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Bild von Steve Buissinne auf Pixabay

Kein Wort in deutschen Medien: US-Spione wurden in Russland erwischt

22. Oktober 2019 | Allgemein | Kriege | Revolutionen | Politik | Geo-Politik | Anti Spiegel

von Thomas Röper

Am 14. Oktober ereignete sich ein Spionagevorfall in Russland, der es nicht in die deutschen Medien geschafft hat. Anstatt die US-Spione, die als Diplomaten bei der US-Botschaft tätig sind, auszuweisen, reagierte Russland jedoch mit Spott.

Die Sprecherin der US-Botschaft in Russland hat sich beschwert, dass drei US-Diplomaten in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt worden sind. Eine Vorlage, die von einigen US-Medien natürlich als Unterfütterung der anti-russischen Hysterie genutzt wurde. In Deutschland haben die Medien diese Geschichte bisher nicht aufgegriffen, zumindest habe ich keine Berichte darüber gefunden.

Die US-Botschaft hat dabei verschwiegen, dass ihre Diplomaten gegen eine Regel verstoßen haben, die für russische Diplomaten in den USA genauso gilt, wie für US-Diplomaten in Russland – und zwar auf ausdrücklichen Wunsch der USA. Die US-Spione haben versucht, sich gesperrten militärischen Einrichtungen zu nähern, darunter auch dem Testgelände, auf dem es im Sommer eine Explosion gegeben hat, die für Schlagzeilen gesorgt hat. Da in Deutschland nicht über den Spionageversuch der USA berichtet wurde, habe ich sowohl den Bericht des russischen Fernsehens, als auch die offizielle Erklärung des russischen Außenministeriums über den Vorfall übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

https://www.j-k-fischer-verlag.de/J-K-Fischer-Verlag/Vladimir-Putin-Seht-Ihr-was-Ihr-angerichtet-habt--8103.htmlAm 14. Oktober wurden drei amerikanische Spione aus einem Zug in der Region Archangelsk in der Nähe des geheimen Testgeländes der russischen Marine bei dem Dorf Nenoxa geholt. Sie alle sind angeblich ehemalige Marines und jetzt hochrangige Offiziere und Mitarbeiter des Militärattachés der US-Botschaft in Moskau. Da ein Diplomat, der in einer für ihn verbotenen Zone aufgetaucht ist, kein Diplomat mehr ist, sondern ein Spion, werden wir diese Amerikaner auch so nennen. Alle drei waren als Einheimische verkleidet, als Pilzsammler, Touristen oder einfach nur unauffällige Zugpassagiere: auf jeden Fall war das Ziel, mit der Menge zu verschmelzen.

Bei dem geheimen Testgelände handelt es sich um das, auf dem es im letzten Sommer eine Explosion gegeben hat. Damals schrieben die Amerikaner viel darüber, dass eine neue russische Hyperschallrakete getestet worden sei. Nach dem Unfall stieg die Strahlung dort wirklich kurz an, für etwa eine halbe Stunde. Für Mensch und Natur waren die Auswirkungen laut dem Katastrophenschutzministerium „unbedeutend“, aber die Amerikaner waren furchtbar aufgeregt. Dann warteten sie ein wenig und entschieden sich für eine Spionageaktion.

Die Geschichte war dann aber eher lustig, wie in dem alten, sowjetischen Film „Der Fehler des Residenten“. In dem Film gibt der Resident einem, wie er denkt, kleinen Verbrecher, die Aufgabe, Boden- und Wasserproben aus einem bestimmten Gebiet zu besorgen. Aber die heutigen amerikanischen Spione haben beschlossen, sich zu dritt selbst auf den Weg zu machen.

Das sind die drei, die in die Geschichte gestolpert sind. Ihre Fotos sind nicht veröffentlicht worden, aber ihre Dienstgrade und Namen. Der Militärattaché an der US-Botschaft, Oberst D.S. Dunn, der Marineattaché an der US-Botschaft in Moskau, Captain William Curtis und der Attaché an der US-Botschaft, ein Dienstgrad wird in den Berichten nicht erwähnt, Jerry Anthony. Erstens haben sie sich unprofessionell angestellt, wie man aus informierten Kreisen hört. Zweitens zeigt der Vorfall, dass der amerikanische Geheimdienst in Russland einen deutlichen Mangel an lokalen Agenten hat, vieles müssen sie selbst tun.

 

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Die Erklärung der Pressestelle der US-Botschaft in Moskau war lächerlich. Sprecherin Rebecca Ross sagte, die Diplomaten seien auf eine Reise gegangen, um „Russland besser zu verstehen“. Ich verstehe, dass Archangelsk ein großartiger Ort dafür ist. Vor ein paar Jahren bin ich mit meiner Familie auch dorthin gereist. Aber dann hätten die Diplomaten nicht von Archangelsk nach Nordwesten in Richtung der geheimen Deponie gehen müssen, sondern genau in die entgegengesetzte Richtung, in den Südosten, in Richtung der Heimat von Lomonosov Holmogor. Zumindest, wenn sie Russland besser verstehen wollten. Es ist ein malerischer Ort und er hat ein schönes Museum.

Sie hätten auch von Archangelsk nach Solovki fliegen können. Das ist auch ein großartiger Ort, um Russland zu verstehen. Aber das Trio wechselte, verkleidet als Einheimische, mehrmals die Züge, als ob sie Spuren verwischen wollten, und gelangte in das für Ausländer gesperrte Gebiet. Übrigens gibt es solche Sperrgebiete auch in den Vereinigten Staaten. (Anm. d. Übers.: Zum Beispiel das berühmte Sperrgebiet Area 51) Das ist normal. Nicht normal ist es, zu versuchen, dort heimlich hinzufahren.

Und was nun? Werden diese spionierenden Diplomaten aus Russland ausgewiesen? Sieht nicht so aus. Das Außenministerium hat sich bereits über sie lustig gemacht und eine Protestnote an die Vereinigten Staaten geschickt. Sie auszuweisen ist irgendwie langweilig. Und es würde nichts bringen, denn statt ihrer würden andere Spione kommen. Vielleicht finden sie dann sogar klügere. Diplomaten werden in der Regel ausgewiesen, wenn man die zwischenstaatlichen Beziehung absichtlich verschlechtern will. Russland will das nicht. Wie könnten sie denn überhaupt noch schlechter werden?

Ende der Übersetzung

 

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