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Gold ist Krisenmetall: Warum kaufen Staaten und Zentralbanken seit 2008 - und besonders im letzten Jahr soviel Gold? Was kommt da auf uns zu, dass sie alle ihre Sicherheit in Gold suchen? (Bild: public Domain via Flickr.com)

Kommt die große Krise?

27. April 2019 | Autarkie | Freies Leben | Wirtschaft | Finanzen | connectiv.events

Laut dem Bericht des World Gold Council haben die globalen Notenbanken im letzten Jahr weltweit so viel Gold gekauft wie seit 50 Jahren nicht mehr. Das gelbe Edelmetall ist der wichtigste Indikator des Wohlstandes eines Landes und der Garant der Lebensfähigkeit der Landeswährung. Am Beispiel Venezuela sehen wir das zurzeit geradezu schlaglichtartig.

Gold gilt den Papiergeldwährungs-Verfechtern als „barbarisches Relikt“. Unpraktisch für die heutige, digitale Zeit und ein Hemmschuh für die Geldvermehrung und die Flexibilität der Weltwirtschaft. Seltsamerweise aber halten sich alle Notenbanken der Welt weiter an Goldreserven und kaufen, was sie kriegen können. Warum tun sie das, wenn es doch nur ein Relikt aus der Vorzeit ist? „Weil das Gold seit mehr als 5.000 Jahren als Wertspeicher anerkannt ist“, betont der Finanzkrisenanalytiker Marc Friedrich. Erwartet man eine Krise oder sollte das Papiersystem kollabieren, weiß laut Friedrich jeder Notenbanker, dass das Gold da helfen kann.

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Nur als Erinnerung: Als die USA dem Iran alle internationalen Zahlungswege sperrte, so dass das Land völlig isoliert gewesen wäre und nichts mehr ins Ausland hätte exportieren oder in den Iran importieren können, das schlugen die Iraner der Blockade ein Schnippchen: Mit Gold und Bargeld – und hatten daraufhin auch keine Probleme, Handelspartner zu finden. Flugzeuge mit den gewünschten Gütern landeten auf dem Flughafen Teheran, und flogen mit Gold und Cash wieder nach Hause.

 

Die große Krise von 2008 brachte das gute, alte Gold wieder ins Spiel

Die große Bankenkrise 2008 rief den Staaten und Banken wieder ins Gedächtnis, dass eine Weltwirtschaft und auch das Weltfinanzsystem über Nacht komplett zusammenbrechen kann. Und dass dann Zahlen auf einem Konto nichts mehr wert sind. Sofort begannen die Notenbanken wieder aktiv, Gold zu kaufen und zu horten. Der Goldpreis stieg dadurch von circa 846 Dollar Anfang 2008 auf mehr als 1800 Dollar je Feinunze 2012. Besonders aktiv kauften Russland, die Türkei, China und Indien. China verdreifachte fast von 2007 bis 2018 seine Goldreserven auf rund 1800 Tonnen, in dieser Zeit stiegen die russischen Vorräte von 450 auf 2113 Tonnen im Wert von 91,6 Milliarden US-Dollar.

2018 stieg der Goldanteil bei den Zentralbanken nach Angaben des World Gold Council (WGC) innerhalb eines Jahres um 651 Tonnen im Wert von 27 Milliarden Dollar. Russland setzte sich mit 274,3 Tonnen Goldkauf an die Spitze. Das kleine Ungarn verzeichnete Ende 2018 den zehnfachen Anstieg seiner Goldreserven von 3,1 auf 31,5 Tonnen in einem Jahr (!). Darauf folgten die Zentralbank der Türkei mit den neu gekauften 18,5 Tonnen sowie Indien und Polen mit jeweils 13,7 Tonnen Gold. Auf der anderen Seite gibt es nur wenige Länder, die überhaupt Gold verkaufen. In der EU wurde 2018 laut des WGC nur tschechisches (-0,5 Tonnen) sowie deutsches (-0,2 Tonnen) Gold verkauft.

Deutschlands Goldreserven verharrten in den letzten Jahrzehnten mit 3370 Tonnen fast auf demselben Stand. Die USA besitzen etwa 8.133 Tonnen Gold (was viele bezweifeln und behaupten, Fort Knox, wo das US-Gold lagert, sollte besser „Fort Nix“ heißen, da alles schon weg sei). Seit 2014 begannen Deutschland, Österreich, Venezuela und die Niederlande ihre Goldreserven, die zum großen Teil in den USA und zu einem kleineren Teil in Großbritannien lagerten, zurück in die Heimat zu holen. Allerdings lagern 1.236 Tonnen Gold der Bundesbank im Wert von circa 50 Milliarden Euro angeblich immer noch bei der US-Notenbank „Federal Reserve“ in New York.

 

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An Venezuela sieht man es: Gold ist das einzige, was wirklich Vertrauen schafft

Der Fall Venezuela zeigt, wie umkämpft das Gold ist, weil es das einzige, unanfechtbare Vermögen eines Staates ist. Im Januar 2019 sperrte die Zentralbank Großbritanniens die Übergabe des dort gelagerten venezolanischen Goldes im Wert von 1,2 Milliarden Dollar an Venezuela auf Verlangen der Amerikaner. Das hatten nämlich der US-Außenminister Mike Pompeo und der Sicherheitsberater des US-Präsidenten, John Bolton gefordert. Laut dem Finanzmedium Bloomberg verlangten die USA, das „venezolanische Regime von Vermögenswerten im Ausland abzuschneiden“. Warum? Weil man damit Venezuela handlungsunfähig machen wollte. Venezuela musste dringend seine Schulden bezahlen: Wegen der rückläufigen Ölproduktion in diesem ölreichsten Land der Welt und den schrumpfenden Deviseneinnahmen des venezolanischen Staates, gab es für die Regierung keine andere Möglichkeit, die aufgelaufenen Schulden im Wert von rund 60 Milliarden Dollar zurückzuzahlen. Die USA wollten Venezuela offensichtlich an den Rand des Staatsbankrotts zwingen, um sich dann möglicherweise mit IWF-Krediten (der IWF ist eine quasi US-Amerikanische Organisation) den direkten Einfluss auf die Wirtschaft des Landes zu sichern.

Anfang Februar plante Venezuela, einen Teil seiner Goldreserven an die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zu verkaufen. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, dass bis Ende Februar insgesamt 29 Tonnen Gold gegen Bargeld in die Emirate geliefert werden sollten. Ein Vertreter der US-Regierung nannte den Export von Wertgegenständen aus Venezuela eine „Plünderung“ durch Präsident Maduro. Gleichzeitig setzten die USA Russland und andere Länder unter Druck, keine Transaktionen mit venezolanischen Rohstoffen und Edelmetallen zu tätigen. Am 1.Februar 2019 stoppte die Zentralbank von Venezuela den Verkauf der restlichen 20 Tonnen Gold an die Emirate, weil die internationale Öffentlichkeit aufmerksam auf den Ausverkauf des Staatsgoldes wurde, was der finanziellen Reputation Venezuelas schadet. Die russische Zentralbank dementierte sofort die Gerüchte über eine Lagerung von etwa 30 Tonnen Gold Venezuelas in russischen Tresoren. Man kann hier gut sehen, wie wichtig Goldbesitz ist und welche Anstrengungen in diesem Zusammenhang unternommen werden.

Der Präsidenten des Moskauer Zentrums für strategische Kommunikation, Dmitri Absalow, sagte, dass aus rechtlicher Sicht das Bestreben der USA, das venezolanische Gold „bevormunden zu wollen“ mehr als umstritten sei. Am 19. März erließ die US-Regierung weitere Sanktionen gegen die Regierung Venezuelas. Diese richten sich ganz gezielt gegen das im Goldgeschäft tätige, staatliche Bergbauunternehmen Compañía General de Minería de Venezuela (CVG) und dessen Präsidenten. Man sieht also: Auch hier soll Venezuela das Gold entzogen werden und man sieht auch, wie immens wichtig Gold für die Bonität auch von ganzen Staaten ist.

 

Rumänien holt sein Gold aus London

Der nächste Kandidat, der sein Staatsgold aus den Tresoren Londons wieder heimholen will, ist Rumänien. Am Mittwoch, den 24. April 2019 beschloss das Parlament, Rumäniens Goldschatz soll auch zu Hause liegen. „Schmuck bewahrt man auch daheim auf und nicht bei den Nachbarn“ heißt es aus dem rumänischen Parlament. Genau darum geht es nämlich. Die echten Werte sollte man selbst unter Kontrolle haben und damit auch handlungsfähig sein. Denn man darf nicht vergessen: Alles Staatsgold oder Zentralbankgold liegt als Metall, also physisches Material, in den Gewölben, Tresoren und Bunkern, so mühsam und aufwändig das auch ist. Hier käme kein Land, keine Zentralbank auf die Schnapsidee, Gold-Zertifikate zu lagern. Gold und Silber hat man nur, wenn man es auch „besitzt“, und nicht nur einen Anspruch darauf hat, der auf einem Papier steht und im Zweifelsfall der, der es herausgeben muss, das nicht kann oder will. Oder das Papier nicht anerkennt. Genau deshalb fordern die Länder ihr Gold heraus aus den fremden Lagern. Was nützt den Rumänen ihr Gold in London, wenn man ihnen dort die Herausgabe verweigern könnte?

Etwa 104 Tonnen Gold nennt Rumänien sein eigen. 61 Tonnen, also mehr als die Hälfte davon, liegen in London. Die Bank of England kassiert für die Lagerung jährlich 63.000 Euro. Das neue Gesetz, dass das Parlament nun auf den Weg gebracht hat, bestimmt, dass nicht mehr als fünf Prozent des rumänischen Goldes im Ausland liegen dürfen.

 

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Italien nimmt sein Gold wieder in Besitz

Seit mehreren Wochen spekulieren Medien, ob Italien seine Goldreserven doch verkauft, um ebenso die hohen Staatsschulden zu finanzieren. Eigentlich belegt das Land nach dem UWF den vierten Platz in der G4 der Goldbesitzer — 2.451 Tonnen Gold. Mitte Februar nannte der Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini das „eine interessante Idee“. Italiens Wirtschaftsminister Giovanni Tria distanzierte sich später von der „Idee“, Gold zu verkaufen, um Haushaltslöcher zu stopfen. Einzig die Europäische Zentralbank könne über Italiens Goldreserven für Finanztransaktionen verfügen, sagte Tria am 25. Februar dem Fernsehsender Rete4.

Mit dem Verkauf des Edelmetalls hätte Italien im nächsten Jahr eventuell eine Erhöhung der Mehrwertsteuer vermeiden können, berichtete die Zeitung „La Stampa“. Auch früher wollte Italien Teile der Goldreserven zur Rettung der schrumpfenden Staatskasse verkaufen. Die Versuche waren ebenso auf den Widerstand europäischer Behörden gestoßen, die dadurch die Unabhängigkeit der Notenbank gefährdet sehen. Dagegen soll nun laut dem Gesetzentwurf des Lega-Abgeordneten Claudio Borghi festgestellt werden, dass das Gold dem Staat gehört und nicht der Notenbank bzw. nicht der Regierung. Entscheiden über mögliche Goldverkäufe müsste daher das Parlament.

 

Warum machen die Zentralbanken und Staaten das alle plötzlich und was bedeutet das für den Bürger?

Um es gleich deutlich zu sagen: Es kann alles Mögliche in der nächsten Zeit passieren. Ziemlich sicher ist nur: Es bröckelt und wackelt überall. Die EU ist nicht gerade im besten Zustand, der Brexit hängt als drohende Wolke über der EU. Was wirklich passieren wird, wenn Großbritannien draußen ist, und für wen das welche Folgen bringen wird, weiß konkret niemand. Es gibt noch weitere Länder, die mit einem Austritt liebäugeln. Italien vielleicht, dann die Visegradstaaten … Was passiert, wenn die EU zerbröselt? Was macht dann der Euro, der sich jetzt schon eher als Fluch, denn als Segen herausgestellt hat? Was passiert, wenn die Banken in den völlig überschuldeten Südländern zusammenbrechen? Wer fängt das auf? Und wie lange hält das marode, überschuldete Frankreich noch die Stellung?

Vielleicht wird der Euro nicht halten und jedes Land muss wieder eine eigene Währung einführen? Wer würde dem rumänischen „Leu“ bei der schwachen Wirtschaft des Landes trauen? Mit genug wertvollem Gold in den Tresorräumen schon. Auch eine goldgedeckte italienische Lira könnte stabil bestehen, weil hinter jedem bedruckten Papiergeldfetzchen ein Quantum Gold steht. Allerdings müsste Gold, um der Aufgabe der Golddeckung für neue Währungen gerecht zu werden, deutlich in der Kaufkraft zulegen.

Nun, nichts leichter als das. Wenn alle sich einig sind, dass Gold anders bewertet werden muss, sodass es zehnmal so viel Kaufkraft hat oder noch mehr, ist das im Sinne aller, die Gold haben. Oder nicht? Und das sind die Staaten und Zentralbanken, die Gold haben und auch einen neuen Wert für das Kilo Gold festlegen können. So einfach ist das. Damit würde – sollte das so kommen – eine Unze Gold, die heute eine Kaufkraft von 1300 Euro hat und wovon ein Rentner einen Monat ganz gut leben kann, plötzlich für zehn Monate oder ein Jahr reichen.

Finanzexperte Mark Friedrich erklärt in dem Video oben: Aktuell liegt der Goldpreis bei etwa 1.318 Dollar pro Feinunze (31,103 Gramm). Attraktiv für Privatanleger sei Gold deshalb, weil es anders als Silber oder Diamanten als Kapitalanlage von der Mehrwertsteuer befreit sei, betont der Experte Friedrich. „In Deutschland und Österreich kann man die Edelmetalle außerdem anonym, im sogenannten Tafelgeschäft, erwerben“, sagt er und ruft dazu auf, das eigene Vermögen durch Goldkäufe zu sichern. Ab dem 29. März soll das Gold im Portfolio von Geschäfts- und Geschäftsbanken auf Beschluss der BIZ zu „Cash Equivalent“, einem Zahlungsmittel-Äquivalentwert und daher „risikolos“ werden, berichtet die italienische Wirtschaftszeitung „Il Sole 24 Ore“. Die Experten nennen es Gold-Remonetarisierung, einen Prozess, der die von Nixon beschlossene „Dämonisierung“ des Goldes als für die Finanzwirtschaft schädliche Fessel umkehren soll. Damit erhält das Gold den gleichen Status wie Staatsanleihen.

Nur einen Nachteil scheint das geschätzte Edelmetall zu haben: Es zahlt keine Zinsen. Das wird aber leicht durch den Wert- und Kaufkrafterhalt beziehungsweise die Preissteigerungen kompensiert. Seit der Gründung der Federal Reserve im Jahr 1913 hat der Dollar 95 Prozent seines Wertes verloren, Gold dagegen ist um das stolze Fünfzigfache gestiegen.

 

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