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Mobilfunkturm (Symbolbild), pixabay, Erich Westendarp

Kalifornien: An einer Schule mit Mobilfunkturm auf dem Schulhof häufen sich die Krebsfälle

16. März 2019 | Familie | Soziales | Gesundheit | Ernährung | connectiv.events

 

In einer Schule in Kalifornien, in Ripon, steht ein Mobilfunkmast auf dem Schulhof. Die Telekommunikationsfirma bezahlt der Schule dafür eine recht geringe Miete. Aber: Mehr und mehr kommt der dringende Verdacht auf, dass die ungewöhnlich hohe Anzahl von Krebsfällen an dieser Schule mit dem Mobillfunkmast zu tun haben könnte.

Am 11. März wurde nun bei einem vierten Kind an dieser Schule Krebs diagnostiziert. Daraufhin nahmen einige Eltern ihre Kinder aus dieser Schule und am Montagabend herrschte reger Andrang bei einer Sitzung des Schulvorstandes. Es wurde Aufklärung gefordert und die aufgebrachten Eltern wollen nun Maßnahmen sehen, um der Sache auf den Grund zu gehen und den Mast zu entfernen. Der Leiter des Schulvorstandes, Kit Oase, trug eine vorformulierte Stellungnahme vor, die eigentlich nur beinhaltete, dass Tests, die an dem Mobilfunkturm durchgeführt worden sind, festgestellt haben, dass er ganz normal im Bereich aller vorgeschriebenen Sicherheitsstandards arbeitet. Das beruhigte die Eltern aber keineswegs.

 

 

Monica Ferrulli ist eine der betroffenen Mütter. Ihr Sohn musste schon 2017 wegen eines Hirntumors therapiert werden und schon damals wurden Bedenken gegen den Funkmast laut. Frau Ferulli hat sich kundig gemacht: Die Schulverwaltung habe seinerzeit, als die Diskussionen begannen, eine veraltete Studie der Amerikanischen Krebsgesellschaft zitiert, um an dem Verbleib des Funkturms auf dem Gelände festhalten zu können. „Das ist eine reine Verweigerungshaltung!“, warf Frau Ferrulli dem Vorstand an den Kopf. Sie kündigte an, dass die Eltern weiter kämpfen und ihre Kinder nicht mehr in die Schule schicken werden. Rund 200 Eltern füllten den Tagungsraum bei dem Treffen im Ripon City Rathaus. Diejenigen, die die Entfernung des Funkturms fordern führen an, dass bereits vier Schüler und drei Lehrer der kleinen Schule an Krebs erkrankt sind. Die Schule, die vom Kindergartenalter bis zum achten Schuljahr Kinder in ihren Räumen beherbergt, hat insgesamt nur 400 Schüler. Da machen 7 Krebsfälle, insbesondere vier bei Kindern, eine ungewöhnlich hohe Fallzahl aus.

Richard Rex, dessen Familie auf der anderen Straßenseite gegenüber von der Weston School lebt, berichtete, dass vor einem Monat eine Beule am Bauch seines elfjährigen Sohn entstanden sei und das Klassenzimmer seines Sohnes liege in der direkten Nähe des Funkturms. Die Eltern dachten zuerst, es könnte eine Verletzung sein, die er sich beim Eislaufen zugezogen hat. Sie brachten den elfjährige Brad zum Arzt, um ihn untersuch zu lassen. Es wurden Tests gemacht, bei denen herauskam, dass sich ein Tumor um seine Leber herum gebildet hat. Dem Jungen wurde jetzt ein Portal für die Krebsbehandlung gelegt. Der Vater Richard Rex ist äußerst besorgt um seinen Sohn. Die Ärzte haben ihm verschiedene Möglichkeiten erläutert, wie man den Krebs behandeln könne: „Sie sagten, sie könnten den Tumor schrumpfen und herausoperieren. Sie sprachen aber auch von einer Lebertransplantation. Das ist alles sehr beängstigend“.

 

 

In seiner Erklärung äußerte der Schulvorstand im Namen der Schule große Anteilnahme Und Mitgefühl für die Familien. Dennoch müsse er mitteilen, dass die Schule in dem Mietvertrag mit Sprint, dem Eigentümer des Funkturms, eine 25-jährige Laufzeit unterschrieben habe und  keine Kündigungsmöglichkeit vorgesehen sei. Die Bezirksverwaltung und die Firma Sprint müssten sich auf freiwilliger Basis über eine Verlegung des Mobilfunkurms verständigen.

Die Vertreterin der Firma Sprint, Adrienne Norton, sagte, das Unternehmen habe den Auftrag und das Ziel, die drahtlose Kommunikation für die Unternehmen und Bewohner von Ripon zu gewährleisten. „Beim Einsatz von unseren Netzwerkinfrastrukturen streben wir immer eine Win-Win-Situation zusammen mit den lokalen Gemeinden und den Einwohnern an“, schrieb Norton in einer E-Mail. „Wir haben auch mit der Community in Ripon zusammengearbeitet, um ihre Bedenken auszuräumen.“

 

Mitten auf dem Schulhof steht dieser Mobilfunkturm, unter dem die Kinder spielen und gleich nebenan sind im Gebäude die Klassenräume, in denen sie den ganzen Tag in dem Funkstrahlenfeldern sitzen.

 

Mögliche gesundheitliche Auswirkungen elektromagnetischer Felder von Übertragungsleitungen oder Mobilfunktürmen werden schon seit Jahren kontrovers diskutiert. Das „National Cancer Institute“ zitiert Studien, dass EMF (Elektromagnetische Felder) möglicherweise bei Menschen Krebs auslösen können. Es gibt Forschungsergebnisse und Untersuchungen zu Leukämie im Kindesalter. Laut der Website des Instituts seien in Europa bei epidemiologische Studien jedoch kein erhöhtes Risiko für Gehirntumore oder andere Krebserkrankungen festgestellt worden. Diese Untersuchung stammt jedoch aus den achtziger Jahren. Neuere Studien kommen zu anderen Ergebnissen, insbesondere zu einem erhöhten Risiko für Leukäie und Gehirntumore. Im übrigen ist die Strahlungsbelastung direkt neben einem Mobilfunkturm mit Sicherheit wesentlich höher, als durch ein Handy, und man kann Studienergebnisse zu WLAN und Handys nicht mit der Strahlungsleistung eines Funkturms vergleichen.

 

 

Der ebenfalls bei der Versammlung anwesende Bezirksgesundheitsbeauftragte Kismet Baldwin räumte ein, dass er dazu wenig Informationen beitragen könne, weil der Bezirk keine Überwachung neuer Krebsdiagnosen durchführt. Dafür sei das Krebsregister beim kalifornischen Gesundheitsministerium zuständig. „Wir haben nichts vom Krebsregister erhalten“, sagte Baldwin. „Wir wissen nicht, wie viele Krebsfälle vor der Installation des Zellturms neu diagnostiziert wurden und wie viele seit der Installation.“ Laut dem Schulvostand hat der Schulbezirk im Jahr 2018 Ingenieure beauftragt, bei dem Funkturm die Einhaltung der Richtlinien zur Begrenzung der Exposition von Personen durch elektromagnetische Strahlung zu überprüfen. Bei den Tests wurde festgestellt, dass die Expositionswerte für Menschen in der Umgebung sogar unter dem Bundesstandard lagen, heißt es in den Bekanntmachungen.

Frau Ferrulli, deren Sohn im letzten Jahr einen Rückfall seines Gehirntumors erlitten hat, hielt allerdings vehement dagegen: Die Eltern hatten eigene Tests und Untersuchungen zu dem Funkturm veranlasst und dabei kamen deutlich höhere Werte heraus. Daraufhin wurde die bekannte Anwaltskanzlei Cochran in Los Angeles beauftragt, die gesundheitlichen Auswirkungen des Funkturms sowie eine mögliche Wasserverschmutzung als denkbare Quelle für die gehäuften Krebsfälle zu untersuchen. „Wir sind keineswegs so naiv, andere Umweltfaktoren auszuschließen“, merkte Frau Ferrulli an. Richard Rex, der Vater des Jungen mit dem Lebertumor forderte allerdings nachdrücklich, dass der Mobilfunkturm in jedem Fall abgebaut und weit weg von den Schulkindern positioniert wird. „Das ist eine schreckliche Sache“, sagte er. „Wie viele krebskranke Kinder braucht es denn noch?“

 

 

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