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Bild von azazelok auf Pixabay

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Gaddafis andere Seite – der angebliche Diktator war ein brillanter Staatsführer und eine Gefahr für die USA und Frankreich

25. Februar 2020 | Allgemein | Geschichte | Kriege | Revolutionen | Kultur | Kunst | Musik | Politik | Geo-Politik | Wirtschaft | Finanzen | connectiv.events

von Eva Maria Griese 

Der Sozial-und Wohlfahrtsstaat Libyen war einzigartig und beispielgebend.  Es gab keine Stromrechnungen, da Elektrizität  kostenlos für alle war. Lebensmittel waren stark bezuschusst; ein Laib Brot kostete weniger als 1 Cent und Benzin  etwa 10 Cent pro Liter.

Bei der erfolgreichen Machtergreifung, als Muammar al-Gaddafi 1969 König Idris vom Thron stieß, war Libyen das ärmste Land der Welt.

Gut 40 Jahre später war es nicht zuletzt wegen seiner Ölvorkommen immerhin das reichste Land Afrikas, auch reicher als etwa Portugal oder Polen. Der Reichtum des Landes kam allen Bürgern zugute.

Wer einen landwirtschaftlichen Betrieb gründete, erhielt vom Staat Farmland, einen Hof, Vieh, Maschinen, Saatgut und eine finanzielle Grundausstattung, um seinen Beruf als Landwirt zu beginnen – alles kostenlos.

Beim Kauf eines Autos erstattete der Staat 50% des Kaufpreises. Der Kaufpreis entspracht dem Fabrikspreis.

Ausgezeichnete Krankenhäuser und Arztbehandlung waren überall zugänglich, auch in den Wüstengebieten.

Schulen und Universitäten waren gratis. Wer wollte, konnte auf Staatskosten im Ausland Schulen besuchen oder studieren. Die Stipendien betrugen 2300 Dollar pro Monat, plus ein Auto.

 

https://genesis-pro-life.idevaffiliate.com/81.html

 

Wenn ein Libyer nach seinem Abschlussexamen keine Arbeit fand , dann bezahlte der Staat ein Durchschnittsgehalt dieser Branche. Hier ein recht objektiver Bericht in der „Presse“ vom 3. November 2011: 

Gaddafi baute das größte Wasserprojekt der Welt

Gaddafis Great-Man-Made-River-Projekt, das größte Wasserprojekt der Welt, sollte Libyen und andere afrikanische Staaten in einen fruchtbaren Garten verwandeln.

Muammar al Gaddafi, ein Mann mit vielen Visionen, träumte von einer autarken Wasserversorgung in Libyen.

Er wollte auch alle angrenzenden Staaten daran teilhaben lassen. Das Great-Man-Made-River-Projekt erzielte internationale Anerkennung und die Vereinten Nationen zeichneten Libyen im Jahr 1999 mit dem Internationalen Wasserpreis aus, wodurch weitere umfassende Studien ermöglicht wurden.

Fortschrittliche Frauenrechte, Kindergeld und Rente mit 55

Ein Bereich, in dem selbst der Menschenrechtsrat der UNO Oberst Gaddafi ganz besonders lobte, waren die Frauenrechte. Anders als in vielen anderen Ländern der arabischen Welt hatten die Frauen in Libyen das Recht auf Erziehung, auf Arbeit, auf Scheidung, auf Eigentum und Einkommen. Als Oberst Gaddafi 1969 die Macht ergriff, gingen nur wenige Frauen auf die Universität. Vor dem Krieg waren von Libyens Studenten mehr als die Hälfte Frauen. Libysche Mütter kamen in den Genuss einer ganzen Reihe von Vorzügen, wie Bargeld für Kinder, freie Kindertagesstätten, freie Gesundheitszentren und Pension mit 55 Jahren.

Doch dann kam alles anders…

 Wie in einem vorangegangenen Artikel erläutert, plante Oberst Gaddafi auch die Gründung einer afrikanischen Investitionsbank, eines afrikanischen Währungsfonds mit 42 Milliarden Dollar an Startkapital und die Gründung einer afrikanischen Zentralbank,  die eine gemeinsame afrikanische Währung etablieren sollte.

Goldreserven sollten dazu verwendet werden, eine gesamtafrikanische Währung auf der Grundlage des libyschen Gold-Dinars aufzubauen.

 

https://connectiv.events/referent/arthur-traenkle/

 

Zitat  aus einem Asia-Times Artikel:  „Libya not only has oil. According to the International Monetary Fund (IMF), its central bank has nearly 144 tonnes of gold in its vaults. With that sort of asset base, who needs the BIS, the IMF and their rules? „)

Dieser Plan wurde entwickelt, um den frankophonen afrikanischen Ländern eine Alternative zum französischen Franc (CFA) zur Verfügung zu stellen,.

Gaddafis Gold-Dinar bedrohte auch die Dollarhegemonie

Er forderte damit die US-Zentralbank, die Spitzen der Finanzelite und auch den Hegemon Frankreich heraus. Einen ähnlichen  Fehler hatte auch Saddam Hussein wenige Jahre zuvor gemacht. Auch er kehrte dem Petro -Dollar den Rücken und wollte die irakischen Ölverkäufe nur noch in Euro oder einer goldgedeckten Währung abrechnen.

Die „National Security“ der USA ist sakrosankt

Da man sie durch die Initiativen des schillernden Oberst Gaddafi bedroht sah, wurde die schon bewährte Methode „Verleumden – Verteufeln – Vernichten“ gestartet. Den westlichen Medien, welche sich zu einem guten Teil im Besitz von Rüstungskonzernen befinden, spielen in den ersten beiden Phasen die Hauptrolle. In Bezug auf Wladimir Putin läuft die „Berichterstattung“ schon seit längerem im Modus „Verteufeln“  und verlangt dem russischen Präsidenten große Geduld ab.

Es war die Aufgabe Hillary  Clintons, die Person Gaddafi zu beseitigen. Die Entscheidung wurde, wie jetzt klar wird, in den höchsten Kreisen der US-Geldoligarchie gefällt. Am 20. Oktober 2011  hatte Clinton ihren Auftrag erfolgreich beendet. Die „Welt“ schreibt: „Libyen jubelt über den Tod des Diktators Gaddafi“.

„We came – we saw – he died.“.  war Hillary Clintons  lachender Kommentar, als sie die Nachricht vom Tod Gaddafis erhalten hatte.

In Wikipedia liest man heute, dass Gaddafi seine über 40 Jahre dauernde Herrschaft Gaddafi und seinen Machterhalt „…durch ein rentenökononisches, auf den Exporterlösen von Erdöl und -gas beruhendes Verteilungssystem nach innen absicherte und die zahlreichen und teilweise verfeindeten Stämme Libyens  nach dem Prinzip „Teile und herrsche“ instrumentalisierte und politisierte.

…Ähnlichkeiten mit in Syrien oder der Ukraine noch lebenden Personen und den dort ablaufenden Prozessen …sind rein zufällig…

 

https://aquarius-prolife.com/de/

 

Im Februar 2011 kam es angeblich zu Aufständen. Man darf allerdings vermuten, dass nur wenige Libyer freiwillig  gegen Oberst Muammar al Gaddafi gekämpft haben. Man unterstellt – ohne Beweise zu haben – dem Oberst, auf sein eigenes Volk schießen zu lassen. “Muammar al-Gaddafi lässt offensichtlich nichts unversucht: Nun kämpfen auch ausländische Söldner die Unruhen nieder.“ Hier sei ganz nebenbei an die Ähnlichkeit mit dem Massaker durch Heckenschützen auf dem Maidan erinnert.. Die SZ Schreibt im Februar 2011 : „Aber wer sind diese Kämpfer tatsächlich? Wer hat sie angeheuert und woher kommen sie? Spekulationen über ihre Herkunft verbreiten sich schnell.“ Man darf auch vermuten, dass jene Waffen, die man dem Oberst geliefert hatte, als er im Westen noch gern gesehener Gast war, jetzt zu einem guten Teil  von Söldnern bedient wurden, die in engem Kontakt zur CIA standen.  Wie durch das Attentat in Manchester erst jetzt bekannt wurde, flogen in Manchester lebende Migranten immer wieder in den Einsatz nach Syrien.

CIA Beweise, die erst Jahre später auftauchen, dienen nur noch  zur der Geschichtsschreibung

Die Veröffentlichung eines Teils der E-Mails Hillary Clintons aus der Zeit, während sie als Außenministerin den Krieg der Regierung Obamas gegen Gaddafi führte, belegt das Interesse Amerikas, den schrillen aber sehr erfolgreichen angeblichen Diktator Gaddafi loszuwerden.

Im Jahr 2011 zerstörten NATO-Kampfflugzeuge als eine ihrer ersten Missionen  wichtige Teile des Megaprojekts „Great-Man-Made-River“ und legten praktisch die komplette Wasserversorgung Libyens lahm. Unter besonders aktiver militärischer und politischer Beteiligung Frankreichs und Englands.  Man inszenierte  in Libyen einen “Bürger-Krieg” mit vielen Tausenden Bomben und Lenkraketen, mit Uran-Munition und mit Hilfe von ausländischen Söldnern.

Seitdem findet das Land, in dem es mittlerweile zwei verfeindete Regierungen und Parlamente gibt, keinen Weg aus Chaos und Gewalt. Der IS  breitet sich aus. Tausende afrikanische Flüchtlinge  werden nicht wie zu Gaddafis Zeiten in Lagern versorgt, sondern machen sich mit der Hilfe von Schleppern und der mit ihnen kooperierenden NGO´s auf den Weg nach Europa.

General Haftar, der nicht nur das gewählte Parlament sondern auch Russland auf seiner Seite hat, erobert nach und nach immer mehr Terrain. Der Westen stützt die nicht bestätigte Regierung in Tripolis. Erdogan möchte als Muslimbruder nicht noch mehr Einfluss verlieren und schickt Waffen und Islamisten aus den Flüchtlingslagern nach Tripolis. Und Deutschland finanzierte seit 2015 die inzwischen  in Verruf gekommene  militärische  Operation Sophia, die ursprünglich gegen kriminelle Schleusernetzwerke vorgehen sollte und stattdessen zu deren Handlagern wurde und viele Tausend Migranten im Mittelmeer vor dem Ertrinken gerettet hat, einfach umgetauft.  Stattdessen soll es nun eine „militärische und keine humanitäre Mission“ geben, die sich auf die Überwachung des Waffenembargos konzentriert. Na dann ist zumindest für die westlichen Heuchler wieder alles im Lot.

Und Gaddafis Prophezeiung, dass der weiße christliche Kontinent ohne den libyschen Türsteher schwarz werden wird, sollte sich auch in wenigen Jahrzehnten erfüllt haben.

 

https://baden.jungbrunnen.tips

 

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