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Euro-Desaster: Im Wahlkampf geschickt ausgeklammert

24. September 2017 | Wirtschaft | Finanzen | MM News | YouTube

Die Misere um den Euro haben Politiker geschickt im Wahlkampf verschwiegen. Die Folgen werden dennoch für deutsche Vermögen und Sparer destaströs sein. Die große Abrechnung kommt erst nach der Wahl. Dann wird es zu spät sein.

Es gibt ein Thema, das uns alle sehr beschäftigt: die Euro-Währung. Nun, eine Gruppe von Menschen beschäftigt das Thema allerdings überhaupt nicht: Politiker. Geldwert, Nullzinspolitik und Entwertung von Sparbüchern und Lebensversicherungen sind Tabu-Themen.

Den Politikern hilft der deutsche Qualitätsjournalismus, aus dem keine Fragen nach dem Geld und der Stabilität kommen. Vielmehr hat sich unwidersprochen die These der Geldfälscher um Mario Draghi in der Europäischen Zentralbank (EZB) durchgesetzt, eine Inflationsrate von zwei Prozent bedeute Geldwertstabilität. Das ist eine glatte Lüge. Zwei Prozent Inflation machen aus einem Sparbuch mit 1.000 Euro nach zehn Jahren 820 Euro.

Ein Bekannter hat den Berliner Brotpreisindex (BBIn) kreiert. Ein gutes Brot beim Bäcker um die Ecke kostete bei Einführung der Euro-Währung 2002 1,80 Euro. Heute kostet dieses Brot 3,30 Euro. Das heißt, seit Einführung des Euro ist es um ca. 75 Prozent teurer geworden. Da wir häufiger Brot als Kühlschränke oder Handys kaufen (die sollen preiswerter geworden sein), kann man guten Gewissens sagen, dass der Euro in 15 Jahren über die Hälfte an Wert verloren hat. Dafür brauchte die D-Mark 30 Jahre.

Dafür gibt es sogar eine Bestätigung durch die Deutsche Bundesbank. Im Vorstand der Bundesbank sitzt der ehemalige FDP-Bundestagsabgeordnete Carl-Ludwig Thiele, der öffentlich den Wertverlust bestätigt, auch wenn er die Sache so zu drehen versucht, als ob der Euro immer mehr als Weltreservewährung dienen würde.

Das Indiz ist die umlaufende Bargeldmenge – und die ist seit 2002 praktisch explodiert. Denn wer früher mit zehn Euro einkaufen oder in ein Wirtshaus ging, braucht heute 20 oder 30 Euro – und entsprechend mehr Geldscheine.

Thiele erklärte in einem Interview mit dem Berliner Tagesspiegel (24. Juli 2017) auf die Frage nach der Zukunft des Bargelds: „Es wird sogar immer mehr. Bei der Einführung des Euro-Bargelds am 1. Januar 2002 waren es 220 Milliarden Euro, die in Umlauf gebracht wurden. Ende 2004 waren es schon 500 Milliarden Euro, Ende 2014 rund 1.000 Milliarden. Wir haben in den vergangenen Jahren ein Bargeldwachstum von sechs Prozent pro Jahr gehabt.“

 

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