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Erdbeeren: Sinnlicher Genuss mit Heilkraft

10. Mai 2018 | Geschichte | Gesundheit | Ernährung | Medizin | Zentrum der Gesundheit

Die Erdbeere zählt aufgrund ihres köstlichen Aromas zu den verführerischsten Früchten der Welt. Auch verfügen nicht nur ihre Blätter, sondern auch die leckeren Früchte über heilsame Eigenschaften, so dass die Erdbeere wohl schon in der Steinzeit als Heilmittel eingesetzt wurde. Erdbeeren sind ein antioxidatives Kraftpaket. Kein Wunder haben zahlreiche Studien gezeigt, dass Erdbeeren bei Übergewicht, Diabetes Typ 2 und Entzündungen helfen, ausserdem Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und das Gedächtnis auf Vordermann bringen.

Die Erdbeere – ein Symbol für Sinnlichkeit und Gesundheit

Die Erdbeere ist rot wie die Liebe und süss wie die Sünde – kein Wunder, dass sich allerlei Mythen um die leckeren Früchtchen ranken. Etlichen Liebesgöttinnen wie Frigg und Venus diente sie als Attribut, und Poeten aller Zeitalter liessen sich von ihr inspirieren. Der römische Dichter Vergil bezeichnete die Erdbeere als kleine süsse Götterfrucht, und der deutsche Schriftsteller Paul Zech war ganz „wild nach dem Erdbeermund“.

In Märchen und Legenden spielen Erdbeeren oft eine zentrale Rolle, so auch in Grimms „Grossmütterchen Immergrün“, wo Kinder die heilenden Früchte für ihre kranke Mutter sammeln. In der Tat gelten Erdbeeren seit Jahrtausenden als Heilmittel, das u. a. bei Leber- und Gallenleiden, Herzerkrankungen, Masern und sogar bei Pocken angewandt wurde.

Die gerbstoffreichen Erdbeerblätter sind oft in Teemischungen enthalten und werden in der Volksmedizin vordergründig bei Magen-Darm-Beschwerden (Durchfall), aber auch bei chronischen Entzündungen (z. B. Rheuma) angewandt. Man sammelt sie am besten vor der Blüte, darf aber hier kein Erdbeeraroma erwarten. Die Blätter schmecken herb und wenig einladend.

Woher stammt die Gartenerdbeere?

Archäologischen Funden zufolge wurde die Erdbeere bereits in der Steinzeit sehr geschätzt und zählt somit zu den ältesten Süssigkeiten der Menschheit. Man sammelte erst die wilden kleinen Walderdbeeren. Später im Mittelalter baute man diese bereits auf grossen Feldern an.

Heute essen wir vorwiegend die Gartenerdbeere (Fragaria ananassa). Sie entstand erst Mitte des 18. Jahrhunderts und ist die Tochter der aromatischen nordamerikanischen Scharlach-Erdbeere und der grossfrüchtigen Chile-Erdbeere. Schnell wurde die Gartenerdbeere zum Star in den europäischen Gärten.

Die Erdbeere ist keine Beere

Übrigens ist die Erdbeere botanisch betrachtet gar keine Beere, sondern eine Sammelfrucht. Die eigentlichen Früchte sind die winzigen gelben Nüsschen auf der roten „Beere“. Inzwischen gibt es mehr als 100 Gartenerdbeersorten, von denen im erwerbsmässigen Obstbau nur 30 wie etwa Sonata oder Lambada Bedeutung haben. Eines haben aber alle Erdbeeren gemeinsam: Sie sind äusserst vitalstoffreich.

 

Die Vitamine und Mineralstoffe

Erdbeeren enthalten zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, welche sehr zu ihrem gesundheitlichen Wert beitragen. Dazu zählen beispielsweise die folgenden, wieder bezogen auf 100 Gramm frische Früchte:

  • 50 µg Vitamin B2 (4,2 Prozent der NRV = empfohlene Tagesdosis): Wirkt einem Energiedefizit entgegen und kurbelt die Fettverbrennung an.
  • 733 µg Vitamin B3 (4,3 Prozent der NRV): Ist wichtig für den Cholesterinstoffwechsel und die Regulierung des Blutzuckers.
  • 300 µg Vitamin B5 (5 Prozent der NRV): Ist auch als Pantothensäure bekannt und unverzichtbar für den Stressabbau und den Stoffwechsel der Steroidhormone.
  • 16 µg Vitamin B9/Folsäure (4 Prozent der NRV): Wirkt bei der Bildung von Blutkörperchen und Schleimhautzellen mit und trägt zum Abbau des Zellgifts Homocystein bei, das andernfalls die Blutgefässe beschädigen kann.
  • 65 mg Vitamin C (65 Prozent der NRV): Das Antioxidans neutralisiert freie Radikale, hemmt die Bildung von krebserregenden Stoffen und verbessert die Eisenaufnahme.
  • 13 µg Vitamin K (18,6 Prozent der NRV): Ist wichtig für die Blutgerinnung sowie für einen gesunden Knochenaufbau und damit für eine wirkungsvolle Osteoporoseprävention.
  • 120 µg Kupfer (9,6 Prozent der NRV): Ist an der Bildung von Bindegewebe sowie Blut und an der Funktion des Nervensystems beteiligt.
  • 1 mg Eisen (7,7 Prozent der NRV): Spielt in puncto Stoffwechsel eine essenzielle Rolle und ist für den Sauerstofftransport im Blut zuständig.
  • 225 µg Mangan (6,4 Prozent der NRV): Hilft bei der Herstellung von Melanin (dem Hautfarbstoff) und von Botenstoffen des Nervensystems.
  • 15 mg Magnesium (4,3 Prozent der NRV): Trägt zur Energieerzeugung der Körperzellen bei und hilft den Muskeln dabei, sich zu entspannen.

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Quelle:

Zentrum der Gesundheit

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