der Notwendigkeit, die Kultur ihres Volkes am Leben zu halten. Und mit der Friends United Initiative hat sie eine starke Einrichtung an ihrer Seite, die ihr hilft, sich selbst zu helfen. Und so sagt Loretta am Ende: „If I can do it, everybody can“. (Wenn ich es kann, dann kann es jeder andere auch!)

 

 

 

Kontakt:

(Ad)venture Canada Publishing Inc.
13149 Highway 104 Aulds Cove
Nova Scotia BoH 1Po, Canada

Telefon: 902-747-2750 oder 902-747-2733
Fax: 902-747-2755

Webseite: www.friends-united.ca
E-Mail: info@friends-united.ca

 

 

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