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„Böses“ indisches Springkraut – Ein potentes Heilkraut, gesunde Nahrung und Freund der Insekten

29. Juli 2018 | Autarkie | Freies Leben | Gesundheit | Ernährung | Natur | Umwelt | connectiv.events

Das indische Springkraut oder auch „drüsiges Springkraut“ oder „Himalaya-Springkraut“ genannt, ist ein Einwanderer in Europa, der erstaunlicherweise auch Gutmenschen und Naturschützer zu zornigen Migrantenfeinden werden lässt. Es gibt tatsächlich Naturschutzverbände, die diese Pflanzen zertrampeln und in Grund und Boden trampeln, weil sie die einheimische Flora teilweise verdrängen. Die hübsche Pflanze wird als  Invasiver Neophyt (Neu wachsender, pflanzlicher Eindringling) verschrien. Die einjährige Pflanze stammt ursprünglich aus dem Himalaya und wurde 1839 von Kaschmir aus als Gartenzierpflanze nach England importiert. Von dort verbreitete sie sich schnell über ganz Europa.

 

 

Ganz so einseitig sollte man aber auch hier die Sache nicht sehen. Hier ist nämlich Integration durchaus eine sinnvolle Sache, denn Die Pflanze bietet auch durchaus Vorteile. Die anfängliche Panik, der Neuankömmling könnte im Prinzip ganz Europa überwuchern, hat sich doch etwas gelegt. Zwar hat die Pflanze eine sehr starke und schnelle Verbreitung vorgelegt, andererseits ist sie auch empfindlich und verschwindet sehr schnell wieder von einem Standort, der ihr nicht mehr so richtig gefällt. Dieser trockene, heiße Sommer dürfte sie weitgehend dezimiert haben, denn das indische Springkraut verträgt keinen Wassermangel. Es verändert auch nicht die Bodenbeschaffenheit, es baut auch keine Wurzelknollen, Zwiebeln oder winterharte Wurzelgeflechte im Boden auf, sondern vermehrt sich nur durch seinen Samen, den es recht weit verteilen kann. Das indische Springkraut (Impatiens glandulifera) „schießt“ seine Samen geradezu in der Gegend herum, daher auch sein Name „Impatiens“ – ungeduldig. Die reife Samenkapsel brauch man nur ein wenig zwischen den Fingern zu drücken, und Plopp! katapultiert sie die Samenkörner hinaus. Gerade Kinder finden das recht lustig anzusehen und auszuprobieren.

Bis zur Sommersonnenwende scheint sich die Pflanze nicht recht entwickeln zu wollen, sobald die zweite JAhreshälfte beginnt, legt sie aber plötzlich an Wachstum und Vitalität zu und blüht und wächst bis in den Herbst hinein.

 

 

Eine Wunderpflanze für Hummeln, Bienen und Nachtfalter

Schaut man das Indische Springkraut mit wohlwollenden Augen an, kann man nicht bestreiten, dass es eine sehr hübsche Pflanze ist. An zerbrechlich, dünnen Stielchen hängen große, rosarote, tütenförmige Blüten, wie Gondeln an einer Seilbahn. Die schönen und nektarreichen Blumen ziehen Hummeln und Bienen an, die dort reiche Nahrung finden. Die Pflanze erfreut das Auge des Gärtners und Imkers (!) noch bis in den Herbst, bis zum ersten Frost mit seiner üppigen rosa Blütenpracht. Deshalb ist die Pflanze auch unter Bienen freunden sehr beliebt, denn nach Mitte Juli gibt es nur noch wenige Blumen in der Natur, die den Bienen noch Nahrung bieten. Die meisten sind verwelkt und haben schon Samen gebildet. Das Himalaya-Springkraut bietet bis in den Oktober hinein, bei warmer Witterung und Sonne sogar bis Ende Oktober noch Nektar in Hülle und Fülle. Der Zuckeranteil des Nektars liegt zwar mit 48% nicht besonders besonders hoch, aber dafür produziert es sehr viel davon. Jede Blüte produziert 0,47 Milligramm/Stunde. Das ist das Vierzigfache dessen, was andere Blüten können. Sogar der Blütenstaub ist zuckerhaltig und an den Blattansätzen sondert die Pflanze auch noch zuckerhaltigen Nektar ab. Da kommt „indisch essen gehen“ den Bienen, Hummeln und Schwebfliegen gerade recht, um sich noch einmal zu stärken, bevor das Jahr sich dem Ende zuneigt.

Die Blume verdrängt aber nicht nur manche Pflanzen, sie hilft einem sehr selten gewordenen, schönen Nachtfalter wieder auf die Beine, dem „Mittleren Weinschwärmer“. Dieser ziemlich große und schön gefärbte, zwischen olivgrün und pink changierende Nachtfalter ist in vielen Regionen sehr selten geworden, Das indische Springkraut liefert ihm aber alles, was er braucht, und so ist er wieder auf dem Vormarsch. Die stark dezimierten Bestände haben sich durch das Springkraut erholt.

 

Der mittlere Weinschwärmer (Deilephilaelpenor)

 

Indisches Springkraut ist essbar

Und noch eine nette Seite hat das Kraut: Es ist essbar. Die Samen sind sowohl im hellen, noch unreifen Zustand  als auch im schwarzen, ausgereiften Stadium schmackhaft. Der Geschmack erinnert an Walnüsse, ist bei den unreifen, hellen Samennüßchen zarter und wird nussiger und aromatischer, je dunkler die Samen beim Reifen werden. Man kann sie anstelle von Nüssen und Pinienkernen in Pesto oder im Salat verwenden, auch im Müsli oder als Füllung im Hefe-Nusszopf und anstelle von Nüssen in Kuchen und Plätzchen schmecken die Springkraut-Nüsschen ganz ausgezeichnet.

Die Blüten schmecken wegen der relativ hohen Anteile an Nektar fein süß, können als Dekoration über Salat gegeben werden und verleihen ihm eine feine Süße.

 

 

Indisches Springkraut als Naturmedizin

In der Himalaya-Region, wo die Pflanze herkommt, wird sie auch als Balsam-Pflanze bezeichnet. Zerdrückt man die ganze Pflanze, erhält man einen etwas schleimigen Pflanzensaft. Dieser enthält das entzündungshemmende Flavonoid Quercetin, ein natürliches Antihistaminicum. Der Körper schüttet Histamin aus, wenn er allergisch auf etwas reagiert oder durch Entzündungen sich gegen etwas wehrt. So zum Beispiel auch Insektenstiche. Der Saft des indischen Springkrauts lindert sehr wirksam die Auswirkungen von Insektenstichen, von Verbrennungen, verschiedenen Hautirritationen, wie zum Beispiel auch durch Brennesseln. Man bricht einfach ein Stückchen von er Pflanze ab und tupft den Saft auf die betroffene Stelle.

Alle Springkräuter enthalten übrigens einen Farbstoff, der dem Henna nah verwandt ist Nach dem lateinischen Namen der Henna-Pflanze (Lawsonia inermis) heißt der Farbstoff „Lawson“. Sein chemischer Name ist 2-Hydroxy-1,4-Naphthochinon. Die höchste Konzentration dieses Farbstoffen enthalten die Blüten des Indischen Springkrauts im Juli/August. Dieser Lawson-Farbstoff hat eine antibakteriell, entzündungshemmende, schmerzlindernde und pilzhemmende Wirkung, was durch Forschungen belegt werden konnte. In Indien wird ein Brei aus frisch zerquetschten Springkrautblüten gegen Pilzinfektionen der Haut angewandt.

 

 

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