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Indigene Künstler präsentieren eine Weihnachtsausstellung im Friends United Kulturzentrum

17. November 2019 | Allgemein | Bewusstsein | Spiritualität | Familie | Soziales | Geschichte | Kultur | Kunst | Musik | connectiv.events

Weihnachten liegt bald in der Luft. Und Ostkanada, besonders die lange Halbinsel Neuschottland, nur fünf Flugstunden von Europa entfernt, ist zur Weihnachtszeit bezaubernd. Hier gibt es fast so etwas, wie Schnee+Sonne Garantie – und alles putzt sich heraus für das Weihnachtsfest. Die Häuser werden aufwändig geschmückt und beleuchtet. Die „Neuschotten“ übertreffen dabei sogar noch ihre Halloween-Dekoration, die für uns Europäer schon etwas sehr ausgefallen ist und an den letzten Oktobertagen schon arg an eine flächendeckende Geisterbahn erinnert.

Auch das Friends United International Convention Center lässt sich etwas zur Weihnachtszeit einfallen. Zuerst einmal wurde zu einer große Vorweihnachtsparty eingeladen. Dazu kam als „special guest“ eine indianische Künstlerin, deren Nachname zum Event passt: Dozay Christmas stellte – neben vielen anderen Künstlern – ihre Werke zum Thema Winter und Weihnachten aus.

 

Die indigene Künstlerin Dozay Christmas und ihr Mann Dan stehen neben einem ihrer Bilder, zusammen mit Rolf Bouman, dem Gründer und Manager des Friends United International Convention Centers. Dort wird zur Zeit eine Ausstellung von Dozays Bildern gezeigt. Diese Ausstellung wird ein Jahr in der Cleveland Art Gallery gastieren, bevor die Bilder in den Westen Kanadas gebracht werden.

 

Die Sonderausstellung von indigener Kunst zu diesem Thema wurde Mitte Oktober eröffnet und Dozay Christmas ist neu zu dem großen Kreis indianischer Künstler hinzugestoßen und ein Gewinn für die ganze Gemeinschaft. „Ich hab fast schon mein ganzes Leben lang gemalt“, verrät sie den Besuchern, die zu der Party kamen. Das „United Friends Convention Centre“ liegt in dem Distrikt Cleveland, zwischen Wäldern, Seen und der Atlantikküste. Ein wunderschönes Land mit herzlichen, offenen Menschen.

Ein ganzes Jahr wird diese Sonderausstellung dort bleiben, bevor alles eingepackt wird und nach Westkanada transportiert, um anschließend dort ausgestellt zu werden. Die Kanadier im Westen werden dann in der Weihnachtszeit im nächsten Jahr die Kunstwerke ansehen können. Das wird eine neue Erfahrung und ein Genuss für die, die es zu schätzen wissen, Einblicke in die Kultur der First Nations der Ostküste zu bekommen. Die Weihnachtsbilder spiegeln viele Wahrzeichen, Legenden, Geschichten und spezielle Bräuche der Communities der Indianer an der Atlantikküste wider.

Ganz besonders interessant sind die Sagen und Legenden um Kluskap oder Glooscap, die indianische Schöpfungsgeschichte rund um das atlantische Kanada.

Kluskap ist ein zentrales Wesen des indigenen, ostkanadischen Schöpfungsmythos. Er ist eine legendäre Gestalt der Wanabi-Völker des Atlantik-Kanadas. Er ist eine Schöpfergestalt und sein Name Kluskap oder Kloskabe bedeutet „Mann, er aus dem Nichts kam“ – oder wörtlich übersetzt: „Mann, der nur aus Sprache erschaffen wurde“. Er ist ein gütiger, liebender Schöpfer, ein Krieger gegen das Böse und besitzt magische Kräfte. Er ist riesengroß und der Große Geist und Schöpfer aller Dinge erschuf ihn aus seinem Wort und gab ihm die Kraft, eine gute Welt zu erschaffen. Aber er schuf auch Kluskaps Gegenstück, seinen dunklen Zwillingsbruder Malsumis, der das Böse verkörpert. In einer Legende verwandelt er seinen bösen Zwilling in Stein.

In einer anderen Geschichte verwandelte sich Kluskap in einen gigantischen Biber und erschuf fünf Inseln in der Bay of Fundy (Nova Scotia), indem er mit seinem kräftigen Schwanz ins Wasser schlug und Erde aufhäufte. Sein Zuhause war Cape Blomidon. Als Kluskap damit fertig war, die schöne und bunte Welt zu malen, tauchte er zuletzt seinen riesigen Pinsel in eine bunte Mischung von Farben und schuf „Abegweit“, übersetzt „die Wiege der Wellen“, was der indianische Name für die Prince Edward Inseln ist. Wenn Gluskap schlief, dann war Nova Scotia (Neuschottland) sein Bett und Prince Edward Island sein Kopfkissen, so groß war er.

Wenn man auf dem Flughafen Halifax landet und mit einem Auto über die Highway 102 über Truro und dann auf der 104 bis oben nach Cape Breton fährt, kommt man bei Truro (Millbrook) an einer riesigen Statue von Gluskap vorbei die weit über die Bäume hinausragt.

 

Kluskap ist in den Legenden und Mythen der Indianerstämme der Atlantikküste eine zentrale Schöpfergestalt. Er war riesengroß – und so fällt auch seine Statue am Rande der Autobahn quer durch Nova Scotia gigantisch aus. Bildquelle: Wikimedia Commons, Madereugeneandrew, Bildlizenz: CC BY-SA 4.0, Link zum Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Glooscap_monument,_Millbrook,_Nova_Scotia,_closeup.jpg

 

Dozay Christmas besuchte in den Achtzigerjahren die NASCAD Kunstschule in Halifax, Nova Scotia. Seitdem ist die Kunst ihr Leben, sagt sie. Sie ist gerne in den Hallen des Friends United Convention Centers, begrüßt Journalisten und Besucher und führt auch gerne durch die Ausstellung. Sie sucht den Kontakt zu Gästen und Kunstliebhabern und erklärt ihre Bilder. Durch einen gemeinsamen Freund, der an der Cape Breton University unterrichtet, lernte sie Rolf Bouman kennen, den Kurator von Friends United, einen sehr erfolgreichen Einwanderer aus Deutschland.

Dozay Christmas malt nicht nur Bilder auf Leinwand und stellt sie aus – zur Zeit auch in einer Schule. Sie ist auch eine wunderbare Illustratorin von Kinderbüchern. Sie hat einige Kinderbücher im Lauf der Jahre illustriert und diese Bilder stellt sie auch gerade in der Schule aus.

„Ich habe Rolf gefragt, ob ich mit meinen Bildern eine Ausstellung im United Friends Convention Center machen kann, bevor ich die Gemälde in den Westen Kanadas für eine weitere Ausstellung schicke. Ich habe hier auch einen Wohnsitz und zur Zeit wende ich mich wieder Wandgemälden zu. Ich will eines im Sport- und Wellnesszentrum in Membertou fertigstellen. Ich mache ein großes im Hauptbereich dort und es hat drei Jahre gedauert.“

Dozay Christmas ist nicht die einzige indigene Künstlerin in Cleveland. Wahrend der Ausstellung arbeitet auch Loretta Gould, eine Künstlerin aus Waycobah an manchen Tagen an ihren Gemälden im Convention Center. Und sie ist in bester Gesellschaft. Mit dabei sind weitere die First Nations Künstler, wie Brent Hardesty oder Gordon Fiddler aus Nord-Ontario.

Konkurrenz gibt es überhaupt nicht. „Alle arbeiten hier freundschaftlich zusammen“ sagt Rolf Bouman, der Kurator und Manager des Zentrums und Gründer der Initiative „Friends United“. Genau das ist auch die tragende Idee der Initiative. „Sie lernen gegenseitig voneinander und erzählen hier gemeinsam die alten Geschichten der Míkmaw und anderer Stämme der First Nations Kanadas. Es sind wirklich Friends United. Sie können so wunderbar erstaunliche Geschichten erzählen, die mich ganz bescheiden machen.“

 

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