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Symbolbild: Pixabay

Es fehlen rund 1000 EinsatzkräfteFeuerwehrmann beklagt „systematisches Kaputtsparen“: Das kann für Bürger gefährlich sein

31. Mai 2018 | Familie | Soziales | Medizin | Politik | Geo-Politik | Focus

Wochenlang hatte die Berliner Feuerwehr protestiert, um auf ihre schlechten Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen: Zu geringe Bezahlung, billige Arbeitskleidung, vor allem aber zu wenig Personal. Letzteres kann auch für die Bürger Berlins zum Problem werden. Denn die müssen oft zu lange auf Rettungskräfte warten – weil es zu wenig von ihnen gibt.

Ein anonymer Feuerwehrmann fand im Interview mit der „Berliner Zeitung“ deutliche Worte: „Dass ein Rettungswagen erst nach 30 oder 45 Minuten da ist, ist inzwischen die Regel,“ kritisiert er. Denn in Berlin fehlen zwischen 800 und 1100 Rettungskräfte, wie auch Micha Quäker, Pressesprecher der Feuerwehrgewerkschaft Berlin-Brandenburg, gegenüber FOCUS Online schildert.

Ende April fanden die Berliner Feuerwehr und die Landesregierung eine Einigung – auch beim Personalmangel. Die Arbeitszeit wird verringert, das Gehalt erhöht und 350 neue Stellen sollen geschaffen werden. „Die totale Verarsche,“ nennt der anonyme Feuerwehrmann die Einigung gegenüber der „BZ“.

„Es geht nicht um mehr Geld für den Einzelnen, sondern um das systematische Kaputtsparen“, sagt er der Zeitung mit Blick auf den Personalmangel. Quäker von der Feuerwehrgesellschaft pflichtet ihm in dieser Sache bei. Denn die Zahl der Einsätze sei in den letzten Jahren gestiegen – gleichzeitig seien aber kaum neue Stellen geschaffen worden. „Das wird sich bitterböse rächen,“ fürchtet er. Auch die Fahrzeuge seien veraltet. Dafür habe das Land aber nun eine Finanzspritze vorgesehen, auch neue Stellen seien endlich bewilligt worden. „Mehr wäre zwar schön gewesen,“ sagt Quäker. „Aber es ist ein erster Schritt nach vorne.“

„Das geht zu Lasten der Sicherheit der Bevölkerung“

Glaubt man dem anonymen Feuerwehrmann in der „BZ“, ist dieser Schritt auch dringend nötig. „Das geht zu Lasten der Sicherheit der Bevölkerung“ sagt er und meint damit die bisherige Sparpolitik. „Berlin brennt nicht nur, Berlin steht ständig vor der Explosion. Bisher hatten wir nur Glück.“ In seiner Kritik unterschlägt der Feuerwehrmann jedoch, dass bereits ein paar hundert neue Stellen geplant sind, die das Problem lösen könnten. Das harte Urteil seines Kollegen kann Quäker dennoch verstehen. „Aber er darf nicht vergessen, dass die jetzige Einigung nur der Anfang ist,“ betont der Pressesprecher der Feuerwehrgewerkschaft Berlin-Brandenburg. „Und Feuerwehrleute wachsen nicht auf dem Baum. Es dauert einfach, bis genügend neue ausgebildet sind.“

Wie hoch der Bedarf an Rettungskräften ist, zeigen die Zahlen: 3000 Mal am Tag klingelt bei der Berliner Feuerwehr das Telefon, erzählt der Gewerkschafter. Bei der Hälfte rücken tatsächlich Einsatzkräfte aus. Nur gebe es nicht genügend von ihnen, um allen Notrufen gerecht zu werden, wie Quäker schildert: „Es passiert täglich, dass Bürger länger auf uns warten müssen“. Und weiter: „Im schlimmsten Fall kann das zu schweren gesundheitlichen Schäden führen.“ Denn die Feuerwehr ist nicht zur für das Löschen von Bränden zuständig, sondern hilft auch bei medizinischen Notfällen.

Berlin wurde in zwei Klassen eingeteilt

Um der Lage Herr zu werden, sei Berlin vor ein paar Jahren in zwei Klassen eingeteilt worden, erzählt der Pressesprecher der Gewerkschaft. In „Klasse A“ dürften die Rettungskräfte höchstens acht Minuten bis zum Einsatz brauchen, in „Klasse B“ seien es zwölf – in der Praxis klappe das aber oft nicht.

Die Regelung hat allerdings nichts mit dem sozialen Stand der Bürger zu tun, sondern mit dem Wohnort: Wer in dicht besiedelten Gebieten lebt, gehöre zur „Klasse A“, erklärt Quäker. Bürger der „Klasse B“ leben eher in den Randbezirken. Seit einem Jahr gilt diese Einteilung allerdings nicht mehr für Rettungseinsätze, sondern nur noch für die Brandbekämpfung Das Problem ist laut dem Gewerkschafter aber nicht allein die fehlenden Stellen.

Auch Notrufe, die eigentlich keine sind, führten zu Verzögerungen. Die Katze auf dem Baum sei zwar ein Gerücht. „Manche Leute wählen aber die 112, einfach weil sie Hunger haben,“ erzählt er. „Andere rufen uns an, weil sie nicht richtig laufen können. Die wollen den Rettungswagen nehmen, weil sie kein Geld fürs Taxi haben.“ Da die Einsatzkräfte nicht immer einschätzen könnten, ob es sich um einen Notfall handelt, müssten sie einen Rettungswagen hinschicken. Doch dadurch fehlen die Einsatzkräfte bei wirklichen Notrufe „Da müssen wir Aufklärungsarbeit betreiben,“ schlussfolgert Quäker. Aber auch sie wird bereits betrieben: In der Einigung zwischen dem Land Berlin und der ansässigen Feuerwehrgewerkschaft ist auch eine Werbekampagne zum richtigen Umgang mit dem Notruf vorgesehen.

Weiter lesen auf:

https://www.focus.de/politik/deutschland/berlin-teilt-buerger-in-a-und-b-klassen-ein-feuerwehrmann-beklagt-systematisches-kaputtsparen-das-kann-fuer-buerger-gefaehrlich-werden_id_8979567.html
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Quelle:

Focus

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