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Erster Bankrun in China – geht es jetzt los?

9. November 2018 | Politik | Geo-Politik | Wirtschaft | Finanzen | connectiv.events

Wie heißt es so schön? „Was interessiert’s mich, ob in China ein Sack Reis umfällt?“. Nun, dieser Sack Reis könnte uns möglicherweise bald sehr interessieren.

Eine erste kleinere Bank in China ist gekippt. Experten sagen schon länger, wenn es in China soweit ist, dass eine Banken-Krise ausbricht, dann wird es bei den kleinen Banken anfangen. In Südchina passierte gerade der erste, echte Bank-Run.

 

 

Chinas Schattenbankensektor schwärt schon lange vor sich hin. Vor zwei Jahren spitzte sich die Lage sehr zu und ein großflächiger Crash stand schon in der Tür. Peking packte den schweren Werkzeugkasten aus und griff brachial ein, um die finanzielle und soziale Stabilität mit allen Mitteln aufrecht zu halten. Man ging damals wirklich aggressiv gegen den Schattenbanken-Sektor vor. Und das nicht ohne Grund: das Finanzvolumen dieser „grauen Banken“ beträgt mehr als satte 35 Billionen Dollar.

Das Problem wurde damals nicht gelöst, dazu ist es zu groß und gleichzeitig zu kleinteilig. Aber die Zentralregierung in  Peking hatte die Sache weitgehend unter Kontrolle und es wurde ruhiger um das Thema Schattenbanken. Von gelegentlichen, kleinen Bankencrashs blieb China zwar nicht verschont, aber es gelang Peking immer, eine Pleite rechtzeitig abzufangen, Bankruns zu verhindern und anschließend das betreffende Finanzinstitut mit massiven Eingriffen zu reglementieren und mit deutlichen Warnungen – wenn nicht Drohungen – zu disziplinieren. Die Lage blieb stabil, wenn auch nicht ungefährlich.

Die englischsprachige Epoch Times veröffentlichte einen Artikel von Annie Wu, die aus Südchina berichtet. Hier unsere Übersetzung der wichtigsten Passagen:

 

 

Eine kleinere, lokale Bank in der südwestchinesischen Stadt Zigong könnte das erste Signal einer bevorstehenden Finanzkrise sein.

Was war geschehen? Die Anteilseigner der „Zigong-Bank“ machten sich mit 40 Milliarden Yuan (ca. 6 Millionen Euro) aus dem Staub. Das waren „Darlehen“, die sie als Eigentümer der Zigong Bank an zu diesem Zweck gegründete Scheinfirmen vergeben hatten. Das berichtete die staatliche Nachrichtenwebseite „Da Zhong“ am 02. November. Die Kredite hätten längst zurückbezahlt werden müssen und die Bank bleibt nun auf den Verlusten sitzen. Dann ging die Nachricht durch die sozialen Medien.

Die Nachricht verbreitete sich in Windeseile, obwohl die Posts innerhalb von 20 Minuten von staatlichen Internet-Zensoren gelöscht wurden. Zahlreiche Bankkunden stürmten Dutzende von Bankfilialen in Zigong, um ihr Geld abzuheben. Fotos von diesem Bankrun wurden auf den sozialen Medien hochgeladen.

 

Das sind die Fotos, die in den chinesischen Sozialen Medien kursierten. Trauben und Schlangen von Bankkunden, die ihr Geld von der Zigong-Bank abholen wollen. Das Foto unten rechts ist ein Ticket, das man sich für die Warteschlange ziehen muss.

 

Kurz darauf verbreitete die Außenstelle Zigong der nationalen Bankenaufsichtsbehörde Chinas (China Banking Regulatory Commission) eine Eilmeldung, um die Kunden zu beruhigen. Die Bekanntmachung informiert, dass die Geschäfte der 2001 gegründete Bank of Zigong mit 32 Niederlassungen in der 1,2 Millionen Einwohner-Stadt ganz normal weiterlaufen und die Bank mit ihren Reservefonds über ausreichende Mittel verfüge. Die örtliche Polizei gab im Anschluss auch die Festnahme der Person bekannt, die die „Online-Gerüchte“ verbreitet hatte. Dies hinderte die Kunden jedoch nicht daran, zur Bank zu hetzen, obwohl die „Gerüchte“ offiziell unbestätigt blieben. Die Andrang der panischen Kunden führte bei Bank zu ernsthafte Schwierigkeiten, denn immer mehr Kunden wurden aufmerksam und versuchten, ihr gesamtes Geld abzuheben. Die Zigong-Bank hätte um ein Haar schließen müssen.

Zeichen einer Krise?

Der Vorfall könnte weitreichende Auswirkungen auf die chinesische Wirtschaft haben, denn die „Bank of Zigong“ ist nur eine von vielen Banken, die es in allen Regionen Chinas gibt und die mehr oder weniger in einer sehr ähnlichen Situation sind.

Wie in viele Wirtschaftszentren in China haben die städtischen Behörden von Zigong hohe Kredite bei der Bank of Zigong zur Finanzierung von lokalen Infrastrukturprojekten aufgenommen. Die Bank legt auch auf ihrer Website ausdrücklich Wert darauf, dass ihr Institut Initiativen des Kommunistischen Parteikomitees der Stadt und der Regierungsbehörden, wie Bauprojekte, Stadtsanierung, Reform staatlicher Unternehmen usw. unterstützt.

 

 

 

Wie viele andere Stadtverwaltungen hat Zigong City lokale Investmentfirmen als beliebte Möglichkeit zur Kreditaufnahme gegründet. Das hat aber zu enormen Schulden geführt, die die Stadtverwaltungen nicht zurückzahlen konnten. Die chinesische Regierung hat kürzlich Regeln veröffentlicht, denen zufolge diese Wertpapierfirmen dann Insolvenz anmelden können, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel zur Rückzahlung ihrer Schulden verfügen – was was allein schon den Ernst der Lage verdeutlicht.

 Wirtschaftexperten sehen jetzt schon voraus, dass solche Konkurse von städtischen Wertpapierfirmen einen fatalen Dominoeffekt auf die verleihenden Banken, sowie auf die Privatpersonen und Unternehmen haben werden, die in sie investiert haben. „Wenn die städtischen Wertpapierfirmen ihre Schulden nicht zurückzahlen, gerät die Bank of Zigong in eine Krise“, sagte Zhao Pei, Kommentator bei NTD Television, Teil der Epoch Media Group. 

„Wenn es bei der Bank of Zigong einen Bankrun gibt, heißt das, dass von diesen lokalen, kleinen Banken die Finanzkrise in China ausgehen wird“, sagte Twitter-Nutzer Cao Ji, ein ehemaliger Professor in Shanghai, der jetzt akademische Forschung in Taiwan durchführt.

 

 

Das Leid der Aktionäre

Es gibt auch Anhaltspunkte dafür, dass die Informationen aus dem ersten Social-Media-Beitrag, der die ganze Panik auslöste, zutreffend waren. Der Post zählte drei Unternehmen als Hauptaktionäre der Bank auf: eine Immobiliengesellschaft; ein Konglomerat mit Portfolios in Wohnbebauung, Gewerbeimmobilien und Produktionsanlagen; und China Western Power, eine Firma, die Heizkessel produziert und vertreibt. Einem Bericht der Changjiang Times vom 8. Oktober zufolge, hat China Western Power hohe Schulden uns ist in finanzieller Not: Ende Juni lag die Verschuldungsquote des Unternehmens bei 77,52 Prozent, ein Zuwachs von 10 Prozent gegenüber Ende 2015. Das Unternehmen muss am Jahresende Kredite in Höhe von 1,01 Milliarden Yuan (rund 146 Millionen US-Dollar) zurückzahlen. Die Aktien des Unternehmens sind seit Mai kontinuierlich gesunken, und solche finanziellen Engpässe würden den Behauptungen der ersten Social-Media-Post entsprechen.

 

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