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Es trifft gerade die weniger Betuchten: Vielen Holz- und Kaminöfen droht die Stilllegung!

8. Februar 2020 | Allgemein | Autarkie | Freies Leben | Familie | Soziales | Kultur | Kunst | Musik | Politik | Geo-Politik | Wirtschaft | Finanzen | connectiv.events

von Niki Vogt

Die Holzöfen sind CO2- und Feinstaubschleudern, verpesten die Luft und bringen uns alle um. Das war zwar seit Jahrtausenden bis jetzt kein Problem, muss aber ab jetzt rigoros abgestellt werden.  Dabei sind auch heute noch Viele auf ihren Holzofen angewiesen – und das sind gerade die, die weniger Geld zur Verfügung haben.

Bei dem Wort „Kaminofen“ assoziieren wir das ältere, wohlbestallte Ehepaar, das abends vor dem offenen Kamin oder Kaminofen sitzt, versonnen in die Flammen schaut, einen teuren Cognac in edlen Gläsern in der Hand, gepflegte Gespräche führend. Das gibt es sicher auch. Und diesen Leuten geht nur ein bisschen gemütliches Wohnambiente verloren, wenn Ihr Kaminofen stillgelegt wird.

Aber sprechen wir von den vielen alten Leuten und denen, die mit jedem Euro rechnen müssen. Auf dem Land, vor allem in den alten Dorfkernen, stehen viele alte, kleine Häuser, in denen es keine Zentralheizung gibt. Da wird noch „gestocht“. Das heißt im Winter, jeden morgen die Asche auskehren, neu Feuer machen und immer ein Auge auf den Ofen haben, damit es nicht eisekalt wird im Haus. Jeden Tag Anzündeholz, Holzscheite und Braunkohlebriketts ins Haus schleppen, in den Supermärkten die Einkäufe in den Pappkisten hinaustragen, damit man aus der Pappe Anzündmaterial herstellen kann.

Holzöfen und Kaminöfen sind seltsamerweise in zwei völlig verschiedenen Welten zuhause. Für die Oberschicht gehört es zum gepflegten Wohnambiente, für sehr viele einfache Leute ist es die einzige Wärmequelle im Haus.

Nur, um das einmal gesagt zu haben: Jahrzigtausende war das heimische Herdfeuer die einzige Waffe und Schutzmauer des Menschen vor dem Erfrierungstod, von der Steinzeit an bis vor zirka 70 Jahren. Seit der Steinzeitmensch das Feuer (mehr oder weniger) zu beherrschen lernte, hatte er eine größere Überlebenschance im Winter und eine respektgebietende Waffe gegen wilde Tiere, die ihn sonst umstandslos als gute Mahlzeit betrachtet und behandelt haben.

Seit die Grünen die ideologische Lufthoheit erobert haben, leben wir in einer anderen Welt. Nach Millionen von Jahren dürfen wir auf einmal nicht mehr einfach davon ausgehen, dass wir – wie die ganze Natur – Männlein und Weiblein sind, dass Kinder etwas Wunderbares, unglaublich Wichtiges und ganz Natürliches sind, dass „Mann“ Familie, Sippe und Heimatland schützen muss, dass das uralte Gesetz „Du sollst nicht töten“ ohne Ausnahme für alle gilt und dass das unseren Vorfahren einst heilige Herdfeuer nicht mehr der Familienmittelpunkt, Kochstelle und Schutz vor Kälte, sondern der Feinstaub- und CO2-Tod ist.

Das gehört plötzlich alles abgeschafft, stillgelegt und mit Emissionswerten reguliert. Nur zu unserem Besten, natürlich – und um den Planeten zu retten, auf dem, außer in Deutschland, Milliarden Menschen mit Feuer heizen, kochen und ganze Wälder roden.

 

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Jetzt müssen nach dem Willen der Grünen wegen der Feinstaub- und CO2-Belastung unzählige Feuerstellen stillgelegt oder mit Partikel- und CO2-Filtern nachgerüstet werden. Allerdings gibt es da einiges zu beachten. Es trifft nicht alle Feuerstellen gleichermaßen.

Ein neues Gesetz schreibt vor, dass Kaminöfen, die 30 Jahre alt und älter sind, nach und nach mit Spezialfiltern ausgerüstet werden müssen, ansonsten stillgelegt werden. Je nach Alter kommen alle Kaminöfen jedes Jahr dran, wenn sie die Altersgrenze überschreiten. Aber: Es kommt auf die Grenzwerte an. Bläst der alte Kaminofen nicht mehr als die zugelassene Menge an Schadstoffen in die Luft, darf er weiterbollern. Neuer Prüf- und Stichtag ist jeweils der 31. Dezember jeden Jahres. Ihr Schornsteinfeger kann ihnen kompetent Auskunft geben, wann Sie „dran sind“. Jetzt sind es die Holzöfen aus 1985 bis 1994 dran.

Die Bundes-Immissionsschutzverordnung, die hier maßgeblich ist, stammt aus 2010. Einen Vorteil hat die Nachrüstung auch: Es wird in der Regel etwas weniger Brennstoff verbraucht.

Die Grenzwerte sind definiert. Für Feuerstätten (so genante Einzelraumfeuerstätten), die vor dem 22. März 2010 in Betrieb genommen wurden, liegt der Grenzwert, der nicht überschritten werden darf, bei vier Gramm Kohlenmonoxid und 0,15 Staub pro Kubikmeter. Hier ist man mit den Grenzwerten nicht ganz so streng, bei nagelneuen Öfen ist man wesentlich rigoroser.

Öfen aus der Zeit von März 2010 bis Dezember 2014 dürfen auf zwei Gramm Kohlenmonoxid und 0,075 Gramm Staub pro Kubikmeter kommen. Alle Öfen, die nach 2015 hergestellt wurden, müssen Grenzwerte von 1,25 Gramm Kohlenmonoxid und 0,04 Gramm Staub pro Kubikmeter befolgen oder ebenfalls nachrüsten. Wenn die vorgeschriebenen Grenzwerte nicht eingehalten werden, muss mit Filtern nachgerüstet werden  – oder die Feuerstelle wird stillgelegt.

Eine Ausnahme gibt es allerdings. Wer in einem alten Haus wohnt und eine „historische Feuerstelle“ (vor 1950) betreibt, ist von den Regelungen ausgenommen, wie auch Kochstellen und offene Kamine. Auch Kachelöfen, die die ausschließliche Heizquelle im Haus sind, dürfen unabhängig  von ihrem Alter weiterbetrieben werden. Noch.

Die Öfen der letzten Jahrzehnte haben meist ein Typenschild irgendwo hinten oder an der Seite, das Aufschluss über das Alter der Feuerstelle gibt. Danach richtet sich dann die „Gnadenfrist“. Ist kein Schild zu finden, muss der Ofenbetreiber sich aktiv darum kümmern, das Alter herauszufinden. Oft kann der Bezirksschornsteinfeger aber helfen.

In jedem Fall sollte man, bevor man teure Maßnahmen ergreift, den Schornsteinfeger die Emissionen erst einmal messen lassen.  Der Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik online (cert.hki-online.de) bietet übrigens eine Datenbank zur Recherche von Ofen-Emissionswerten an. Ein Ausdruck dieser Tabellen reicht dem zuständigen Bezirksschornsteinfeger als Nachweis. Und wer sich nicht sicher ist, ob und wann er „dran“ ist, oder wie lange die Frist wohl noch für seine Feuerstelle läuft,  kann unter myschornsteinfeger.de eine Übersicht anfordern, wann Öfen von der Gesetzesänderung betroffen sind. Anhand der Baujahre werden die Ofengenerationen in eine Skala von Rot, Gelb, Orange und Grün eingeordnet. Wenn sie mit Ihrem 40 Jahre alten Kanonenrohr unter die Rubrik „rot“ fallen, sollten Sie tätig werden.

Die Partikelfilter sind noch enorm teuer. Um die 1500 Euro muss man dafür schon auf den Tisch legen. Das lohnt bei einem alten, aber noch nicht historischen Ofen kaum. Da tut man sich einen größeren Gefallen, wenn man gleich einen Neuen kauft, der den heutigen Anforderungen genügt. Wer mit seinem Bullerjan noch ein paar Jahre Zeit hat, kann vielleicht darauf hoffen. Dass die Filter – dank Massenproduktion –  deutlich billiger werden. Und es ist bei alten Öfen nicht garantiert, dass die Filter ausreichen, um auf die erlaubten Grenzwerte zu kommen. Wenn der Filter nicht ausreicht, um auf die erlaubten Werte zu kommen, hat man viel Geld für nichts eingesetzt, und muss trotzdem einen neuen Ofen kaufen.

Wer nun darauf setzt, dass er einfach weitermacht und hofft, dass der Schornsteinfeger das nicht bemerkt, läuft Gefahr, richtig viel Strafe zu zahlen: Findet ein Schornsteinfeger zweimal innerhalb von sieben Jahren einen alten Ofen, der die Fristen deutlich überschritten hat, muss er den Ofen außer Betrieb setzen und es setzt eine Strafe von bis zu 50.000 Euro.

Es gibt mittlerweile sehr gute Informationsportale zu diesen Fragen, wo zu Gesetzen, Grenzwerten und Filtern gute Informationen und auch Tipps zu finden sind.

Zum Schluss noch einen Tipp: Es gibt sehr einfache, preiswerte und effektive „schaumkeramische Filtermatten“, eine Neuheit, die aus den Gießereien bekannt ist. Dort werden sie eingesetzt, um Schlacken und Gase aus der Metallschmelze aufzufangen. Das Prinzip besteht darin, dass kleine nicht verbrannte Teilchen, die im heißen Luftstrom mitgerissen werden, sich auf der Keramikschaummatte, die durch ihre Struktur über eine immens große Oberfläche bietet, ablagern und dort durch die Hitze verbrennen, ohne dass die Schaumkeramikmatte dabei verbraucht wird. Diese Matten gibt es ab ca. 30 € aufwärts.

Es ist nicht garantiert, dass dadurch der Grenzwert sicher eingehalten wird. Aber in jedem Fall ist der Preis einen Versuch wert, bevor man über Tausend Euro in einen Partikelfilter investiert. Sollte die Matte ausreichen, hat man jedenfalls viel Geld gespart.

 

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