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Fluorid in der Zahnpasta – Gift aus der Tube?

28. Dezember 2017 | Allgemein | Gesundheit | Ernährung | Medizin | Wissenschaft | Forschung | connectiv.events

von Niki Vogt

Der enorme Anstieg der Krebserkrankungen, Allergien und Hautkrankheiten, die schier unübersehbaren chronischen Befindlichkeitsstörungen, unter denen die Menschen heute leiden – all diese Ungesundheit hat verschiedene Faktoren. Einer der entscheidendsten davon ist: Wir vergiften uns. Natürlich ist das auch Gewissenlosigkeit der Industrie. Aber wir sind es auch selber, denn wir wissen es doch besser und kaufen den Dreck trotzdem. Dabei gibt es Alternativen. Eine der Giftdosen, die wir uns täglich reinpfeifen via Mundschleimhaut ist die übliche Zahnpasta.

Hier ein Ausschnitt aus einem unserer „Unzensiert“-Film-Magazine, die wir für den Kopp-Verlag gemacht haben. Die Fluoridbelastung in den ganz normalen Dingen, die wir im Alltag zu uns nehmen ist schon recht hoch. Doch die Zahnpasta toppt alles.

Nun werben die Zahnpasten ja damit, daß Fluorid doch so gut für die Zähne sei, sie hart und widerstandsfähig mache und ansonsten unschädlich sei. Und dann gibt es noch die ach-so gesunde Anreicherung mit „Spurenelementen“. Dieses Wort wird ja gerne benutzt und bedeutet eigentlich nur, dass es von bestimmten, aber im Körper äußerst effektiven chemischen Elementen nur sehr geringe Mengen braucht, um eine wirksame Änderung im Stoffwechsel zu erzielen. Dass das immer gesund sein muss, ist natürlich nicht damit gesagt.

 

Fluorid – toxisches Abfallprodukt in der Zahnpasta

Was die harten Zähne betrifft, ist das bei Fluorid in sehr geringen Dosen sogar richtig. Meist nur liegt die tägliche Dosis weit über dieser minimalen Menge – und dann gehen die Zähne sogar kaputt von dem Fluorid. Nachgewiesenerweise ist in Ländern, die das Trinkwasser fluoridieren, die Rate derer, die schon in relativ jungem Alter zahnlos werden, signifikant höher als in Ländern ohne fluoridiertes Wasser. Die Zähne werden brüchig und splittern weg, die traurigen Ruinen müssen überkront werden, doch die Brüchigkeit ist auch in der Zahnwurzel. Die Zahnzerstörung fängt oft schon in der Kindheit an.

 

Zu dem Fluorid im Trinkwasser kommt dann noch das aus der Zahnpasta. Gut, man isst die Zahnpasta nicht. Aber das Gift wird schon zu einem guten Teil während des Putzens durch die Mundschleimhaut aufgenommen. Das ist ein Effekt, den sich die Pharmazeuten bei Mitteln zunutze machen, die besonders schnell wirken müssen. Manche Medikamente werden unter die Zunge gelegt und komplett über die Mundschleimhäute aufgenommen. Viele Kreislauftropfen zum Beispiel wirken ausschließlich über die Mundschleimhaut. Und genauso kommt das Fluorid aus der Zahnpasta ebenfalls in den Körper. Dort wirken Fluoride als Zellgifte und hemmen Enzyme des Stoffwechsels. Da das aber in kleinen Dosen sehr langsam und unauffällig geschieht, so dass die Verlangsamung des Stoffwechsels kaum spürbar ist kommt man gar nicht auf den Verursacher Fluorid, wenn nach Jahren die ersten Gesundheitsschäden manifest werden. Unser Immunsystem zum Beispiel, ist auf die perfekte Arbeit der Enzyme angewiesen. Es wird durch Fluoride blockiert, durcheinandergebracht und geschwächt. Man wird anfällig für die verschiedensten Gesundheitsproblemchen, die sich sammeln,die aber niemand mit der Zahncreme in Verbindung bringt.

Auf einigen Zahnpastatuben findt man den Warnhinweis: „Achtung, für Kindern unter 6 Jahren unzugänglich aufbewahren! Wenn mehr als die für das normale Putzen benötigte Menge geschluckt wird, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt oder die nächste Giftnotrufzentrale.“ Aha? Warum wohl?

Nun schmecken aber gerade Zahncremes für Kinder ganz verlockend. Die lieben Kleinen sollen ja kein Theater machen, wenn sie morgens und abends die Zähne putzen müssen. Die Erziehungsverpflichteten (vulgo: Eltern) neigen daher zu einem Einkaufsverhalten, das sich daran ausrichtet, wie gern das Kind sich mit dieser Zahncreme die Beißerchen poliert. Verständlicherweise. Und das sind nunmal die Pasten, die dem Kind schmecken. Damit aber stellt sich die Frage: Wie giftig ist denn das Fluorid in der Zahncreme? Wieviel kann das Kind denn unbeschadet davon essen, wenn mal keiner hinguckt?  Wenn ein zweijähriges Kleinkind eine knappe halbe Tube fluoridierte und mit Aromen versetze Zahnpasta verputzt, weil sie so köstlich süß nach Erdbeeren duftet und schmeckt, dann sind wir bereits im akut lebensgefährlichen Bereich. Ein vierjähriges Kind verträgt kaum mehr, nämlich 56 Prozent einer normalen Zahnpastatube. Auch ein sechsjähriges Kind braucht nur 70 Prozent einer Tube zu verspeisen, um in tödlicher Gefahr zu sein. Irgendein anderes Mittel mit so hoher Giftigkeit wäre normalerweise nicht frei verkäuflich und würde nur unter strengster Kontrolle, Nachweis der Personalien und in sehr geringen Mengen abgegeben werden. Soviel zum gesunden Fluorid.

Und das ist nicht alles. Viele besonders eifrige Zeitgenossen nehmen zusätzlich auch noch ein Mundwasser, das so schonende und gesunde Inhaltsstoffe hat, dass es im Reklamespot sogar Muscheln vom Schiffsrumpf wegsprengt. Wie gehirngewaschen sind wir eigentlich, dass uns so eine Werbung auch noch zum Kauf dieser offenbar waffenscheinpflichtigen Sutsche animiert?

Das ist aber immer noch nicht alles. Wir ziehen uns nicht nur das Fluorid rein, was eigentlich ein toxisches Abfallprodukt bei der Düngemittelherstellung ist und als Sondermüll teuer entsorgt werden müsste. Stattdessen wird der Giftmüll kostengünstig in die Bevölkerung verklappt. Nein, wir bleichen auch unsere Zähne täglich mit der tollen Zahnpasta. Und auch das meist hochoxidative Bleichmittel wandert ebenfalls fröhlich über die Mundschleimhaut in den Körper.

 

Der Putzkörper – Schmirgeln ist nicht immer gut

Was ist denn eigentlich in einer Zahnpasta drin? Hauptbestandteile der allermeisten Zahncremes sind der Putzkörper, Feuchthaltemittel und Wasser zu jeweils etwa fast einem Drittel. Der kleinste Teil besteht aus Bindemittel, Aufschäumern und Konservierungsmittel. Desweiteren sorgen Süßsstoffe und Aromastoffe dafür, dass die Paste gut schmeckt und das Gefühl von Sauberkeit und Frische vermittelt., Farbe und  diverse Wirkstoffe (Fluoride zur Zahnhärtung, Bleichmittel zum aufhellen, „Kräuterextrakte“  für die Zahnfleischgesundheit) werden dann ganz besonders für die Zahngesundheit und als Besonderheit gerade dieser Marke angepriesen und als Verkaufsargument bemüht.

Der so genannte Putzkörper der Zahncreme ist die „Scheuermilch“, die den Belag auf den Zähnen mechanisch entfernt und die Reinigungswirkung der Zahnbürste unterstützt. Hierfür werden zum Beispiel Calciumcarbonatpulver, Siliziumdioxidpulver oder Natriumhydrogencarbonat (das ist  Backpulver) verwendet. Schon hierbei kann man seinen Zähnen ordentlich Schaden antun, wenn das zu grob ist und den Zahnschmelz abschleift. Die Abriebwirkung muss minimal sein, aber gerade noch so viel, dass der Zahnbelag entfernt und die Zahnoberfläche leicht poliert wird, ohne sie zu verkratzen. Je kleiner und runder die einzelnen Putzkörper sind, desto geringer ist ihr Abrieb. Der „Relative Dentin Abrieb“ (RDA) kann von den Herstellern freiwillig auf den Packungen angegeben werden. Empfohlen wird ein schonender ein RDA-Wert zwischen 20 und 60. Zugelassen sind aber brutale Werte bis zu 250. Danach kommt nur noch Kärchern oder Sandstrahlgebläse. Für den täglichen Gebrauch empfehlen Zahnärzte Pasten mit einem Abrieb von allerhöchstens 80.

 

Natrium Lauryl Sulfat & Co – bereits als Entlaubungsmittel in Vietnam bewährt

Damit sich das alles im Mund gut verteilt und man ordentlich was zum Rumbürsteln hat, wird die Zahncreme beim Putzen aufgeschäumt. So hat der Anwender ein tolles Gefühl, wie sauber er seine Zähne hält. Das tut die Zahncreme aber nicht von Natur aus, sondern es werden Schaummittel zugesetzt, wie beim Waschmittel. Besonders gern genommen: Natrium Lauryl Sulfat. Das Zeug ist in Abwandlungen auch in den allermeisten Duschgels, Shampoos und Badezusätzen drin. Es ist spottbillig und steht unter der Bezeichnung Sodium Lauryl Sulfat oder Sodium Laureth Sulfat in der LIste der Inhaltsstoffe hinten auf der Packung.

Öko-Test stufte das Teufelszeug als das die Haut am stärksten reizende Tensid überhaupt ein. Es entfernt jeglichen organischen Schutzfilm von allem und jedem. Daher ist es das ideale Mittel um Maschinen zu reinigen. Und: es wurde im Vietnamkrieg als der Bestandteil in Agent Orange eingesetzt, der die natürliche Schutzschicht von den Oberflächen der Pflanzen entfernte, damit das Pflanzengift zur Entlaubung der Wälder erst so richtig wirkte. Genau das macht dieses schwach giftige Zeug auch beim Duschen, Haarewaschen und Baden mit unserer Haut. Damit gelangen die anderen Giftstoffe erst so richtig ungehindert durch die Haut in den Körper. Das Natrium/Sodium Lauryl-Sulfat läßt die Haut und auch die Mundschleimhaut stark aufquellen und verursacht Zahnfleischschäden. In den USA steht diese Chemikalie in der Liste der Gifte mit der Bezeichnung „primary irritant“ – direkt entzündungserregend. Studien und Versuchsreihen stellten schon 1975 fest, dass Zähne, die mit der Chemikalie gereinigt wurden, signifikant stärker durch die schwachen Säuren zerstört wurden, wie sie in Säften, Limonaden, Saucen und Bonbons enthalten sind. Der Zerfall der Zähne wird durch Sodium Laureth Sulfat / Natrium Lauryl Sulfat wesentlich beschleunigt. Trotzdem darf es immer noch in Zahnpasten eingesetzt werden.

 

Triclosan – tötet Bakterien und vieles andere mehr

Damit das ganze Gemisch in der Tube auch schön lange hält und nicht verrottet, braucht man Konservierungsmittel. So eine Zahnpastatube muß ziemlich lange halten. Bis zu einem halben Jahr im meist gut warmen Badezimmer, darf sich darin kein Bakterium zeigen. Natürlich gibt es mehr oder weniger schädliche Mittel zu diesem Zweck. Aber wie immer, greifen die Hersteller zu billigen Lösungen, die bombensicher wirken. So ein Mittel ist Triclosan, ein chemisches Desinfektions- und Konservierungsmittel. Es vernichtet Mikroben aller Art. Daher wird es aus  Gründen der Kariesverhinderung und zur Behandlung von Zahnfleischinfektionen in den Zahncremes und Mundwässer verwendet (aber auch in Geschirrspülmitteln, Seifen, Deodorants u.s.w.).

Triclosan ist ein stark antibiotisch wirksamer Mikrobenkiller. Im Mundwasser oder Zahncreme tötet Triclosan aber nicht nur schädliche Bakterienkolonien, sondern auch die gesunde und notwendige Mundflora ab. Diese körpereigene, erste Abwehr im Mund schützt den Körper normalerweise vor eindringenden Erregern. Unter Dauerfeuer von Triclosan kann sie sich jedoch nicht mehr regenerieren.

Bereits im August 2009 forderte die Kanadische Medizingesellschaft (Canadian Medical Association) das kanadische Gesundheitsministerium (Canada Health) dazu auf, schnellstmöglich Maßnahmen zu ergreifen, um Triclosan aus Körperpflegeprodukten zu entfernen. Der Grund: Wie bei allen Antibiotika, die dauernd und im Übermaß angewendet werden, entwickeln sich Erreger, die gegen die Bakterienkiller immun werden. Meistens entwickeln sich sogar breite Mehrfach-Resistenzen. Das bedeutet, daß die Erreger praktisch „unverwundbar“ werden und so stark, dass sie einen Körper, den sie befallen, praktisch unaufhaltsam überrollen – bisweilen mit tödlichem Ausgang. Auch im Zusammenhang mit Triclosan wurde das Entstehen solcher „Supererreger“ beobachtet. Es hatten sich also aufgrund des maßlosen und gedankenlosen Einsatzes von Triclosan bereits bakterielle Resistenzen entwickelt.

 

Parabene und Benzoate – gut für die Zahnpasta, nicht für Dich

Aber auch, wenn kein Triclosan bei den Inhaltsstoffen zu finden ist: Eine Zahncreme muss wochenlang haltbar bleiben. Sie muss irgendwie konserviert werden. Und so bieten sich hier die billigen Parabene an. Das sind synthetische Konservierungsstoffe, die man nur sehr schwer in der „Zutatenliste“ findet. Diese chemische Gruppe der Parabene kann viele verschiedene Namen tragen. Wenn sie den Gruppennamen mit tragen, erkennt man sie ja noch ganz leicht: Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben, Butylparaben oder Benzylparaben sind gut zu identifizieren. Wenn der Stoff aber nicht einmal den Wortteil „Paraben“ enthält, wird’s schwieriger. Dann achte man auf die Bezeichnung „Benzo …“, wie z. B. in Parahydroxybenzoat, Oxybenzoesäure, Oxybenzoat, Hydroxybenzoesäure, Hydroxybenzoat, und Zusammensetzungen mit „Esther“ wie PHB-Ester, etc.

Parabene sind hochwirksame Stoffe. Und sie verrichten ihre Aufgabe nicht nur in der Zahnpasta und im Mund, sondern auch über die Mundschleimhaut im ganzen Körper. Dort lassen sie den Hormonhaushalt entgleisen. Ganz besonders betroffen davon sind Jungs, sogar männliche Embryonen im Mutterleib, sie können durch die Parabene verweiblichen, weil die im Körper ähnlich wie Östrogene wirken.

Aber auch bei Frauen stehen Parabene im Verdacht, eine Rolle bei der Entstehung von Brustkrebsgewebe zu spielen. Untersuchungen von Tumoren in der weiblichen Brust hatten gezeigt, dass sich darin Parabene ansammeln. Es ist nich nicht nachgewisen, ob sich Parabene konzentriert in Tumoren befinden und vielleicht sogar Entstehung befördern. Daher dürfen Parabene einfach weiterhin eingesetzt werden – mit dem Segen der EU-Kosmetikverordnung. Verlässliche Beweise durch unabhängige Langzeitstudien sind teuer, der Staat finanziert so etwas äußerst selten, da er meistens – durch Lobbyisten beeinflusst – die Finger davon lässt. Und Geldgeber für so teure Studien sind meistens die Firmen, die genau solche Stoffe herstellen oder einsetzen, und die bezahlen natürlich keine Studien gegen ihre Interessen.

 

 

 

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Bildredakteur:

Niki Vogt

Textredakteur:

Niki Vogt

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