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Entgiftung im Alltag stärken

15. Januar 2020 | Allgemein | Autarkie | Freies Leben | Familie | Soziales | Gesundheit | Ernährung | Medizin | Psychologie | Gesellschaft | Wissenschaft | Forschung | connectiv.events

von Martin Auerswald

 

Unser Körper ist eigentlich von Natur aus dafür gemacht, mit Giftstoffen aus der Umwelt umzugehen und sie gezielt wieder auszuleiten. Es ist nicht möglich, keine Gift- und Schadstoffe aus der Umwelt aufzunehmen.

Vielmehr ist es relevant, wie viele Stoffe wir aufnehmen und wie effektiv unsere Systeme arbeiten können, um Giftstoffe wieder in die Umwelt abzugeben.

Letzteres ist durch geniale Entgiftungsprozesse möglich, die unser Körper beherrscht. Detox (engl. detoxification) wird als Begriff für die Entfernung von Toxinen aus unserem Körper verwendet und beschreibt Möglichkeiten den Körper dabei zu unterstützen.

Dieser Beitrag ist ein Gastartikel von Martin Auerswald (Biochemiker) und Martin Krowicki (Gesundheitsberater). Die beiden schreiben auf SchnellEinfachGesund und Projekt-Early-Bird über praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Tipps, wie jeder seine seinen Alltag gesünder gestalten und damit seine Gesundheit verbessern kann.

 

Wie unser Körper entgiftet

 

Der Körper hat verschiedene Wege, um Gift- und Abfallstoffe aus dem Körper zu schleusen. Über die Haut (Schweiß), Lunge (zum Beispiel CO2), Darm und Kot, Leber und Galle und Urin.

Natürlich sind diese Wege miteinander verknüpft und greifen ineinander über. Es ist wichtig alle System zu stärken, um zu gewährleisten, dass die gesamte Entgiftungskette funktioniert und „kein Stau“ entsteht.

Die Grundlage für Entgiftung ist immer eine gesunde Ernährung mit ausreichend Nährstoffen und einer gesunden Lebensweise, die den Körper nicht mit unnötigen Giftstoffen belastet.

Der Fokus wird in diesem Artikel auf Lebensmitteln liegen, die unseren Körper bei der Entgiftung unterstützen können.

 

https://vita-system8.de/?ref=132

Der Darm als Schlüsselstelle

Unser Darm ist eine entscheidende Barriere zwischen unserer aufgenommenen Nahrung und unserem Körperinneren. Funktioniert die Darmbarriere richtig, dann ist dies die halbe Miete im Entgiftungsprozess.

Der Darm hat die große Aufgabe Schwermetalle, Umweltgifte (Xenoöstrogene, Xenobiotika), Pestizide, Bakterien, Allergene oder andere Ablagerungen vom Eindringen in unseren Körper abzuhalten.

Der Darm ist neben der Leber unser zentrales Stoffwechsel- und Entgiftungsorgan. Schädigungen des Darms (u.a. durch diese Gifte) können  Probleme wie SIBO, das Leaky Gut Syndrome oder das Reizdarmsyndrom nach sich ziehen.

Die Leber als Wächter

Nicht alle Giftstoffe werden vom Darm aus dem Körper herausgeleitet (was normal ist) – viele Stoffe passieren die Darmbarriere und gelangen dann über die Pfortader in die Leber. Die Leber ist mit drei Entgiftungsphasen auf diesen Fall vorbereitet und kann toxische, wasserunlösliche Substanzen identifizieren und aus dem Verkehr ziehen.

In Phase 1 oxidieren Cytochrom P450-Enzyme in Verbindung mit Co-Faktoren wie Kupfer, Mangan, Selen  und Eisen die Giftstoffe und machen sie dadurch wasserlöslich.

In Phase 2 werden Schwefel-, Methyl-, Acetyl- oder Glucuronsäure-Gruppen an die Moleküle angehängt um für den Abtransport über den Urin vorbereitet zu sein.

Bleiben Stoffe ungelöst wird in Phase 3 die Galle mit einbezogen. Die Gallensäure löst unlösliche Stoffe und bereitet diese für die Ausscheidung über den Darm vor.

 

https://gesund-auf-den-punkt.de/

Die Haut als letzter Ausweg

Alles was über unser Darm- und Lebersystem nicht aus dem Körper gelangt, muss über unser größtes Organ nach außen geführt werden: die Haut.

Eine Ansammlung von Giftstoffen in der Haut ist nicht unüblich. Äußerlich ist dies durch Pickel, Mitesser und andere Hautunreinheiten erkennbar. Eine schlechte Haut ist also ein mögliches Merkmal für eine nicht funktionierende Entgiftung über Darm und Leber.

Die Ausleitung von Giften über die Haut geschieht vorwiegend über Schweiß.

Die Niere als Assistent

Die Niere ist darauf spezialisiert Giftstoffe auszuleiten, die wasserlöslich sind. Sie braucht genug Flüssigkeit und kann somit Darm- und Leber unterstützen.

 

https://baden.jungbrunnen.tips

Wie können Lebensmittel unsere Entgiftung unterstützen?

Unsere Organe benötigen für die oben beschriebenen Vorgänge zahlreiche Vitamine, Mineralien und Enzyme. Daher ist eine gute Versorgung über Nahrungsmittel so wichtig. Je mehr Qualität unsere Nahrung hat, desto weniger Giftstoffe nehmen wir auf und desto einfacher wird die Ausleitung von denjenigen Umweltgiften, die es dennoch noch in unseren Körper schaffen.

Lebensmittel können den Körper auf verschiedene Wege beim Entgiften unterstützen, nämlich indem sie:

  • Wichtige Nährstoffe und Co-Faktoren liefern
  • Antioxidativ wirken und freie Radikale aus dem Entgiftungsprozess puffern
  • Die Organe durch sekundäre Pflanzenstoffe stimulieren
  • Die Elimination über Kot, Urin und Schweiß fördern
  • Die Bildung von Gallensalzen anregen
  • Die Blut-Zirkulation oder den Harnfluss anregen
  • Das Immunsystem stärken, um alte und tote Zellen und Krankheitserreger zu beseitigen
  • Selbst antibakteriell oder antiviral wirken

Erwähnt wurden schon die Schwefel-, Methyl-, Acetyl- oder Glucuronsäure-Gruppen, die die Phase 2 der Leberentgiftung unterstützen oder Mineralien, die als wichtige Co-Faktoren in Phase 1 dienen.

Die Organe stellen also vielmehr die Funktionen und Verkehrswege zur Verfügung und die Enzyme, Mineralien und Vitamine, die wir aus unseren Lebensmitteln gewinnen stellen die Polizei dar, welche die Giftstoffe über die vorhandenen Verkehrswege abführen.

Um eine tägliche gute Entgiftung zu fördern eignen sich vor allem diese 10 Lebensmittel:

 

Detox Lebensmittel für jeden Tag

Es gibt in der Natur viele Kräuter und Hausmittel, die unser System bei der Entgiftung unterstützen. Diese unterscheiden sich in ihrer jeweiligen Wirkung im Entgiftungsprozess.

  • Getränke: gutes Wasser, Kräutertees, Kaffee, Grüner Tee
  • Schwefelhaltige Lebensmittel: Knoblauch, Zwiebel, Porree, Meeresfrüchte, Eier
  • (Grünes) Gemüse: Brokkoli, Spinat, Grünkohl, Salat, Artischocke
  • Wildkräuter: Brennnessel, Löwenzahn, Mariendistel
  • Gewürze: Ingwer, Kurkuma
  • Fermentierte Lebensmittel: Apfelessig, Kombucha
  • Mikro-Algen: Chlorella
  • Bio-Rinderleber
  • Bio-Eier

Die meisten dieser Lebensmittel wirken über die Stärkung der Leber. Effektiv dafür sind vor allem die Wildkräuter, Rinderleber und grünes Gemüse.

Gewürze wie Ingwer und Kurkuma töten Bakterien und regen unseren Stoffwechsel an. Kaffee und Grüner Tee sorgen ebenfalls für die Beschleunigung dieses Prozesses.

Fermentierte Lebensmittel liefern probiotische Bakterien und unterstützen den Darm. Die dabei enthaltenen organischen Säuren wie Zitronen- oder Milchsäure werden in der Regel gut vertragen, auch von umweltbedingt Erkrankten oder Sensitiven. Zur Sicherheit wird jedoch empfohlen, mit geringen Mengen dieser Nahrungsmittel zu starten und sich langsam zu steigern.

Algen können Schwermetalle binden sowie Glutathion für die Leberentgiftung und das Immunsystem liefern.

 

https://connectiv.events/referent/arthur-traenkle/

Was ist noch wichtig, damit Entgiftung funktioniert?

Wenn regelmäßig derartige Lebensmittel in die Ernährung integriert werden, dann ist der Körper durchaus in der Lage, mit der Schadstoffbelastung umzugehen. Nichtsdestotrotz können weitere Verhaltensweisen dabei helfen, den Körper bei diesem Prozess zu unterstützen.

Das wichtigste ist es, Ernährungsgewohnheiten zu unterbinden, die die Ansammlung von Giften im Körper fördern:

  • Weniger Produkte aus Massentierhaltung
  • Weniger Salz, mehr Gewürze und Kräuter
  • Weißmehl meiden
  • Industriell verarbeitete Lebensmittel reduzieren
  • Zucker und Transfette meiden
  • Keine oder wenige Milchprodukte

Gewohnheiten im Alltag, um die Entgiftung zu unterstützen:

  • Gelegentlich in die Sauna gehen
  • Strahlenbelastung mit WLAN, Handy, Mikrowelle & Co. reduzieren
  • Ein strammer Spaziergang am Morgen, um die Lymphe zu stimulieren
  • Mehrmals wöchentlich ein wenig Ausdauersport
  • Regelmäßiges „Baden“ in Sonnenlicht oder Infrarotlicht

 

Fazit

Entgiftung ist ein Prozess, der beständig stattfindet und durch unsere Verhaltensweisen unterstützt werden kann. Es ist unumstritten, dass es in unserer Industriegesellschaft schwerer geworden bis unmöglich geworden ist, sich von Schadstoffen fernzuhalten.

Deshalb ist es umso wichtiger, das vorhandene Wissen zu nutzen und förderliche Lebensmittel in die tägliche Ernährung zu integrieren. Wenn wir uns dazu mehr bewegen, für Entspannung sorgen, besser schlafen und uns mehr in der Natur kann der Körper gut bei dieser großen Herausforderung unterstützt werden.

 

https://aquarius-prolife.com/de/

 

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Textredakteur:

Martin Auerswald

Quelle:

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