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Kastanienblätter: Ein hochpotentes Antibiotikum – und es könnte die Krankenhauskeim-Problematik lösen

20. September 2018 | Autarkie | Freies Leben | Medizin | Wissenschaft | Forschung | connectiv.events

Die Volksmedizin kennt Kastanienblätte schon seit langem. Aber auch die Wissenschaft hat sich jetzt einmal darum gekümmert, ob etwas dran ist, an der Volksmedizin. Und ja, es ist!

Das Problem der resistenten Krankenhauskeime

Staphylokokken (MRSA) sind Bakterien, die gefährlich werden können.Vor allem können sie gegen Antibiotika resistent werden. Es gibt schon einige Stämme, denen nur noch mit sogenannten „Reserveantibiotika“ beizukommen ist. Der Staphylococcus aureus hat schon die Bezeichnung „Krankenhauskeim“ bekommen. Mediziner sprechen vom MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus). „Normale“ Staphylokokken kommen aber bei mehr als einem Drittel aller Menschen vor, ohne diese krank zu machen. Im Regelfall bereiten Staphylokokken keine Beschwerden, ist das Immunsystem jedoch geschwächt, können sie zu zahlreichen Infektionen, ja sogar zu einer tödlichen Sepsis (Blutvergiftung) führen. Eine Studie hat nun gezeigt, dass Kastanienblätter-Extrakt bei Staphylokokken-Infektionen helfen kann – und zwar ohne dass es zu Resistenzen kommen würde.

 

 

Kastanienblätter-Extrakt gegen gefährliche Bakterien – völlig ohne Resistenzbildungen!

Die Mediziner forschen schon fieberhaft nach weiteren Reserveantibiotika, um die Ausbreitung des MRSA zu verhindern. In Kliniken, Altersheimen und anderen Einrichtungen, wo kranke Menschen gesund werden sollen, hat  der MRSA Einzug gehalten und ist auch mit normalen Desinfektionsmitteln nicht wegzubekommen. Kastanienblätter, so simpel das klingt, könnten die Lösung sein!

Der Extrakt aus den Blättern der Esskastanie macht die gefährlichen und hochinfektiösen Staphylococcus aureus Bakterien unschädlich. Und im Gegensatz zu pharmazeutischen Antibiotika führt es dabei nicht zu Resistenzen. Das berichtet eine Forschergruppe um die Studienautorin Cassandra Quave von der Emory University in Atlantanun im Fachmagazin PLOS ONE. „Der pflanzliche Auszug, den wir analysiert haben, tötet die Bakterien im Gegensatz zu herkömmlichen Medikamenten nicht“, erläutert Cassandra . „Er nimmt ihnen „nur“ ihre Waffe, also ihre Fähigkeit, gewebeschädigende Gifte zu produzieren.“

Gemeinsam mit dem Mikrobiologen Alexander Horswill von der University of Iowa in Iowa City begab sich das Team auf die Suche nach medizinisch wirksamen Inhaltsstoffen in den Blättern dieser Pflanze. Am Ende eines zeitintensiven methodischen Prozesses kamen die Forscher schließlich zu einem Extrakt aus 94 chemischen Inhaltsstoffen. Es besteht zu einem großen Teil aus Komponenten auf der Basis von Ursanen und Oleananen, die zu den sogenannten Saponinen (Seifenstoffen) gehören. Das sind Stoffe, die den Pflanzen wahrscheinlich als Abwehrstoffe dienen – zum Beispiel gegen Pilzbefall oder gefräßige Insekten.

 

Die Studienleiterin Cassandra Quave im LAbor. Credit: Photo by Marco Caputo

 

Cassandra Quave, Ethnobotanikerin an der Emory Universität in Atlanta (Georgia, USA) beschäftigt sich mit dem Studium von Pflanzen und untersuchte u. a. die Wirkung von Inhaltsstoffen aus Kastanienblättern (Castanea sativa) bei antibiotika-resistenten Keimen. Quace und ihr Forscherteam identifizierten als wirksame Bestandteile im Kastanienblätter-Extrakt, die Ursen und Oleanen die aktivsten Stoffe im Kampf gegen die Staphylokokken sind. Genauere Tests und Beobachtungen ergaben, dass die Katanienblätterextrakte statt die Bakterien zu töten, sie daran hindern, miteinander zu kommunizieren. Dieses Kommunizieren wird in der Biologie als „Quorum sensing“ ( so ungefähr „befragendes Abtasten“) bezeichnet. Die Bakterien tasten sich wechseleitig ab und animieren sich gegenseitig, die Zellteilung anzuregen und Giftstoffe zu produzieren, in denen sie sich wohlfühlen.

Im Labor zeigte sich, dass die Kastanienblätterextrakte genau diese Prozesse unterbanden. Das heißt, die Bakterien werden daran gehindert, die Gifte überhaupt zu bilden, anstatt sie, wie bei Antibiotika, zu zerstören. Und meistens kann ein Antibiotikum nur eine Art Gift zerstören, der Kastanienblätterextrakt verhidert aber von vorneherein die Entstehung einer Vielzahl von Giften.

 

 

Keine Resistenzen und keine nachlassende Wirkung

Selbst, nachdem der Extrakt länger als als zwei Wochen angewandt wurde, blieb er unvermindert wirksam. Es konnten bei den damit behandelten Bakterien keine Resistenzen beobachtet werden. Dr. Quave erklärte: „Kastanienblätter-Extrakt sorgt dafür, dass Staphylokokken nicht gefährlicher sind als eine ungeladene Pistole.“ Und es kommt noch besser: Es konnten in keinem Fall schädliche Nebenwirkungen beobachtet werden. Der Extrakt hatte weder auf die menschliche Haut noch auf die natürliche Bakterienflora der Haut negative Auswirkungen. Damit hat das Forscherteam ein vollkommen natürliches, unschädliches Mittel (wieder-)entdeckt. Eine umfassende, gründliche (äußerliche) Anwendung zur Desinfektion in Krankenhäusern und Altersheimen könnte die Anzahl der MRSA-Todesfälle drastisch reduzieren, vielleicht sogar ganz verhindern.

Das Mittel aus der Kastanie könnte ein großartiger Durchbruch sein und dabei helfen, solche „Methicillin-resistenten Keime“, kurz MRSA, zu bekämpfen und gleichzeitig der Entstehung neuer Resistenzen vorbeugen. Jedenfalls sind die Resultate im Labor vielversprechend. Nach Auskunft der Wissenschaftler wirkt es sogar gegen diezähesten und aggressivsten MRSA-Stämme, die selbst fitte Athleten ernsthaft krank machen können. Dabei zerstört der Extrakt die gesunden, nicht pathogenen Staphylokokken auf der menschlichen Haut nicht.

Ein Mittel der Volksmedizin – modernsten Antibiotika überlegen

Aufmerksam wurde das Forscherteam auf die Wundertunke aus Edelkastanienblättern durch eine aufwändige Recherche im Mittelmeerraum: Jahrelang suchten die Forscher bei den dortigen Bewohnern in ländlicher Gebieten nach altbewährten, traditionellen Heilmitteln. Erstaunlich oft kam dabei Castanea sativa (Esskastanie) zur Sprache. „Einheimische erzählten uns wiederholt, dass sie aus den Blättern der Kastanie Tee zubereiten würden, um damit Hautinfektionen und Entzündungen zu behandeln“, berichtet Dr. Quave.

Die  Wissenschaftliche Studie dazu findet Ihr hier: https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0163655

 

 

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Quelle:

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