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Eine US-Studie zeigt, dass Depressionen und Selbstmordgedanken bei den unter Zwanzigjährigen grassieren und vermutet dahinter den Dauergebrauch elektronischer Medien und Kommunikation bei jungen Leuten. (Bild: pixabay, Gary Cassel)

Junge Menschen zeigen starke Zunahme psychischer Probleme und Suizide – sind die elektronischen Medien der Grund?

6. Mai 2019 | Autarkie | Freies Leben | Familie | Soziales | Gesundheit | Ernährung | Kultur | Kultur | Kunst | Musik | Psychologie | Gesellschaft | Wissenschaft | Forschung | connectiv.events

Die American Psychological Association (APA) in Washington, DC, ist die größte wissenschaftliche und professionelle Organisation, die die Psychologie in den Vereinigten Staaten vertritt. Zu den Mitgliedern von APA gehören fast 118.400 Forscher, Pädagogen, Kliniker, Berater und Studenten. Am 14. März veröffentlichte die Webseite der APA eine Studie, die ein Schlaglicht auf eine erschreckende Entwicklung der jüngeren Generation wirft: Der Prozentsatz junger Amerikaner vom Teenageralter bis ins junge Erwachsenenalter, die an verschiedenen Arten von psychischen Störungen leiden, ist im letzten Jahrzehnt deutlich gestiegen. Gleichzeitig ist ein solcher Anstieg bei älteren Erwachsenen nicht zu verzeichnen. Die Studie der Psychologischen San Diego University unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Twenge  besagt:

„In den späten 2010er Jahren hatten wesentlich mehr US-Jugendliche und junge Erwachsene schwere psychische Probleme, schwere Depressionen oder Selbstmordgedanken und mehr Selbstmordversuche im Vergleich zu Mitte der 2000er Jahre“, sagte Hauptautor Jean Twenge (PhD), Professor für Psychologie an der San Diego State University. „Diese Trends sind bei Erwachsenen ab 26 Jahren schwach oder gar nicht vorhanden. Dies deute auf „generationsbedingte Stimmungsstörungen“ hin, da das Phänomen nicht über alle Altersgruppen hinweg insgesamt zunimmt.“ Die Studie wurde im Journal of Abnormal Psychology veröffentlicht.

Prof. Jean Twenge und ihre Co-Autoren analysierten Daten aus der National Survey of Drug Use and Health. Dies ist nationale, repräsentative Datenerhebung, die den Drogenkonsum, den Alkoholkonsum, die psychische Gesundheit und andere gesundheitliche Probleme von Personen ab 12 Jahren in den USA seit 1971 verfolgt und aufzeichnet. Die Wissenschaftler untersuchten die Umfrageergebnisse von mehr als 200.000 Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren von 2005 bis 2017 und fast 400.000 Erwachsene im Alter von 18 Jahren und höher im Zeitraum von 2008 bis 2017.

Die Zahl der Personen, die angaben, in den letzten 12 Monaten unter Symptomen einer schweren Depression zu leiden, stieg von 2005 bis 2017 um 52 Prozent (von 8,7 Prozent auf 13,2 Prozent) und von 2009 bis 2017 um 63 Prozent (18,1 Jahre) (von 8,1 Prozent) bis 13,2 Prozent). Die Zahl der jungen Erwachsenen, die in den letzten 30 Tagen von 2008 bis 2017 unter schweren psychischen Problemen litten, stieg um 71 Prozent (von 7,7 Prozent auf 13,1 Prozent). Die Rate junger Erwachsener mit Suizidgedanken oder anderen Suizid-bezogenen Ergebnissen stieg von 2008 bis 2017 um 47 Prozent (von 7,0 Prozent auf 10,3 Prozent). Das sind signifikante Steigerungen, die deutlich über normale Schwankungen hinausgehen.

 

 

Der Anteil älterer Menschen, die während entsprechender Zeiträume an Depressionen oder psychischen Störungen litten, war dagegen nicht erhöht. Das Forscherteam stellte sogar einen leichten Rückgang der psychischen Belastung bei Personen über 65 fest.

Selbstmordgedanken, -pläne oder -versuche nahmen zwischen 2009 und 2017 bei den jungen Menschen deutlich zu. Die jungen Menschen Anfang 20 hegen am meisten Selbstmordpläne und begehen die meisten Selbstmordversuche. Bei den Über-26-Jährigen blieben sie in etwa gleich, bei den Über-50-Jährigen gingen sie sogar leicht zurück, um dann bei den Über-65-Jährigen wieder stark zuzunehmen. Auch die vollzogenen Selbstmorde stiegen in der jüngeren Generation, hier aber war die Zunahme unter den 20-25-Jährigen und den um 30 Jahre alten Menschen etwa gleich hoch.

„Kulturelle Trends in den letzten 10 Jahren haben im Vergleich zu älteren Generationen möglicherweise stärkere Auswirkungen auf Stimmungsstörungen und Ergebnisse bei Suizid bei jüngeren Generationen gehabt“, sagte Prof. JeanTwenge. Sie sieht als einen Auslöser für den Stress der jungen Leute die enorme Zunahme der digitalen Medien und das ständige Nutzen elektronischer Kommunikation, seien es Messenger, wie WhatsApp, Facebook, Instagramm und andere Kommunikationswege. Die elektronischen Medien haben möglicherweise die Art und Weise der sozialen Interaktion enorm verändert und dadurch auch deutliche Auswirkungen auf die psychische Verfassung der Jugend. Möglicherweise würden auch bereits angelegte Stimmungsstörungen oder eine Neigung dazu durch diese neuen sozialen Strukturen beeinflusst. Forschungsergebnisse zeigen aber auch, dass junge Menschen einfach nicht so viel schlafen, wie in früheren Generationen.

 

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Die zunehmende Nutzung digitaler Medien hat aber vielleicht auch deswegen einen stärkeren Einfluss auf Jugendliche und junge Erwachsene, weil sie diesen Medien quasi täglich in hohem Maße ausgesetzt sind und sich ihnen kaum entziehen können, wogegen das soziale Leben älterer Menschen stabiler ist und sich wahrscheinlich sehr viel weniger verändert hat als das soziale Leben von Jugendlichen in den letzten zehn Jahren, sagte Prof. Twenge. Ältere Erwachsene verwenden die digitalen Medien sehr viel weniger auf eine Art, die den natürlichen Schlafrhythmus stört. Computergaming bis spät in die Nacht, das Surfen im Netz bis nach Mitternacht oder noch im Bett mit der Clique auf dem Handy zu chatten ist in der Regel nicht bei älteren Erwachsenen verbreitet. Ob diese verminderten Schlafzeiten und vielleicht auch die Schlafqualität mit dem erhöhten Blauanteil von LED-Bildschirmen zu tun haben könnte, wird in der Studie nicht erwähnt, scheint aber naheliegend zu sein.

Schmerzende Augen und Schlafstörungen sind die typischen Symptome von digitaler Überbelastung. Für unsere Augen ist das nämlich der pure Stress, denn digitale Geräte mit LED-Displays geben deutlich mehr blaues Licht ab als natürliche Lichtquellen. Je länger unsere Augen dem Blaulicht ausgesetzt sind, desto schlimmer können die Folgen sein. Angefangen von trockenen oder geröteten Augen über Kopfschmerzen oder Migräne bis hin zu Einschlafschwierigkeiten. Denn das blaue Licht ist Bestandteil des Sonnenlichts und steuert somit unseren Hormonhaushalt. Das helle Mittags-Sonnenlicht enthält am meisten Blauanteile, abends wird die Lichttemperatur immer mehr ins Rotspektrum verschoben und darauf reagiert die Zirbeldrüse im Gehirn mit entsprechenden Hormonausschüttungen. Schaut man vor dem Einschlafen länger auf Smartphones oder Computerbildschirme, sinkt im Körper die Produktion des Einschlaf-Hormons Melatonin, das für den Tag- und Nachtrhythmus verantwortlich ist. Das erschwert das Einschlafen und auch die REM-Schlaf-Phase ist weniger intensiv. Das Ergebnis: Man fühlt sich am nächsten Morgen nicht erholt, sondern müde und abgeschlagen.

Die US-Forschergruppe will jetzt tiefer graben, denn „Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass mehr Forschung erforderlich ist, um zu verstehen, wie digitale Kommunikation und soziale Interaktion – nicht elektronisch, sondern von Angesicht zu Angesicht – Stimmungsstörungen und Ergebnisse im Zusammenhang mit Suizid beeinflussen können, und um spezielle Interventionen für jüngere Altersgruppen zu entwickeln“, heißt es von dem Wissenschaftler-Team.

Da der Anstieg der psychischen Gesundheitsprobleme nach 2011 am stärksten zugenommen hat, glaubt Prof. Twenge, es sei unwahrscheinlich, dass es an genetischen oder wirtschaftlichen Problemen liegt. Eher scheinen es plötzliche, kulturelle Veränderungen zu sein, wie z. B. dass Teenager und junge Erwachsene heute ihre Freizeit außerhalb von Arbeit und Schule heute ganz anders gestalten. Das würde immerhin die Chance bieten, dass die jungen Leute ihr Verhalten ändern und damit auch ihre psychischen Probleme selbst lösen könnten. „Junge Menschen können ihre Genetik oder die wirtschaftliche Situation des Landes nicht ändern, aber sie können selbst bestimmen, wie sie ihre Freizeit verbringen. Zuerst und am wichtigsten ist, genug Schlaf zu bekommen. Achtet darauf, dass ihr mit den elektronischen Geräten den natürlichen Schlafrhythmus nicht stört. Telefone oder Tablets haben nachts nicht im Schlafzimmer nichts zu suchen. Eine Stunde vor dem Schlafengehen sollte man alle solche Geräte ausschalten und weglegen“, sagte sie. „Passt im Großen und Ganzen darauf auf, dass ihr nicht zu viel Zeit mit digitalen Medien verbringt und deshalb alle anderen Aktivitäten vernachlässigt werden, die gesund sind und körperlich und geistig fit halten, wie Sport, Spaß und sich mit Freunden real zu treffen – und auch das Schlafen.“

Prof. Jean Twenge kann per E-Mail kontaktiert werden.

 

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