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Bild von Dirk Rabe auf Pixabay

Endlagerung von Atommüll: Russische Forscher haben vielleicht eine Lösung gefunden

11. September 2019 | Allgemein | Natur | Umwelt | Wissenschaft | Forschung | Anti Spiegel

von Thomas Röper

In Russland wird gemeldet, Wissenschaftler seien bei dem Problem der Endlagerung von radioaktivem Abfall einen großen Schritt weitergekommen. Die Forschungsergebnissen werden nun in der Praxis getestet.

Atomkraft ist sauber und CO2-frei, zumindest wenn man nur auf die Stromproduktion schaut und nicht auf die langfristigen Folgen. Denn während überall auf der Welt Atomkraftwerke gebaut werden, wächst die Menge des radioaktiven Abfalls und niemand weiß bisher, was man damit machen soll. Die Halbwertszeiten, also die Zeit, die vergeht, bis die radioaktive Strahlung sich halbiert, liegt bei teilweise tausenden von Jahren. Bis hoch-radioaktiver Müll ungefährlich wird, können Millionen von Jahren vergehen. Und niemand weiß, wie man radioaktiven Müll für Millionen von Jahren sicher aufbewahren kann.

Die Frage, was man mit radioaktivem Müll machen soll, ist also durchaus eine der wichtigsten Fragen der Menschheit, denn der Strom, mit dem wir heute Handys aufladen und demnächst möglicherweise sogar Autos, wird unsere Enkel noch über tausende Generationen beschäftigen. Sie werden dafür noch bezahlen, wenn wir längst nicht mehr sind. Das wäre so, also wenn wir heute noch die Rechnungen der Pharaonen bezahlen müssten: Ein Wahnsinn.

 

https://www.toca.site/

 

Wie gesagt: In Zeiten der CO2-Debatte ist Atomkraft eigentlich eine Lösung, sogar Greta hatte das ja schon – sehr zum Ärger ihrer Jünger – vorgeschlagen. Atomkraft ist sauber, verpestet die Luft nicht, aber da ist eben das Problem des Atommülls. Und außerdem scheint uns im Schnitt alle zehn oder zwanzig Jahre ein Atomkraftwerk um die Ohren zu fliegen, bisher gab es drei sehr schwere Unfälle: Harrisburg, Tschernobyl und Fukuschima.

Russland ist im Bereich der Nuklearforschung eines der führenden Länder der Welt und exportiert seine modernen Reaktoren in alle Welt. Aber auch den Russen ist das Problem der Endlagerung natürlich bewusst. Am Samstag hat das russische Fernsehen in einer Reportage gemeldet, dass es russischen Forschern gelungen sein soll, das Problem vielleicht nicht zu lösen, aber doch wesentlich zu verringern.

https://www.j-k-fischer-verlag.de/J-K-Fischer-Verlag/Vladimir-Putin-Seht-Ihr-was-Ihr-angerichtet-habt--8103.htmlKurz gesagt: Forscher der Moskauer Staatlichen Universität haben ein Verfahren entwickelt, radioaktiven Müll auf molekularer Ebene in seine Bestandteile zu zerlegen. Wie einer der Wissenschaftler es formulierte, sei es ein wenig, wie normale Mülltrennung, nur eben auf komplexer, molekularer Ebene. Das Ergebnis sind sauber getrennte und reine radioaktive Stoffe, die man wiederverwerten kann. In speziellen Aufbereitungsreaktoren können diese eigentlich hochgiftigen Stoffe in weniger radioaktive Stoffe oder in Stoffe, die in der Medizin gebraucht werden, umgewandelt werden.

Soweit die Theorie des interdisziplinären Forschungsteams der Moskauer Universität, das aus Mathematikern, Physikern, Chemikern und Experten für Quantenphysik besteht.

Diese Theorie wird nun in der Atomanlage Majak in der Praxis getestet. Die ersten Ergebnisse scheinen die Theorie der Moskauer Forscher zu bestätigen.

Sollte sich die Theorie bestätigen, dann stehen die Forscher vor der Aufgabe, die Methode im industriellen Maßstab umzusetzen, wozu bereits ein spezieller Reaktor entwickelt wird.

Sollte die Methode tatsächlich funktionieren, wäre das Ergebnis, dass die Menge der danach verbleibenden radioaktiven Abfälle erstens wesentlich geringer ist, als heute und zweitens wären es Stoffe mit wesentlich kürzeren Halbwertszeiten. Man müsste, so heißt es in dem Bericht, nicht mehr eine Endlagerung für tausende oder millionen Jahre sicherstellen, sondern „nur“ noch für ca. 300 Jahre.

Ich bin kein Chemiker oder Atomphysiker und habe daher auf den Versuch verzichtet, das Verfahren hier genauer zu erklären und auch auf eine Übersetzung des Beitrages habe ich verzichtet, weil ich die Befürchtung habe, bei der Übersetzung der Fachbegriffe Fehler zu machen. Aber da ich den Bericht des russischen Fernsehens hier verlinkt habe, findet sich vielleicht jemand, der über ausreichende wissenschaftliche und Russischkenntnisse verfügt, um ihn zu übersetzen.

Meldungen über wissenschaftliche Durchbrüche hört man in allen Ländern und zu verschiedenen Themen immer wieder. Manche entpuppen sich später als verfrüht und am Ende bestätigen sie sich nicht, andere führen Jahre später zu Lösungen, wenn sie in der Praxis umgesetzt werden. Ob diese Meldung eine Eintagsfliege oder ein tatsächlicher Durchbruch ist, werden wir also auch erst in ein paar Jahren wissen.

Trotzdem fand ich den Bericht interessant genug, um darüber zu berichten.

 

https://goldgrammy.de

 

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Thomas Röper

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