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Beim naturnahem Gärtnern, wo man nicht mit Giften aller Art das Insektenleben vernichtet, haben halt auch Schädlinge bessere Chancen. Durch geeignete Kombinationen von Pflanzen lassen sich Schädlinge vermeiden - und auch Nutz-Insekten können die Schädlinge und Parasiten kurz halten. (Bild: Gemüsegarten, pixabay)

Insektizide müssen nicht sein: Pflanzen können einander gegen Schädlinge helfen

4. Mai 2019 | Autarkie | Freies Leben | Gesundheit | Ernährung | Natur | Umwelt | connectiv.events

Schädlinge und Pflanzenkrankheiten sind natürliche Begleiterscheinungen, weil sie auch ein Teil der freien Natur sind. Beim naturnahen Gärtnern, wo man nicht mit Giften aller Art das Insektenleben vernichtet, haben halt auch Schädlinge bessere Chancen. Das heißt aber nicht, dass man keine andere Wahl hat, als zu giftigen Insektenvernichtungsmitteln zu greifen. Es gibt viel intelligentere Maßnahmen, man muss es nur wissen. Zum Beispiel kann man durch geeignete Kombinationen von Pflanzen Schädlingsbefall vermeiden – oder zumindest den Krabblern die ideale Lebensgrundlage vermiesen. Und auch Tiere, gerade nützliche Insekten, können die Schädlinge und Parasiten kurz halten. Zum Beispiel sind die weithin ungeliebten Wespen eine prima Einsatztruppe gegen Schädlinge. Sie fressen Im Gemüsebeet die Eier von Raupen und Schnecken, kleine Fliegen und Läuse direkt von den Blättern weg und bringen das kleine Schädlingsgetier nach Hause in ihr Wespennest, um die jungen Wespen aufzufüttern. So eine Wespe kann am Tag Fast einen Teelöffel voll Läuse, Insekteneier und Kleinsttierchen eliminieren.

Gegen schädliche Bakterien, Pilze und Fraßinsekten helfen pflanzliche Auszüge – meist sogar besser, als Sprays. Sie sind darüber hinaus umweltverträglich und beeinträchtigen das Bodenleben und die Insektenvielfalt nicht. Aber weil der beste Schutz gegen Schädlinge der ist, dass die Plagegeister und Ernteverderber sich gar nicht erst ansiedeln, sollte man von Anfang an, schon beim Anpflanzen altbewährte Pflanzenkombinationen berücksichtigen. Mit dem passenden Pflanzenfreunden im Garten haben Läuse, Schnecken und Co. einfach weniger Chancen.

 

Marienkäfer können Unmengen an Blattläusen vertilgen. (Bild: pixabay, Myriams-Fotos)

 

Rosenschädlinge mit Lavendel vergraulen

Die schönen Rosen, die Königinnen der Blumen,  sind leider auch empfindliche Schönheiten. Sehr schnell werden sie besiedelt von Schadinsekten und fangen an, zu mickern. Bevor noch eine feindliche Invasion auf Deine Rosen zumarschiert, sollte man sich Lavendelstöckchen kaufen und einen dichten Teppich um die Rosenstöcke pflanzen. Das ätherische Öl des Lavendels mögen Schädlinge nicht und bleiben fern.

Ohrenkneifer und Marienkäfer sind fleißige Helfer und fressen Unmengen an Blattläusen. Mit Insektiziden würdet Ihr sie töten. Besser ist es, kleine Ton-Blumentöpfe mit Stroh zu füllen und kopfüber in die Bäume, möglichst nah an die Rosen oder die Pflanzen zu hängen, die leicht Läuse bekommen. Die Ohrenkneifer und Käfer übernachten gern in den strohgefüllten Tontöpfen und vermehren sich gut. Damit man die Töpfe leicht aufhängen kann und das Stroh nicht herausfällt, nimmt man eine Schnur oder Draht und wickelt das kreuzförmig um den Topf, als ob man ein Geschenkband um ein Päckchen wickelt und macht oben statt einer Schleife eine Öse oder Schlaufe, an der man den Topf aufhängt

 

Die Tigerschnecke, des Gärtners Freund, Bild: pixabay, ariesa66

 

Der Schrecken der Schnecken

Diese schleimigen Biester sind der Todfeind eines jeden Gärtners. Und sie sind kaum auszurotten. Ihre Zahl und das Ausmaß des Schadens hängen hauptsächlich davon ab, ob es ein feuchter oder trockener Sommer ist. Trockenheit ist nicht gut für die Pflanzen, aber ganz besonders schlecht für die Schnecken. Recht gut hilft hier, Ysop, Kerbel oder Rainfarn um die Beete drum herum zu pflanzen, aus denen die Schnecken unbedingt verbannt werden sollen. Oder man bietet ihnen etwas Verlockendes, sodass sie sich lieber darauf stürzen, wie zum Beispiel angewelkte Kopfsalatblätter. Bierfallen, also mit Bier halb gefüllte, große Joghurtbecher einzugraben ist auch eine gute Methode. Die Schnecken sind wild auf Bier, kriechen hinein und ertrinken darin, weil sie sofort besoffen werden und hineinplumpsen. Aber: Man muss diese Becher am besten täglich entleeren, sonst vergammeln die Schnecken in der Sommerhitze im Bier, was eine extrem ekelhafte Sache ist, sowohl vom Anblick, als auch vom Gestank her.

Der schlimmste Feind der Nacktschnecken ist … eine Schnecke. Die Tigerschnecke ernährt sich von Schneckeneiern und kleinen Nacktschnecken. Wer die Schnecken wirklich kurz halten will, sollte am besten abends mit einem Spüliwasser-Eimer in den Garten gehen und die Nacktschnecken einsammeln und im Eimer ertrinken lassen. Aber dabei unbedingt die Tigerschnecken in Ruhe lassen, sie sind des Gärtners Freund. Und alle Häuschenschnecken, denn diese sind mittlerweile recht selten geworden. Die roten und besonders die braunen Nacktschnecken haben fast alle anderen Arten verdrängt.

 

Tagetes tötet Nematoden, wenn diese in die Pflanze eindringen. Bild: pixabay, Alicja

 

Tod den Nematoden

Die zu den Fadenwürmern gehörenden Nematoden leben im Boden, wo sie in die Wurzeln der Gemüsepflanzen eindringen und den Pflanzenstoffwechsel schädigen. Der Anbau von resistenten Pflanzen wie Ölrettich und Senf verhindert ihre Vermehrung und führt zu einer starken Reduktion des Befalls. Tagetes gilt als Feindpflanze der Nematoden und reduziert deutlich den Besatz im Boden, indem die Fadenwürmer beim Eindringen in die Tagetes-Wurzeln absterben. Für eine optimale Wirkung empfiehlt sich die Aussaat von Tagetes-Samen nach den Eisheiligen (weil frostempfindlich) bis spätestens Mitte Juli, damit sich die Pflanzen für eine volle Wirksamkeit entwickeln können. Als besonders wirksam hat sich die Sorte Tagetes patula (Hybride: Single Gold) erwiesen. An Erdbeerpflanzen setzt man am besten Tagetes, Senf oder Ringelblume. Bei Kartoffeln und Kohl hat sich ebenfalls die Ringelblume bewährt.

 

Ein übler Bursche, der alles vernichten kann, der Kartoffelkäfer. Bild: pixabay, Zdeněk Chalupský

 

Der Kartoffelkäfer

Ebenfalls sehr unbeliebt: der gelbe Kartoffelkäfer. Er ist ein zäher Bursche und ihm ist nicht leicht beizukommen. Die Käfer und Larven des aus Nordamerika stammenden Krabbeltiers ernähren sich bevorzugt von den Blättern der Kartoffelpflanze, machen aber auch vor anderen Nachtschattengewächsen wie Tomaten und Auberginen nicht Halt. Dazwischen gepflanzter Meerrettich, Spinat und Erbsen helfen, das Insekt fernzuhalten. Als besonders effektiv hat sich Kümmel erwiesen, den Du ebenfalls zwischen die einzelnen Kartoffelpflanzen setzen kannst. Den mögen sie gar nicht.
Tipp: Um eine Ausbreitung des Kartoffelkäfers frühzeitig einzudämmen, solltest du Käfer, Larven und Eier immer sofort absammeln. Da der Käfer tief im Boden überwintert, ist ein jährlicher Beet-Wechsel ebenfalls hilfreich. Als weitere Gegenmaßnahme kannst du Holzasche über die Pflanzen streuen und die befallenen Pflanzen mit Hilfe einer Gartenspritze mit einer Brühe aus Minzblättern besprühen.

 

Kohlweißling-Raupen

Die Raupen des Kohlweißlings haben es besonders auf die Blätter von Kohlpflanzen abgesehen. Abwehrende Duftstoffe von stark riechenden Pflanzen wie Beifuß, Salbei und Thymian sowie Eberraute, Pfefferminze und Schnittsellerie als Randbepflanzung halten den Schmetterling und seine Raupen fern. Solltest du dennoch einen Befall mit Kohlweißling-Raupen entdecken, hilft zeitnahes Absammeln, um die Ausbreitung zu vermeiden.

Andererseits sind unsere Schmetterlinge auch stark dezimiert worden und vielleicht pflanzt man ein paar schöne Weißkohlköpfe in eine sonnige Ecke, die sie nach Herzenslust fressen dürfen und deckt das Kohlbeet, wo sie nicht dran dürfen, mit Vlies schön dicht ab.

 

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Und noch ein guter Rat:

Wenn es nicht gerade um Gemüse geht, sondern um Blumen und Pflanzen im Garten, die man schön findet und die blühen sollen, dann ist der beste Weg zum Erfolg, auszuprobieren, ob sich die Pflanze dort wohl fühlt. Tut sie es nicht, nützt alles nichts, sie wird mickerig sein und bleiben und irgendwann im Herbst verschwinden und nie wieder kommen. Zwar brauchen frisch eingesetzte Pflanzen manchmal zwei, drei Jahre, in denen sie nicht so richtig vorwärtskommen, um dann im nächsten Jahr doch kraftvoll loszulegen, man sollte also nicht den Mut verlieren. Wenn sie aber nicht will, die Blume oder die Staude, dann wird sie von Schädlingen befallen, gedeiht nicht und wird sich aus dem Dasein davonschleichen, trotz aller Mittelchen.

Umgekehrt siedeln sich auch Pflanzen von selbst an, die man nicht gesetzt hat. Es sind auch immer wieder sehr hübsche dabei, wie Vergissmeinnicht oder Anemonen. In meinem Garten hat sich erst ein kleines Fleckchen mit Hundsveilchen angesiedelt, mittlerweile ist es ein Drei-Meter-Durchmesser-Veilchenteppich im Frühjahr und dazwischen lugen Gänseblümchen und Schlüsselblumen heraus. Ein wunderhübsches Beet. Ich mähe einfach drum herum, bis alles verblüht ist und verschwindet, und den Rest des Jahres ist es Rasen. Wir freuen uns jedes Jahr auf das lila-weiß-gelbe Beet.

An einer anderen Stelle haben es sich Walderdbeeren gemütlich gemacht, die einen dichten Teppich bilden, uns ein ganzes Körbchen Beeren schenken und den Vögeln auch bestens schmecken. Wir haben ein paar Gläser Erdbeermarmelade mit ganzen Walderdbeeren und die hellgrünen Blätter sind hübsche Bodendecker, die kaum Unkraut durchlassen. Wenn eine Pflanze sich wohlfühlt, wird sie nicht krank und bekommt auch selten Schädlinge.

Der Bärlauch wollte nicht da wachsen, wo ich ihn hingesetzt habe, obwohl das eigentlich der richtige Platz hätte sein sollen. Heute wächst er überall, nur nicht da, wo ich ihn ursprünglich eingebuddelt habe. Na und? Dann eben woanders, ist auch recht. Ich diskutiere das nicht mit ihm. Wir einigen uns im Garten, die Pflanzen, Tiere und ich, und das funktioniert. Schaut Eure Pflanzen an und lernt sie kennen, dann mekt ihr auch, ob es ihnen gut geht.

 

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