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Bildquelle: Kremlin.ru

Helsinki: Putin und Trump schlagen ein neues Kapitel der Weltpolitik auf – und lassen eine Bombe platzen

18. Juli 2018 | Kriege | Revolutionen | Politik | Geo-Politik | Die Unbestechlichen

Von Niki Vogt

Es wurde viel Interessantes gesagt auf dieser Pressekonferenz. Dieses Gespräch sei ein erstes, ausgiebiges Reden miteinander gewesen, aber nur ein Anfang. Man werde von nun an öfter miteinander reden, denn es sei sehr wichtig, dass die beiden größten Antagonisten und Nuklearmächte auf diesem Planeten gemeinsam ihre Verantwortung für den Frieden auf dieser Welt wahrnehmen. Daher habe man auch über die Krisen- und Kriegsherde gesprochen wie Syrien und Iran, man habe über die Ukraine gesprochen und die Energieversorgung Europas. Man sei dort nicht Feind, sondern Konkurrenz und so bleibe das auch, aber man könne Wege finden, das miteinander intelligent und gut zu regeln. Putin lud Trump ein, an führender Stelle in der Befriedung des Syrienkrieges mitzuarbeiten, so dass beide Mächte zeigen können, wie Zusammenarbeit im Interesse der Menschen und des Friedens geht. Beide Seiten seien an einem stabilen Frieden in der Region interessiert. Auch andere Beteiligte müssten kooperieren, wie zum Beispiel Frankreich und Holland.

Und dann könnten auch alle Flüchtlinge wieder nach Hause gehen.

Eine hochbrisante Aussage, die so ganz nebenbei und harmlos daherkommend, im Prinzip die Umkehr der Migrationsströme ankündigt. Trump hatte auch bereits auf dem NATO-Gipfel zu der unkontrollierten Einwanderung nach Europa öffentlich ein paar ganz klare Ansagen gemacht. Er sagte den Vertretern der EU in Brüssel „laut und deutlich“, sie sollten sich sehr „in Acht nehmen, weil die Einwanderung Europa übernimmt.“ Dass auch Russland kein Freund von muslimischen Migranten und noch weniger ein Freund von islamistischen Eroberern ist, sollte ebenfalls bekannt sein. Auch hier deutet sich konkret das Heraufdämmern einer neuen Ära an, die mit diesem Treffen erste Umrisse zeigt.

 

 

Zuerst hielt Präsident Putin eine kurze Rede über die Themen und Fortschritte dieses Treffens, dann richtete Präsident Trump freundliche und diplomatische Worte seinerseits an Präsident Putin und betonte, dass man natürlich noch nicht alles, aber doch vieles vernünftig und kooperativ lösen könne. Er bezog sich unter anderem auf die Fußballweltmeisterschaft in Russland und ließ zwischen den Zeilen anklingen, dass die Zusammenarbeit der Geheimdienste und Ermittlungsbehörden beider Mächte eine gute und störungsfreie Weltmeisterschaft in Russland ermöglicht habe. Auf dem Gebiet der gemeinsamen Terrorismusbekämpfung habe man hier gute Ergebnisse.

 

 

Das bedeutet im Klartext: Offenbar gab es Pläne von „Terroristen“ für Anschläge auf die Fußballveranstaltungen, die vereitelt werden konnten. Eingedenk der Tatsache, dass das professionelle Terrorismus-Business fest in der Hand der CIA liegt und eingedenk dessen, dass Teile der CIA die Putztruppe und das Killerkommando der Clintons und Obamas sind, kann man die Drahtzieher und Interessen hinter solchen geplanten Terrormassakern im Umkreis der Weltmeisterschaftsspiele schon vermuten.

Dann noch der Satz des US-Präsidenten Donald Trump, der so typisch seine Hemdsärmeligkeit und sein von keinerlei Hauch eines Zweifels getrübtes Selbstbewusstsein illustriert, und vielleicht irgendwann als die Sekunde im Geschichtsbuch stehen wird, als die westliche Hemisphäre, ja, vielleicht die Welt, einen neuen Weg einschlug:

Die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der russischen Föderation waren so schlecht wie nie in der Geschichte. Aber seit vier Stunden ist das jetzt anders.“

Er, Präsident Donald Trump, übernehme persönlich das volle Risiko, Frieden zu machen.

 

Man verstand sich offenbar sehr gut in Helsinki. Was Brüssel und den Globalisten überhaupt nicht gefiel. Bild: kremlin.ru

 

Die anwesenden Journalisten konnten anschließend Fragen stellen, wie es so üblich ist. Der erste US-amerikanische Journalist steht auf. Er kommt von der Nachrichtenagentur Reuters. Er fragt nicht nach Weltfrieden, nach Atomwaffenabrüstung, nach den wirklichen wichtigen Dingen.

Er spielt auf die Untersuchungen der „Mueller-Kommission“ an, die mögliche, geheime Absprachen zwischen Präsident Trump und Präsident Putin ermitteln soll. Diese Kommission geht dem Verdacht nach, Präsident Putin habe die US-Wahlen im Interesse Donald Trumps manipuliert. Bisher gibt es dafür zwar keinen einzigen Beweis. Auch gerichtlich wurde bereits festgestellt, dass es weder Hinweise für eine solche Absprache noch für eine Einmischung Russlands in die US-Wahlen gebe. Dennoch wärmen die linksgerichteten Massenmedien in den USA immer wieder das Thema auf, als sei es immer noch nicht aufgeklärt und würde vertuscht.

Ein US-Amerikanischer Journalist weist noch einmal darauf hin, es sei doch nicht so richtig glaubwürdig, dass mit der Wahl wirklich alles in Ordnung war, denn es habe ja in den USA Verfahren und Ausweisungen gegen einige Russen in diesem Zusammenhang gegeben.

Nach einigen Erklärungen Donald Trumps, der sich auf das Gerichtsverfahren stützt und noch einmal feststellt, es habe solche Verabredungen nicht gegeben, erhält Präsident Wladimir Putin das Wort.

Sagen Sie mir eine Tatsache, die belegt, dass es eine solche Verschwörung gab. Das ist Unsinn. Von all diesen Vorwürfen ist nichts übrig geblieben.“ Dann geht er auf die ausgewiesenen Leute ein.

Man habe seit 1999 einen bilateralen Vertrag zwischen Russland und den USA zu grenzübergreifenden Strafverfahren. Das sei ein gutes Abkommen und ein sehr effizientes. Bis zu 150 Strafverfahren werden pro Jahr über das vorgeschriebene Prozedere dieses Abkommens geregelt.

 

 

Herr Mueller von der Kommission könne einfach ein übliches, offizielles Ersuchen an Russland richten, die betreffenden, einer Verletzung der US-Gesetze verdächtigen Personen zu verhören. Die russischen Staatsanwälte und Ermittler würden das in Russland durchführen und die Unterlagen, wie immer, in die USA schicken. Und mehr noch: Offizielle Vertreter der USA können bei den Verhören dabei sein, auch jener Herr Mueller persönlich. Natürlich müsse das dann auch umgekehrt gelten, dass russische Vertreter bei den Verhören in den USA dabei sind. Dafür gebe es nämlich im Zusammenhang mit diesen ausgewiesenen Personen durchaus Bedarf. Russland habe nämlich Agenten von US-Geheimdiensten im Verdacht, auf dem Territorium der russischen Föderation Straftaten begangen zu haben.

Konkret handle es sich dabei um die causa William Felix (Bill) Browder aus Chicago, Mitbegründer und Geschäftsführer der Fondsgesellschaft Hermitage Capital Management. Seine Sporen verdiente er sich bei den Salomon Brothers und bei der Boston Consulting Group, einem mit der Clinton Foundation verbandelten transatlantisch-globalistischen Thinktank, was sich aus den E-Mails Hillary Clintons erschließt, die von Wikileaks veröffentlicht wurden.

Dieser Herr Bill Browder hatte mit seinem Unternehmen Hermitage Capital in Russland eineinhalb Milliarden US-Dollar Gewinn gemacht, die er aber weder in Russland, noch in den USA versteuerte. Vierhundert Millionen Dollar davon gingen an Frau Hillary Rodham Clinton, um deren Wahlkampf zu unterstützen, sagt Präsident Putin. Und er fügt hinzu, dass diese Behauptung sich auf die offiziellen Ergebnisse und Berichte der Ermittlungen in den USA stütze. Ob die USA den Herrn Browder nun belange oder nicht, sei deren Sache. In jedem Fall sei das Geld illegal in Russland erwirtschaftet worden. Und Russland habe gute Gründe anzunehmen, dass das alles mit hilfreicher Unterstützung des US-amerikanischen Geheimdienstes geschah. Insofern besteht auch von russischer Seite Interesse an der Aufklärung dieser Affäre.

Eine Bombe. Und natürlich berichten die westlichen Medien so gut wie nichts darüber.

Ein westlicher Pressevertreter schnappte noch bissig hinterher:
„Präsident Putin, wollten Sie denn, dass Trump gewinnt?“

Präsident Putin antwortet:
„Ja. Weil er über die Normalisierung der Beziehungen zwischen USA und Russland gesprochen hat.“
… und sieht sich kurz um, leicht genervt: „Können wir jetzt weitermachen?“

 

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Quelle:

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