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Einkaufsstraße in Split, Bild: Pixabay

Kroatische Staatschefin: Notstand wegen Auswanderung in Kroatien

25. April 2018 | Familie | Soziales | Politik | Geo-Politik | Psychologie | Gesellschaft | Unser Mitteleuropa

„Jugendliche verlassen Kroatien in der Hoffnung auf ein besseres Leben”- die kroatische Staatschefin Kolinda Grabar-Kitarovic spricht Klartext.

In Sibenik, in Mitteldalmatien sprach die Staatschefin davon, wohin ihr Amt für zwei Tage umzog. Seit ihrem Wahlsieg hat Kolinda Grabar-Kitarovic ihr Amt zum 15. Mal an eine Außendiensstelle verlegt, jedesmal residierte sie in unterschiedlichen Komitatssitzen, um sich über die Lage der Region und die Probleme der Einheimischen unmittelbar vor Ort ein Bild machen zu können.

„In der Hoffnung auf ein besseres Leben verlassen die Jugendliche Kroatien. Als ich vor Kurzem darüber gesprochen habe, dass wir konkrete demografische Maßnahmen brauchen, wurde behauptet, ich würde übetreiben. Aus Kroatien wanderten nur letztes Jahr 80.000 Menschen aus. Was ist das, wenn nicht ein Notstand, der außerordentliche Maßnahmen fordert?” – stellte die Staatschefin die Frage. Sie meinte, die primäre Aufgabe der Staatsleitung sei, die Bedingungen für ein würdevolles Leben zu schaffen. Für die Entwicklung der Bevölkerung brauche man statt der Ausarbeitung einer neuen Strategie einen konkreten Handlungsplan – sagte sie.

„Ich bitte sowohl die Regierung als auch das Parlament, sich völlig dieser Frage zu widmen!”

Dubrovnik, die alte Festung an der Adria. Ein Land mit alter Geschichte, aber arm.

Der Konflikt zwischen den Mitgliedern der Regierung und dem Amt des Staatspräsidenten ist eigentlich nichts Neues, trotz der Situation, dass sowohl Staatschefin als auch die Mehrheit der Regierungsmitglieder der größeren rechten Regierungspartei, der HDZ (Kroatische Demokratische Gemeinschaft) angehören. Kolinda Grabar-Kitarovic versuchte sich den mitteleuropäischen Ländern zu nähern, genauer den Visegráder 4 (Ungarn, die Slowakei, Tschechien, und Polen), doch der Regierungschef Andrej Plenkovic, der in der kroatischen Presse oft als „Tschinownik von Brüssel” genannt wird, streng eine Brüssel-freundliche Politik verfolgt.

Kroatien hat mit schweren demografischen Problemen zu kämpfen. Laut den jüngsten Zahlen des Statistikamtes starben letztes Jahr um 17,6 Tausend Menschen mehr von der insgesamt 4 Millionen Menschen umfassenden Gesamtbevölkerungszahl, als die Höhe der Zahl der Geburtenrate erreichte. Das ist der höchste natürliche Bevölkerungsrückgang seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Wenn wir die Zahl der im Jahre 2017 Ausgewanderten dazurechnen, so dürfte man über einen Verlust von 58.000 Menschen sprechen. Laut Pressenachrichten bereitet die Regierung die Ausarbeitung der 5. demografischen Strategie seit 1996 vor, aber sogar die vorherigen Strategien wurden auch nicht verwirklicht. Bislang arbeitete fast jede Regierung einen neuen Erneuerungsplan für die Bevölkerung heraus, jedoch setzten sie keinen in der Praxis um.

Kroatien schloss sich 2013 der EU an, somit wurde der europäische Arbeitsmarkt für die Bevölkerung vorerst zwar beschränkt, aber trotzdem erreichbar – seither entscheiden sich immer mehr Jugendliche dafür ihr Heimatland zu verlassen, und in Westeuropa ihr Glück suchen, Zagreb kann die Auswanderung auch nicht stoppen. Die neuesten Daten zeugen auch davon, dass nur in Deutschland und Österreich 450.000 kroatische Staatsbürger arbeiten, also 10% der kroatischen Gesamtbevölkerung. Wegen der Vernachlässigung der demografischen Probleme droht in Kroatien der Zerfall des Renten-, Arbeits- und Gesundheitssystem.

Die kroatische Insel Vis (griechisch Issa) gehört zu Dalmatien

 

Die Auswanderung betrifft ganz Osteuropa, hauptsächlich wandern Jugendliche in der Hoffnung eines besseren Lebens nach Westeuropa aus. Um dies zu vermeiden, bzw. einzudämmen initiierte die Partei Jobbik die Lohnunion im März 2017, welche als EU-Prinzip festlegt, dass innerhalb der EU gleiche Gehälter für die gleiche Arbeit bestimmt werden sollten. Um somit zu verhindern, dass die östliche Hälfte Europas in Folge der Lohnunterschiede entvölkert würden.

 

Rovinj (veraltet: Ruwein) an der Westküste Istriens, ein wunderschönes, altes Städtchen. Die Römer gaben im 2. Jahrhundert dem unbedeutenden Inselort den Namen Ruginium.

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