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Italien will Ackerland an kinderreiche Familien verteilen

8. November 2018 | Familie | Soziales | Kultur | Kultur | Kunst | Musik | Natur | Umwelt | Politik | Geo-Politik | Junge Freiheit

Italiens Regierung will kinderreichen Familien künftig eine kostenlose landwirtschaftliche Anbaufläche zuteilen. Die im Haushaltsentwurf vorgesehene Maßnahme solle die Geburtenrate heben, sagte Landwirtschaftsminister Gian Marco Centinaio (Lega) laut dem Corriere della Sera.

„Es heißt, dass in Italien wenig Kinder geboren werden und dass Hilfe benötigt wird, um den Trend umzukehren. Deshalb will unser Ministerium einen Beitrag leisten, indem es insbesondere die ländlichen Regionen unterstützt, in denen noch Kinder gezeugt werden“, erklärte Centinaio den Vorstoß.

 

 

Italien kämpft mit niedriger Geburtenrate

Konkret sollen Familien, die in den Jahren 2019 bis 2021 ein drittes Kind bekommen, für mindestens 20 Jahre eine Konzession für ein Stück staatliches oder nicht bebautes Land im Süden erhalten. Laut dem katholischen Familienminister Lorenzo Fontana (Lega) soll die Bestimmung nur für verheiratete Paare gelten. Außerdem soll das Angebot für Ausländer erst gelten, wenn sie mindestens zehn Jahre in Italien wohnhaft sind. Ähnlich verfährt Italien bei der Vergabe von Staatsbürgerschaften.

Die „Landrückgabe“ sei vor allem bei jungen Italienern beliebt, begründete Centinaio die Maßnahme. Italien hat mit 7,7 Neugeborenen pro 1.000 Einwohner im Jahr 2017 eine der niedrigsten Geburtenraten in Europa. Die Provinz Bozen – Südtirol ist die einzige, in der die Zahl der neugeborenen Kinder die Sterberate übersteigt (10,5 Neugeborene pro 1.000 Einwohner).

 

 

Ackerboden in Italien teurer als in Deutschland oder Frankreich

Die Landwirtschaftsorganisation Coldiretti lobte den Vorstoß. Es handele sich um fruchtbare Böden und der Staat sei mit der Bewirtschaftung der Flächen überfordert. Vor allem aber könnte damit auf die Nachfrage der jungen Generation eingegangen werden, die aufgrund mangelnder Anbaufläche in der Landwirtschaft keinen Fuß fasse. Die Durchschnittspreise für einen Hektar Agrarland übersteigen mit 20.000 Euro jene in Deutschland und Frankreich um das doppelte beziehungsweise dreifache.

Das geplante Haushaltsgesetz sieht zudem vor, in den kommenden drei Jahren einen 20 Milliarden Euro schweren Fonds einzurichten, um günstige Kredite von bis zu 200 Millionen Euro zu gewähren. Dadurch sollen künftige Eigentümer der Agrarflächen ihren Hauptwohnsitz in die Nähe des zugewiesenen Grundstücks verlegen können.

 

 

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