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Globale Rentenkrise läuft aus dem Ruder – in Deutschland immer mehr Senioren an der Tafel

1. März 2020 | Allgemein | Familie | Soziales | Gesundheit | Ernährung | Politik | Geo-Politik | Psychologie | Gesellschaft | Wirtschaft | Finanzen | Die Unbestechlichen | connectiv.events

von Niki Vogt

Die sozialen Strukturen kommen jedes Jahr stärker unter Druck. Das wird in den letzten zwei Jahren immer augenfälliger. Im Bereich der Altersversorgung steuert die Welt auf ein „massives Rentenproblem“ zu, schreibt die Webseite Finanz und Wirtschaft. Die „Group of Thirty (G30) hat im November 2019 eine Studie publiziert, die voraussagt, dass in dreißig  Jahren etwa 15 Billionen US$ in der globalen Altersvorsorge fehlen werden.

Die G30 ist laut Wikipedia „ein privates, internationales Gremium, bestehend aus führenden Personen aus dem Finanzwesen und der Wissenschaft. Sein Ziel ist es, das Verständnis der internationalen wirtschaftlichen und finanziellen Fragen zu vertiefen, Auswirkungen der politischen Entscheidungen zu untersuchen und politische Optionen für wichtige Fragen zu prüfen. Die Mitglieder treffen sich zweimal jährlich zur Erörterung der wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Entwicklungen. Die G30 wird von Stiftungen, Banken, Unternehmen, Zentralbanken, Fonds und Privatpersonen finanziert. Seinen Sitz hat das Gremium in Washington, D.C.“

Nun ist eine Studie, die eine solche Entwicklung auf die nächsten dreißig Jahre hochrechnet, immer mit Vorsicht zu betrachten, weil sie, wie sie ja selbst beschreibt, lediglich von einem verlangsamten, ökonomischen Wachstum ausgeht, weiter wachsender Lebenserwartung und sinkenden Geburtsraten sowie niedrigen Zinsen bei den Geldanlagen der privaten Altersvorsorge. Damit extrapoliert man einfach eine Entwicklung, die schon einige Jahre läuft, auf dreißig Jahre in die Zukunft. Offenbar geht man von dreißig weiteren Jahren Niedrigstzinsen und wachsender Lebenserwartung aus und von sinkenden Geburtenraten bei einer stagnierenden oder schrumpfenden Wirtschaft. Dass es einen Wirtschafts- und Finanzsystemcrash oder eine Währungsreform oder einen Systemneustart geben könnte, oder eine Rosskur mit steigenden Zinsen, das scheint nicht einmal als Möglichkeit in den Köpfen zu existieren.

Auch eine zweite Möglichkeit, dass die jungen Menschen allgemein (siehe Shell-Studie) wieder zu sehr konservativen Familienmodellen mit mehreren Kindern tendieren, ist nicht auf der Rechnung. Das wäre aber umso wahrscheinlicher, da die Pläne zur Bargeldlosigkeit und Enteignung immer konkretere Formen annehmen. Wenn alle Wege zu einem Auskommen im Alter versperrt werden, dann drängt sich die Steinzeit-Methode „einfach mehrere Kinder“ großzuziehen, die einen im Alter ernähren müssen … auch unter bescheidensten Verhältnissen … geradezu auf. Ob es so kommt, wer weiß? Aber eine Möglichkeit wäre es.

 

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Entweder denken die Verfasser der Studie nicht über den Tellerrand hinaus oder sie sind sich absolut sicher, dass sie die Wirtschafts- und Finanzgeschichte der Welt in den nächsten dreißig Jahren komplett unter Kontrolle haben. Auch die Conclusio, die die G30 aus der Studie zieht, ist von atemberaubender Originalität: Die Leute sollen mindestens 6 Jahre länger arbeiten. Potzdonner, wer hätte soviel innovatives Out-of-the-Box-Denken erwartet? Jaja, das sind schon Geistesriesen. Und das auch noch auf dem Hintergrund ihrer Prämisse der schrumpfenden oder stagnierenden Wirtschaft, wo man todsicher händeringend nach uraltem Tattergreis-Personal sucht, während bereits jetzt schon die Jungen um ihre Jobs bangen müssen.

Da ist das dumme Volk schon wesentlich weiter in seiner Einschätzung der Zukunft der Renten: Eine Umfrage der Deutschen Bank in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Ipsos erbrachte: In Deutschland hat jeder Zweite Angst vor Altersarmut, gleichzeitig ist auch dieser jede Zweite finanziell gar nicht in der Lage, für sein Alter zu sparen. Nur jeder Sechste glaubt, dass die gesetzliche Rente zum Leben reichen wird. Wir sehen ein ziemlich erschüttertes Vertrauen in die gesetzliche Rente“, sagte Thomas Hörter, Leiter Marktforschung Deutsche Bank.

Noch schlimmer: 54% der Befragten gehen sogar davon aus, dass das gesetzliche Rentensystem früher oder später vollkommen zusammenbricht und es überhaupt keine staatliche Rente mehr geben wird. Daher sind 71% sich sicher, dass sie selbst für ein Auskommen im Alter sorgen müssen. Davon kann der allergrößte Teil aber, wie wir ja wissen, gar nichts für‘s Alter ansparen. Ein Modell, was trotz aller Negativzinsen, Enteignungen usw. funktioniert, wäre – wie gesagt – das Kinderkriegen (siehe oben).

 

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Dass die Lage für Rentner immer schwieriger wird, ist an allen Ecken und Enden zu sehen. Ein zuverlässiger Indikator dafür sind die Tafeln. In Deutschland versorgen sich 1,65 Millionen Menschen bei einer der 940 Tafeln mit Lebensmitteln und bei den Älteren ist die Nachfrage besonders groß.

Innerhalb eines Jahres ist die Zahl der Alten, die hierher kommen, um noch genug zu essen zu haben, um 20 Prozent angewachsen, wie Jochen Brühl, der Vorsitzende des Bundesverbandes der Tafeln in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte. Und er erläutert, dass es viel Energie koste, Armut zu verstecken. Wer das erlebt hat, weiß, was er meint. Man ist dauernd auf der Suche, das Nötigste irgendwo sehr billig aufzutreiben, schadhafte Kleidung zu reparieren oder herum zu fragen, ob jemand im Bekanntenkreis seinen Kleiderschrank ausmistet. Um die Wasserrechnung klein zu halten, geht man mit Kanistern an Brunnen, um sie an öffentlich zugängliche Trinkstationen oder Toiletten und Friedhofs-Wasserhähnen etc. aufzufüllen und heim zu schleppen. Viele Alte müssen Mülleimer nach Verwertbaren absuchen – tagefüllende Beschäftigungen. Das schaffen alte Leute meist nicht mehr.

Und so kommen sie nach und nach zu den Tafeln. Dort nimmt man ihnen durch gezielte Angebote, wie Seniorennachmittage die Scheu, sich als bedürftig zu offenbaren. Sie sehen dann, dass sie nicht allein sind und knüpfen neue Kontakte. Das ist ein gutes Mittel gegen Alterseinsamkeit und versorgt die Senioren mit gesunden Lebensmitteln. Sie treffen beim Einkauf an den Tafeln auch junge Menschen, mit denen sie in Kontakt kommen können: 500.000 Kinder und Jugendliche leben auch von der Unterstützung der Tafeln.

Die Tafeln bekommen allerdings langsam selbst ein Problem. Die Lager, Verkaufsräumlichkeiten, Transporter und Kühlfahrzeuge sind ausschließlich spendenfinanziert und die Tafeln stoßen schon jetzt an die Grenzen ihrer Möglichkeiten, gibt Brühl zu bedenken. So kann gar nicht alles abgeholt und verteilt werden, was an noch einwandfreien Lebensmitteln übrig bleibt. Der Überschuss an nicht verkauften Waren sei riesig. Nur die Stadt Rostock allein verfügt über 16 Tafel-Ausgabestellen und setzt jeden Tag 8 Tonnen Lebensmittel um. Was nicht verteilt werden kann, erhalten die Bauern zur Viehfütterung.

 

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Das Problem: Es ist nicht leicht, Ehrenamtliche für diesen Streßjob zu rekrutieren, sagt Brühl. Lebensmittelrettung müsse immer sehr schnell gehen. Fahrer für die Tafeln müssen sehr verlässlich sein und sind oft mehrere Stunden am Stück ab den frühen Morgenstunden unterwegs, um Lebensmittel einzusammeln.“ Doch wenn die Tafel-Fahrer und Transporteure nicht ausreichen, um die Überschusswaren abzuholen, müssen diese Lebensmittel leider von den Supermärkten entsorgt werden. Die Tafeln müssten einfach ihre Logistik-Zentren vergrößern, mehr Kühlfahrzeuge und Fahrer zur Verfügung haben, aber das Geld fehlt. Jochen Brühl bemerkt bitter: Das Geld will uns aber niemand geben. Stattdessen werden wir von der Politik mit Schulterklopfern abgespeist.“

Eine Möglichkeit, der Knappheit an ehrenamtlichen Helfern zum Einsammeln der Lebensmittel zu entgehen, so Brühl, könnte sein, Langzeitarbeitslose in einem Arbeitsbeschaffungsprogramm einzusetzen, die dann selbst wieder Anspruch auf Rentenpunkte für diese wichtige Arbeit sammeln könnten.

 


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