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Kälte und Alarmstufe 2 in Peking -Gas wird knapp

18. Dezember 2017 | Autarkie | Freies Leben | Natur | Umwelt | Psychologie | Gesellschaft | Epoch Times

Wer in Peking und Umgebung wohnt, für den könnte es diesen Winter unter Umständen kalt werden. In einem Fünf-Jahresplan der Pekinger Regierung mussten die Bürger seit 2013 ihre Kohleöfen abbauen und auf Gasheizung umstellen. Nun wird das Gas knapp.

Gas statt Kohle

Peking ist seit Jahren bekannt für extreme Luftverschmutzung und daraus resultierenden Smog. Man kennt die Bilder aus Peking, wo alles im Nebel zu versinken scheint und die Menschen sich nur mit Atemschutz im Freien bewegen.

Die Regierung hat die Schuld an der verdreckten Luft schon lang den Kohleöfen in die Schuhe geschoben. Schon immer heizen die Chinesen ihr Zuhause mit Holz und Kohle, kochen selbst ihr Essen zum Großteil noch auf Kohleöfen, zumindest außerhalb der modernen Metropolen.

2013 hatte die Pekinger Regierung dann zur Energiewende aufgerufen. Es hieß „Gas statt Kohle“. In einem Fünf-Jahresplan gegen Luftverschmutzung waren alle Haushalte in dem Gebiet um Peking herum aufgerufen, ihre Kohleöfen abzubauen und eine Gasheizung zu installieren. Der Umfang der Aktion sollte „2+26“ beinhalten, sprich die zwei großen Metropolen der Provinz – Peking und Tianjin, sowie 26 umliegende Städte in der Provinz Hebei.

Um die Kampagne wirksam in den Köpfen der Menschen zu verankern, griff man auf Methoden zurück, wie sie schon zur Zeit der Kulturrevolution üblich waren. Man beschmierte Wände mit Slogan und hängte überall Banner auf, wie hier auf dem Bild.

Auf dem roten Banner steht: „Sieht man Kohlen, wird der Ofen abgerissen. Sieht man Rauch, wird das Haus abgerissen“. Auf der Wand steht: „Wer Kohlen verkauft, wird verhaftet. Wer Kohlen verbrennt, wird auch verhaftet.“

Alarmstufe zwei

Auf diese Weise wurde in den letzten Jahren schrittweise auf Gasheizung umgestellt und zwar so erfolgreich, dass Anfang dieses Winters plötzlich das Gas knapp wurde, es fehlen fast 20 Prozent. Ende November wurde in der Provinz Hebei der Gasnotstand ausgerufen, es gilt Alarmstufe zwei.

Nun hat die Pekinger Regierung erst einmal die Notbremse gezogen. Damit die Menschen zu Hause nicht frieren müssen, wurden zuerst die Lieferungen an die Industrie eingestellt. Das Umweltministerium hat dann am 4. Dezember eine Eilmeldung herausgegeben, in der es hieß, dass in alles Gegenden, wo noch nicht vollständig auf Gas umgestellt worden ist, die Bürger wieder auf Kohle zurückgreifen sollten. Doch wie sollte das gehen, empörten sich die Anwohner, wenn sie nicht mehr dafür ausgerüstet waren? Die „Gas statt Kohle“-Kampagne war gescheitert. …

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