0 „Glyphosat-Minister“ Schmidt wechselt in Aufsichtsrat des größten Glyphosat-Verbrauchers | connectiv.events
Seite auswählen

„Glyphosat-Minister“ Schmidt wechselt in Aufsichtsrat des größten Glyphosat-Verbrauchers

28. Oktober 2018 | Gesundheit | Ernährung | Natur | Umwelt | Wirtschaft | Finanzen | RT Deutsch

Als Landwirtschaftsminister machte sich Christian Schmidt (CSU) für eine Verlängerung des Glyphosat-Einsatzes in der EU stark. Nun strebt er einen Posten im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG an, dem Unternehmen, das die höchsten Mengen des Mittels verbraucht.

Das neue Jahr naht, und so manch einer weiß bereits sehr konkret, was es bringen soll. So kündigte der ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) dem Bundeskabinett an, neben seinem Beruf als Bundestagsabgeordneter eine „selbständige Tätigkeit als Rechtsanwalt“ sowie einen Posten im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG annehmen zu wollen. Zwar erscheint der Konzern im Personenverkehr zunehmend umweltfreundlich, doch ist er mit gut 75 Tonnen Glyphosat im Jahr der größte Einzelverbraucher des Unkrautvernichtungsmittels in Deutschland. Das 33.500 Kilometer lange Schienennetz wird damit gegen „Verkrautung“ behandelt.

.
Schmidt hat keine gesundheitlichen Bedenken bei Glyphosat

Schmidt machte sich als Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft vor allem damit einen Namen, mutmaßlich im Alleingang die Verlängerung des umstrittenen Unkrautvernichters in der EU durchgesetzt zu haben. Zumindest war dies der Tenor der Bundesregierung in Reaktion auf die weitgehende öffentliche Empörung, nachdem der Einsatz des hochumstrittenen Herbizidsdurch die deutsche Stimme in Brüssel im November 2017 für weitere fünf Jahre verlängert werden konnte. Denn abgesprochen hatte Schmidt mit dem Bundesumweltministerium eine Enthaltung. Die Bundeskanzlerin rügte den Minister daraufhin öffentlich dafür, dass er von der Regierungslinie abgewichen sei. CSU-Parteichef Horst Seehofer gab Schmidt jedoch Rückendeckung und erklärte, er sei über die Pläne zur Verlängerung des Glyphosat-Einsatzes im Bilde gewesen, das habe Seehofer selbst in einer Sitzung des bayerischen Kabinetts deutlich gemacht. Der Beschluss zur Verlängerung erhielt erst durch die Zustimmung Schmidts die nötige qualifizierte Mehrheit, im Falle einer Enthaltung Deutschlands hätte die EU-Kommission selbst entscheiden müssen.

Für die weitere Zulassung des „Ackergifts“, die er auch unterstützte, indem er Gesundheitsbedenken als emotionale Stimmung abtat, erhielt er von anderen Abgeordneten den Titel „Glyphosat-Minister“.

.

.

,

.

.

Der Rechtsanwalt hat in seiner Laufbahn viele Stationen vorzuweisen. Von 2005 bis 2013 war er Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium, dann übergangsweise beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Im letzten Kabinett war Schmidt nicht nur vier Jahre lang Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, sondern auch gute fünf Monate lang kommissarischer Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Noch im Dezember vergangenen Jahres empörte sich der CSU-Politikerbei einem Auftritt in der ZDF-Talkshow Markus Lanz über die Frage nach einer möglichen Zukunft im Privatsektor, als Lobbyist für Bayer oder Monsanto beispielsweise. Nur weil jemand eine „unangenehme Entscheidung“ fälle, diesem gewisse Verbindungen zu unterstellen oder zu behaupten, er sei dafür bezahlt worden, sei „hanebüchen und Quatsch“ und beleidigend für ihn.

Hört auf, mich zu diffamieren und meine Familie“, so Schmidt.

Absprachen mit der Deutschen Bahn AG zu Glyphosat-Urteil?

Dass ebendieser Glyphosat-Befürworter nun einen Aufsichtsratsposten in der DB AG anstrebt, kommentiert unter anderem die Internetplattform abgeordnetenwatch kritisch und fragt:

Gab es zum Zeitpunkt der#Glyphosat-Zustimmung des damaligen Ministers Schmidt (Nov. 2017) Gespräche oder Absprachen mit der Deutschen Bahn zu einer möglichen Tätigkeit in einem Gremium der DB?

Zwar verordnete auch die Bundesregierung eine „Abkühlphase“ von insgesamt zwölf Monaten nach Ausscheiden aus dem Ministeramt, bevor die geplanten Tätigkeiten im Privatsektor angetreten werden können, da das öffentliche Interesse durch die neuen Beschäftigungen des Ex-Landwirtschaftsministers beeinträchtigt sei. Doch ab Frühjahr 2019 kann Schmidt dann seine Vollzeittätigkeit als Bundestagsabgeordneter mit dem Aufsichtsratsposten bei der DB AG abrunden, einem nicht unerheblichen Zubrot bestehend aus einer festen jährlichen Vergütung von 20.000 Euro, einem Sitzungsgeld in Höhe von 250 Euro sowie einer erfolgsorientierten jährlichen Vergütung.

Derweil wird für den deutschen Konzern Bayer die Übernahme des US-Saatgutriesen und Glyphosat-Herstellers Monsanto zu einer schweren Belastung. Denn in den USA – wie auch in anderen Ländern – wird sehr wohl ein Zusammenhang zwischen dem Einsatz des Unkrautvernichtungsmittels und Krebserkrankungen gesehen, ein Gericht in Kalifornien bestätigte dies.

 

Der 46-jährige Kläger DeWayne Johnson macht Monsanto-Unkrautvernichter wie Roundup und Ranger Pro für seinen Lymphdrüsenkrebs verantwortlich. Das Geschworenengericht hatte der Argumentation seiner Anwälte weitgehend zugestimmt und es nicht nur als erwiesen angesehen, dass Monsantos Produkte Krebs verursachen, sondern auch, dass der Hersteller vor den Risiken nicht ausreichend gewarnt und dabei sogar vorsätzlich gehandelt habe.

Der erste von vielen solcher US-Prozesse zeigt, dass Monsanto für den Bayer-Konzern ein großes Risiko bleibt, die Aktien des DAX-Konzerns Bayer brachen in dieser Woche ein und zogen den deutschen Leitindex gleich mit runter. Bisher musste Monsanto mit einem zweistelligen Millionenbetrag für gesundheitsschädliche Produkte büßen, insgesamt laufen in den USA momentan rund 8.700 Klagen gegen den Konzern wegen möglicher Erkrankungen durch Glyphosat.

Johnson hatte ein Anrecht auf einen früheren Prozessbeginn, da er wegen der Krebskrankheit nicht mehr lange leben dürfte.

________________________________________________________________________

Die Plattform von connectiv.events bietet Dir vielfältige und effektive Möglichkeiten, Dich, Deine Arbeit und/oder Dein Unternehmen bei einem thematisch breitgefächerten Publikum vorzustellen. Die Bekanntheit und auch die Beliebtheit von connectiv.events wächst von Tag zu Tag.

Im digitalen Zeitalter ist es besonders wichtig, einander real zu begegnen. Die Gelegenheit dazu hast Du bei unseren Events. Eine Termin-Übersicht findest Du im Event-Kalender.
Abonniere doch gleich unseren Youtube-Kanal. Damit unterstützt Du unseren Bekanntheitsgrad und verpasst keine neuen Produktionen mit spannenden Themen und Gästen.
Verpasse auch keine Informationen über kommende Events, sowie interessante Artikel, Beiträge und Menschen und melde Dich ebenfalls für unseren Newsletter an.
Wir entwickeln unsere Plattform ständig weiter und wünschen Dir viel Freude beim Stöbern auf connectiv.events

_________________________________________________________________________

Weiter lesen auf:

https://deutsch.rt.com/inland/78235-glyphosat-minister-schmidt-wechselt-in-aufsichtsrat-db-groesster-verbraucher-glyphosat/
Bildredakteur:

YouTube Unser Planet RT Qi-Technologies Niki Vogt Guido Grandt Eva Maria Griese connectiv.event Anti Spiegel

Textredakteur:

Zentrum für neuroregenerative Medizin Zentrum der Gesundheit YouTube Yavuz Özoguz Wolfgang H. Meyer Wolfgang Eggert Walter Häge Uta Faerber Unsere Kur Unser Planet Tina Knabe Thomas Röper Tagesdosis sto. sternenlichterblog2 Selbstheilung Online Russia Beyond RT Rainer Taufertshöfer Qi Technologies Pressetext Pravda TV Pierre Kranz Peter Denk Peter Andres Orania Zentrum Oliver Nevermind Oliver Nevermid Oliver Janich Niki Vogt NADH NachdenkSeiten Mikro Dosus Martin Strübin Martin Auerswald Marc Friedrich & Matthias Weik Lebensfreude aktuell Kopp Jasinna Jakob Brand Impfen nein Danke HeilKräuterInfos Guido Grandt Gottfried Glöckner Giuseppe Nardi genesis pro life Freie Medien Eva Maria Griese Erich Hambach Eric Epenberger EMG Dr. Wolfram Fassbender Dr. Reinhard Kobelt Dr. Rath Dr. med. Maria Iliadou-Maubach Dr. Marcel Polte DAS HANFBLATT Daniel Prinz connectiv.events caltech Body Effects Arthur Tränkle ARTE Anna Maria August Andreas Humbert  Andreas Beutel Ali Erhan Airnergy AE aus P in Z  Mikro Dosus

Quelle:

RT Deutsch

WP Twitter Auto Publish Powered By : XYZScripts.com

Pin It on Pinterest

Share This