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Fast Food: Gehirnwäsche durch Logos

4. Februar 2018 | Gesundheit | Ernährung | Medizin | Psychologie | Gesellschaft | Pravda TV

Erinnern Sie sich an die grüne Wende bei McDonalds im Jahr 2009? Aus Rot wurde plötzlich Grün, mit diesem künstlichen Image-Wechsel bemühte sich die Fast-Food-Kette um einen gesünderen Eindruck. Denn die Farbe Grün lässt an saftige Wiesen denken, an grasende Kühe, an ein natürliches Leben – nicht etwa an blutige Fleischgeschäfte, an minderwertige Getreideprodukte und chemische Saucen.

Eine neue Studie aus den USA verdeutlicht die Marketing-Strategien der Fast Food-Konzerne. Unglaublich, aber wahr: Fast-Food-Logos wirken auf Kinder und Jugendliche wie eine Gehirnwäsche! Fast-Food-Konzerne kontrollieren Kinder und Jugendliche: Fet­ti­ge Pom­mes, lab­be­ri­ge Bur­ger­bröt­chen, ge­press­tes Fleisch, künst­li­che Sau­cen …

Viele El­tern be­ob­ach­ten mit Arg­wohn das Ess­ver­hal­ten ihrer ju­gend­li­chen Spröss­lin­ge. Teen­ager sind die treu­es­ten Be­su­cher von Mc­Do­nalds und Co. Hin­ter die­ser Fast Food-An­zie­hung ste­cken ei­ner­seits ab­hän­gig ma­chen­de Ge­schmacks­trä­ger wie Zu­cker und Glut­amat, an­de­rer­seits ge­ziel­te Mar­ke­ting­kon­zep­te.

Schon die Kleins­ten wer­den mit Spiel­zeug zum “Happy Meal” ver­lei­tet. Da be­kom­men selbst schlech­te Esser Ap­pe­tit (“Happy Meal” des Grauens: So sieht ein McDonald’s-Menü nach sechs Jahren aus

Wäh­rend wir die Er­näh­rung un­se­rer Kin­der noch steu­ern kön­nen, tref­fen Ju­gend­li­che zu­neh­mend ihre ei­ge­nen Ent­schei­dun­gen und las­sen sich leicht von all­ge­gen­wär­ti­gen Wer­be­kam­pa­gnen ver­füh­ren.

Nicht nur im Fast-Food-Mekka USA rächt sich die Fehl­ernäh­rung mit gras­sie­ren­der Fett­lei­big­keit, auch in Eu­ro­pa wer­den Kin­der und Ju­gend­li­che immer di­cker. Trotz Auf­klä­rung über ge­sun­de Er­näh­rung zu­hau­se und in den Schu­len zieht es viele Ju­gend­li­che wie fern­ge­steu­ert zum gros­sen M.

Der bri­ti­sche Po­li­ti­ker Chris Brewis be­zeich­ne­te Fast Food gar als “Kin­des­miss­brauch”. Eine ame­ri­ka­ni­sche Stu­die ver­deut­lich­te nun die er­staun­li­chen Me­cha­nis­men, die sich im Ge­hirn von Kin­dern beim An­blick von Fast-Food-Logos ab­spie­len.

Fast-Food-Logos aktivieren Belohnungszentren im Gehirn

Ma­ni­pu­lie­ren Fast-Food-Logos das Ge­hirn von Kin­dern? Un­ter­su­chun­gen eines For­schungs­teams der Uni­ver­si­ty of Mis­sou­ri und der Uni­ver­si­ty of Kan­sas lie­fern den Be­weis. Dem­nach wür­den sich Logos und Mar­ken­na­men von Fast-Food-Re­stau­rants buch­stäb­lich in die Ge­hir­ne von Kin­dern ein­bren­nen und ihre Er­näh­rungs­wahl steu­ern.

Für die Stu­die mit dem Titel “Neu­ro­eco­no­mics of Con­tro­ver­si­al Food Tech­no­lo­gies” (Neu­ro­öko­no­mie von kon­tro­ver­sen Le­bens­mit­tel­tech­no­lo­gi­en) wur­den bei 120 Kin­dern und Ju­gend­li­chen im Alter von 10 bis 14 Jah­ren Ma­gnet­re­so­nanz­to­mo­gra­phi­en (MRT) durch­ge­führt (Lexikon der Lebensmittelzusatzstoffe).

Um die Hirn­ak­ti­vi­tät zu mes­sen, zeig­te man den Teil­neh­mern be­kann­te Logos, von denen ei­ni­ge mit Fast Food zu tun hat­ten. Dabei stell­te sich her­aus, dass die Be­loh­nungs­zen­tren im Ge­hirn, wel­che den Ap­pe­tit an­re­gen oder zü­geln sol­len, eine grös­se­re Ak­ti­vi­tät auf­wie­sen, so­bald die Test­per­so­nen mit Logos von Fast-Food-Ket­ten kon­fron­tiert wur­den. Stu­di­en­lei­te­rin Dr. Aman­da Bruce er­klär­te ge­gen­über der bri­ti­schen Ta­ges­zei­tung The In­de­pen­dent:
Die For­schung hat ge­zeigt, dass Kin­der und Ju­gend­li­che mit hö­he­rer Wahr­schein­lich­keit Nah­rungs­mit­tel aus­wäh­len, deren Logos sie ken­nen. Be­sorg­nis­er­re­gend ist das Er­geb­nis des­halb, weil es sich bei der Mehr­heit der Le­bens­mit­tel, deren Ziel­grup­pe vor allem Kin­der und Ju­gend­li­che sind, um sehr un­ge­sun­de, ka­lo­ri­en­rei­che Pro­duk­te han­delt, die viel Zu­cker, Fett und Na­tri­um ent­hal­ten.“

Das ge­sund­heits­schä­di­gen­de Ess­ver­hal­ten vie­ler Her­an­wach­sen­der hänge mit einer ge­stör­ten Ent­wick­lung jener Hirn­re­gio­nen zu­sam­men, die ko­gni­ti­ve Kon­trol­le aus­üben und die Emo­tio­nen steu­ern.

Kin­der und Ju­gend­li­che seien emp­fäng­li­cher für Fast-Food-Re­stau­rants, weil sich in ihren Ge­hir­nen die Logos und Mar­ken­na­men re­gel­recht ein­ge­schrie­ben.

Wenn die not­wen­di­gen Hemm­pro­zes­se im Ge­hirn nicht mehr grei­fen, lau­fen ins­be­son­de­re Ju­gend­li­che Ge­fahr wie­der­holt die fal­schen Er­näh­rungs­ent­schei­dun­gen zu tref­fen.

Fast-Food-Ketten werben gezielt um Kinder und Jugendliche

Laut der ame­ri­ka­ni­schen Bun­des­han­dels­kom­mis­si­on (FTC) geben Fast-Food-Kon­zer­ne jähr­lich etwa 1,6 Mil­li­ar­den Dol­lar aus, um ihre Pro­duk­te an Ju­gend­li­che zu ver­mark­ten.

Das vor­herr­schen­de Me­di­um für die Mar­ke­ting­kam­pa­gnen ist das Fern­se­hen. Po­li­ti­ker ste­hen dem Ein­fluss von Fast-Food-An­bie­tern auf die Er­näh­rung von Her­an­wach­sen­den an­ge­sichts der Ge­sund­heits­mi­se­re in den In­dus­trie­na­tio­nen zu­neh­mend kri­tisch ge­gen­über.

Um Re­gu­lie­rungs­mass­nah­men sei­tens der ame­ri­ka­ni­schen Re­gie­rung mit einer Selbst­ver­pflich­tung zu­vor­zu­kom­men, schlos­sen sich im Jahr 2006 14 gros­se Le­bens­mit­tel­her­stel­ler zu­sam­men (u.a. Coca-Cola, Kel­logg’s). Diese Ko­ali­ti­on ver­pflich­te­te sich dazu, auf Kin­der und Ju­gend­li­che aus­ge­rich­te­te Mar­ke­ting­mass­nah­men zu re­du­zie­ren.

Die vor­ding­lichs­te Emp­feh­lung des Ko­mi­tees ist, dass alle Nah­rungs­mit­tel- und Ge­trän­ke­her­stel­ler be­stimm­te Nähr­wert­stan­dards bei Pro­duk­ten über­neh­men sol­len, deren Ziel­grup­pe vor allem junge Men­schen sind, sagte Lydia Par­nes, Di­rek­to­rin des Bu­reau of Con­su­mer Pro­tec­tion, bei einer Pres­se­kon­fe­renz.

Was die FTC zu­nächst als po­si­ti­ven ers­ten Schritt der in­dus­trie­ei­ge­nen Ko­ali­ti­on in Rich­tung Er­näh­rungs­auf­klä­rung wer­te­te, hat je­doch einen faden Bei­ge­schmack. Kri­ti­ker die­ser In­itia­ti­ve zur Selbst­re­gu­lie­rung stel­len die be­rech­tig­te Frage, was die Ko­ali­ti­on unter Nähr­wert­stan­dards ex­pli­zit ver­steht (15 Länder, die McDonalds aus ihrem Land verbannt haben).

Auch die De­fi­ni­ti­on von Wer­bung sei nicht ein­deu­tig genug, um Kin­der und Ju­gend­li­che zu schüt­zen. Ro­bert Kes­ten, Di­rek­tor des Cen­ter for Screen-Time Awa­ren­ess in Wa­shing­ton, das den Ein­fluss der Me­di­en zu be­gren­zen ver­sucht, kri­ti­sier­te ge­gen­über der New York Times:

In dem ‚Bet­ter Busi­ness Bu­reau‘-Pro­gramm ent­schei­den die teil­neh­men­den Fir­men selbst, was ‚bes­se­re’ Le­bens­mit­tel sind. Eben­so ent­schei­den sie über Wer­be­richt­li­ni­en für Kin­der und Ju­gend­li­che. Die Her­stel­ler sind also ganz al­lein für die De­fi­ni­ti­on die­ser Schlüs­sel­fak­to­ren ver­ant­wort­lich.

Als El­tern bleibt uns nur die Mög­lich­keit, das Be­wusst­sein un­se­rer Kin­der für Wer­be­prak­ti­ken zu schär­fen. Da Ver­bo­te auf Ju­gend­li­che be­son­ders reiz­voll Wir­ken, soll­ten statt­des­sen Al­ter­na­ti­ven an­ge­bo­ten wer­den.

Gehen Sie mit ge­sun­dem Bei­spiel voran und wer­den Sie mit Ihren Kin­dern krea­tiv. Die schnel­le Küche muss weder un­ge­sund noch lang­wei­lig sein! (Essen, das Sie tötet: Entfernen Sie diese Lebensmittel von Ihrem Speiseplan)

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Quelle:

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