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Geschichtsfälschung oder „peinlicher Fehler“? Laut Spiegel haben die USA Auschwitz befreit

30. Januar 2020 | Allgemein | Geschichte | Kriege | Revolutionen | Kultur | Kunst | Musik | Politik | Geo-Politik | Psychologie | Gesellschaft | connectiv.events

von Thomas Röper

Im Westen greift ein Geschichtsrevisionismus zum Zweiten Weltkrieg um sich, der noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre. Oder sind das alles nur „Versehen“?

Wenn es einmal passiert, kann man an Zufall glauben. Aber wenn es mehrmals gleichzeitig passiert, dann wird das schwierig. Wovon ist die Rede?

Es geht um die Befreiung von Auschwitz vor 75 Jahren. Vor einigen Tagen hat mir ein Leser das Titelbild des Artikels geschickt und ich habe es für ein Fake gehalten. Das war es aber nicht, ich bitte den Leser an dieser Stelle um Entschuldigung.

Tatsächlich hat der Spiegel zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz geschrieben, US-Truppen hätten Auschwitz befreit. Der Spiegel hat das auf Twitter selbst eingestanden, es war kein Fake.

 

 

Nun bin ich von diesem „Qualitätsmedium“ ja einiges gewohnt und ich bin nur noch schwer zu überraschen. Der Spiegel lügt gerne mal offen und dreist und verändert seine Artikel, wenn die Lügen nachgewiesen werden still und heimlich. All das kenne ich schon.

Aber das der Spiegel allen Ernstes die Befreiung von Auschwitz den USA anheftet, ist entweder so dreist, dass mir die Worte fehlen, oder es ist ein Zeichen für eine grenzenlose Dummheit und Bildungsferne, dass ich mich frage, wie der Redakteur, der so etwas fabriziert hat, überhaupt die erste Klasse abgeschlossen hat.

Aber gut, das wäre ja als Dummheit noch irgendwie akzeptabel, aber es ist wohl keine Dummheit, denn es hat System. Auch die US-Botschaft in Dänemark hat den gleichen „peinlichen Fehler“ gemacht. Die US-Botschaft in Dänemark hat zum Jahrestag der Auschwitz-Befreiung auf Dänisch getwittert:

„Heute ist Internationaler Holocaust-Gedenktag. Vor 75 Jahren befreiten amerikanische Soldaten das Lager Auschwitz-Birkenau.“

 

 

Auch dort gab es natürlich einen Shistorm, aber die US-Botschaft hat fast 35 Stunden gebraucht, um den Tweet richtig zu stellen.

 

 

Wenn solche Fehler überall gleichzeitig passieren, wer mag da an Zufälle glauben?

Russland wehrt sich inzwischen massiv gegen die Versuche des Westens, die Geschichte des Zweiten Weltkriegs umzuschreiben. Putin hat gerade erst tausende Dokumente aus der Zeit freigegeben, die nun in einem neuen Institut der Öffentlichkeit und der Wissenschaft zugänglich gemacht werden sollen.

Dabei geht es in erster Linie um einen Streit zwischen Polen und Russland um die Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges, der inzwischen so weit eskaliert ist, dass die polnische Regierung keinen Vertreter zum Holocaust-Gedenktag nach Israel geschickt hat. Dabei lag Auschwitz immerhin in Polen.

 

https://gesund-auf-den-punkt.de/

Übrigens haben auch die deutsche Medien vor diesem Gedenktag nicht halt gemacht. Ein Kommentar in der Tagesschau stellte den Tiefpunkt dessen dar, was deutsche Medien sich zu diesem Thema je geleistet haben. Anstatt das Gedenken an die Opfer in den Mittelpunkt zu stellen, wurde der Gedenktag von der Tagesschau zu billigster, anti-russischer Meinungsmache missbraucht.

Das ist besonders ekelhaft, weil es erstens die Rote Armee war, die Auschwitz befreit hat (auch wenn der Spiegel das manchmal anders sieht) und zweitens, weil jeder zweite Tote des Zweiten Weltkriegs ein Sowjetbürger war. Wenigstens an diesem Datum hätte die Tagesschau ein wenig Pietät zeigen und sich auf die Opfer konzentrieren können (auch die 27 Millionen Sowjetbürger, vor allem Russen, Weißrussen und Ukrainer). Aber das ist für diese Redaktion wohl zu viel verlangt.

Dass all dies Zufall war, kann man noch aus einem anderen Grund bezweifeln. Auf dem Holocaust-Gedenktag in Israel hat der US-Vizepräsident eine Rede gehalten. Und in der Rede hat er die Sowjetunion und ihre Soldaten, die Auschwitz befreit haben, nicht einmal erwähnt. Er sprach nur von Soldaten, die in das Lager gekommen sind und verschwieg deren Nationalität kurzerhand.

Ist das wirklich alles nur Zufall? Wenn ja, warum passiert es ausgerechnet jetzt plötzlich so gehäuft? Oder ist es vielleicht der Versuch, tatsächlich die Geschichte umzuschreiben und man macht nun die ersten kleinen Schritte? Wir werden es bald sehen, denn in diesem Jahr jährt sich das Kriegsende zum 75. Mal und wir werden reichliche Gelegenheit bekommen, darüber Artikel und Reportagen zu sehen.

Ich werde sie sehr aufmerksam verfolgen.

Nachtrag: Von Zufall kann wirklich keine Rede sein. Auch die EU-schließt sich dem Neusprech, also der Geschichtsfälschung, an. Das Ganze hat Orwell´sche Züge.

Die „Gemeinsame Erklärung der Präsidentin Ursula von der Leyen sowie der Präsidenten Charles Michel und David Sassoli im Vorfeld des 75. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz-Birkenau beginnt mit den Worten:

„Vor 75 Jahren haben die Alliierten das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit.“

Die Sowjetunion, die Auschwitz befreit hat, wird mit keinen Wort erwähnt. Auch nicht ihr Rechtsnachfolger Russland oder die Millionen Opfer in Russland, die der Krieg und damit am Ende auch die Befreiung von Auschwitz gefordert hat.

 

https://connectiv.events/referent/arthur-traenkle/

 

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Bildredakteur:

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Textredakteur:

Thomas Röper

Quelle:

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