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Der Ku-Klux-Klan, Führer tragen ein rotes Gewand. Bild: Flickr.com, MArtin, Bildlizenz: CC BY-ND 2.0

Ku-Klux-Klan in Deutschland – Überraschung: Polizisten und V-Männer als Mitglieder!

17. Januar 2019 | Kriege | Revolutionen | Politik | Geo-Politik | connectiv.events

Am gestrigen Mittwochmorgen durchsuchten unter der Leitung des Landeskriminalamts Baden-Württemberg Einsatzkräfte gleichzeitig zwölf Wohnungen, die verdächtig waren, in Verbindung zur rechtsextremistischen US-Organisation Ku Klux Klan zu stehen.Der Focus berichtet, dass die Durchsuchungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart (Abteilung Staatsschutz) erfolgten, wobei 17 Beschuldigte im Alter von 17 bis 59 Jahren im Verdacht stehen, eine kriminelle Vereinigung mit dem Namen „National Socialist Knights of the Ku-Klux-Klan Deutschland“ gebildet zu haben.

Ob diese Durchsuchungen in Verbindung mit der Verwicklung des Ku-Klux-Klan in Baden Württemberg in den NSU-Kandal stehen, ist noch unklar. Berichtet wurde jedenfalls, dass zwei Kollegen der Polizistin Michèle Kiesewetter, die am 25. April 2007 in Heilbronn von den rechtsextremen Terroristen des NSU ermordet worden sein soll, zumindest eine Weile Mitglieder des deutschen Ablegers des Ku-Klux-Klan (KKK) waren. Mit der Tat hätten die bis heute noch im Polizeidienst arbeitenden Beamten aber gar nichts zu tun, beteuern die Ermittler.

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Ermitteln tat aber auch die TAZ und förderte einiges zutage:
Recherchen der taz zeigen jetzt: Es gibt eine noch direktere Verbindung zwischen der Terrorzelle NSU und dem rassistischen Geheimbund KKK. Denn in internen Verfassungsschutzakten wird neben den zwei baden-württembergischen Polizisten auch der Neonazi Thomas R. als eines von rund 20 Mitgliedern der bis 2002 in Deutschland aktiven „European White Knights of the Ku Klux Klan“ aufgeführt. Just jenen Thomas R. hatte sich NSU-Terrorist Uwe Mundlos als Kontakt auf einer Adressliste notiert. Die Liste hatten die Ermittler schon nach dem Abtauchen der drei Jenaer Rechtsextremen im Januar 1998 in deren Bombenwerkstatt gefunden – sie schenkten ihr aber damals keine besondere Beachtung.“

Ebenfalls auf dieser Liste findet sich der Name „Thomas Richter“ samt Festnetz- und Mobilfunknummer samt Postfachadresse in Halle an der Saale. Dieser Thomas Richter  – Spitzname „HJ Tommy“ – war um die Jahrtausendwende einer der führenden Neonazis Sachsen-Anhalts und in der rechten Szene allerbest vernetzt. Richter war auch Herausgeber der Zeitung Nationaler Beobachter und betrieb eine Reihe rechtsextremer Webseiten. Bestens vernetzt in der Szene mussteThomas Richter schon von Berufs wegen sein, denn er arbeitete als V-Mann unter dem Decknamen „Corelli“ für den Verfassungsschutz..

 

Exemplarisches Bild der sichergestellten Gegenstände. Bild: Landeskriminalamt Baden-Württemberg

 

„Zwei Bereitschaftspolizisten in Kiesewetters Einheit waren bis 2002 Mitglieder der Anfang der 2000er Jahre in Schwäbisch Hall bestehenden Ku-Klux-Klan-Sektion European White Knights of the Ku Klux Klan (EWK KKK). Dem EWK KKK hatte auch der V-Mann Thomas Richter (Deckname „Corelli“) angehört, der sich seit 1995 im Umfeld des NSU-Kerntrios bewegt hatte und unter anderem auf einer Adressliste steht, die Anfang 1998 in der von den NSU-Terroristen als Bombenwerkstatt genutzten Garage in Jena gefunden wurde. Die Nebenklagevertreter zweifelten an der Gründlichkeit der Ermittlungen des Bundeskriminalamts.“
(Quelle: Wikipedia)

„Der ostdeutsche Neonazi Thomas R. – unter dem Decknamen „Corelli“ bis zu seiner Enttarnung 2012 gleichzeitig eine der Topquellen des Bundesamtes für Verfassungsschutz – gehörte einem europäischen Ableger des Ku-Klux-Klans in Schwäbisch Hall an. Im selben Verein war zeitweise auch der Polizist Timo H. aktiv, am Tag ihres Todes Kiesewetters Einsatzleiter. Sein mutmaßlicher Geheimbundbruder R. soll in den 90er Jahren mit den beiden Uwes zu tun gehabt haben, was der stets bestritt. Erwähnungen in und Spenden des NSU an Nazi-Fanzines, deren Internetseiten auch R. mit Anzeigen und technischen Dienstleistungen unterstützte, lassen zumindest Zweifel an „Corellis“ Aussagen zu.“
Der Gründer des EWK KKK war ein Achim Schmidt, der bis November 2000 als Informant des Landesamtes für Verfassungsschutz in Baden Württemberg fungierte. Danach wechselte er anscheinend zum sächsischen Geheimdienst (kontext). Er wurde im Rahmen der Operation „Terzett“ 2001 abgehört. Damit wollte man auf die Spur des flüchtigen Trios Böhnhardt, Mundlos, Zschäpe kommen: „Vor dem NSU-Untersuchungsausschuss in Berlin tauchte Mitte 2013 ein Papier auf, das belegt, dass Schmid auch dem sächsischen Nachrichtendienst als V-Mann diente: In der Operation „Terzett“ war er 2001 auf das untergetauchte NSU-Trio angesetzt.“ (haller tagblatt)
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„Laut des Informanten “Corelli” hätte zu den KKK-Mitgliedern eine Beamtin aus dem Stuttgarter Rauschgiftdezernat gehört (Quelle:BZ). Auch die Abgeordneten des Untersuchungsausschusses “… wissen aus den Akten von mindestens drei weiteren Beamten, die Kontakt zum KKK hatten, darunter eine Polizistin.“(Quelle: kontext). Von den 20 Clan-Mitgliedern waren 3 V-Personen und 5 Polizisten. Es sei jedoch nicht bekannt welche Mitglieder es waren (stern), bis auf zwei: Die ehemaligen Clan-Mitglieder „Timo H. und Jörg W. gehörten zur selben Böblinger Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit, wie von 2005 an auch die später getötete Polizistin Michèle Kiesewetter.“ (swp)Einer der Polizisten, Timo H., war „… am Tag des Polizistenmords Verantwortlicher der Böblinger Einheit in Heilbronn. Zur Tatzeit hielt er sich nur 250 Meter entfernt auf.“(ebd). Die Bild-Zeitung berichtet, dass er „… nicht für die Einteilung der Kollegin Kiesewetter in den Dienstplan zuständig [gewesen wäre]“ (Bild). Jedoch hätte er „Anweisungen“ und „Fahrtstrecken gegeben“, schreibt die NSU-Nebenklage:
„Dem gegenüber steht die Aussage eines Polizeibeamten über den Vorgesetzten von Kiesewetter und Arnold, der Mitglied in der Nazigruppe KuKluxKlan war. Dieser habe als Vorgesetzter Kiesewetter und Arnold Anweisungen für ihre Einsatzorte und Fahrtstrecken gegeben. Jedenfalls dieser Nazi konnte also nicht nur wissen, dass die beiden Polizisten an dem Tag im Einsatz waren, sondern hätte auch die Möglichkeit gehabt, sie an den Tatort zu beordern.“
(Quelle: Friedensblick)

 

 

 

Die Seite Telepolis hat eine mehrteilige Serie zum rechten Untergrund geschrieben. Die Verbindungen und FAkten zum deutschen Ku-Klux-Klan wurden in dem Beitrag „Außen Ku-Klux-Klan – innen Verfassungsschutz“ gut herausgearbeitet.
Diese Ku-Klux-Klan Geschichte dürfte noch für einiges an Zündstoff sorgen, wenn die ganzen Verbindungen und staatlichen Verwicklungen in dieser Szene ans Licht der Öffentlichkeit kommen. Wenn von 20 Klan-Leuten acht bewiesenermaßen V-Leute oder Polizisten waren, dann ist von den restlichen 12 sicher auch noch andere auf der Gehaltsliste irgendwelcher Geheimdienste. Ganz bestimmt zum Beispiel vom Mossad, der schon immer ein großes Interesse an der rechtsextremen, deutschen Szene gezeigt hat. Die Briten und die CIA sind da ebenfalls immer ganz vorne mit dabei und so würde es nicht wundern, wenn einzelne Klan-Mitglieder gleich für mehr als einen Dienst gespitzelt haben, da bei so vielen Geheimdiensten 20 Leute ein bißchen wenig sind. Möglicherweise war keiner von den Ku-Klux-Klanern wirklich „echt“.

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