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© Bild: MIT

Künstliche Intelligenz erkennt Bewegung von Menschen durch Wände

14. Juni 2018 | Medizin | Wissenschaft | Forschung | connectiv.events

Der Körper verursacht Störungen im Funkwellenhintergrund was auch durch die Wände erfasst werden kann

Durch die ganzen geräte der modernen Kommunikation, wie WLAN, HAndy-Funkmasten, Fernsehsignale, Radiosignale und andere Quellen bewegen wir uns ständig in einem Meer aus Strahlungen und Funksignalen.Indem wir uns durch diese unsichtbare Wolke bewegen, erzeugen wir Störungen in dieser Strahlungswolke.Mit geeigneter Technik kann man anhand der Störungsmuster unsere Bewegungen erkennen, auch durch Wände hindurch, weil die Strahlungen und Funkwellen ja auch durch Wände dringen. Forscher des MIT in den USA haben ein technologisches Erfassungs-System geschaffen, das dies aus den Störmustern errechnen kann, berichtet die Seite techcrunch. dieses Künstliche-Intelligenz-Gerät kann durch eine Wand hindurch erkennen, was der Mensch auf der anderen Seite gerade macht: gehen, springen, sitzen oder stehenbleiben. Die Erfinder nannten das System „RF-Pose“.

Die Schlußfolgerungen aus den erfaßten und errechneten Daten, um aus den Mustern auch wirklich etwas zu erkennen, übernimmt ein Künstliche-Intelligenz-System. Die Wissenschaftler verwendeten hierzu ein neuronales Netzwerk verwendet, das die Radiosignale, die vom Körpern eines Menschen reflektiert werden, zu analysieren, auszuwerten und zu interpretieren. Das System entwickelt dann ein Strichmännchen, das die errechneten Bewegungen in eine Art film umsetzt. Das KI-System mußte allerdings erst lernen, wie Menschen sich bewegen. Dabei wurden dem System Videos gezeigt, wobei eines einen sich bewegenden Menschen zeigt und das System parallel die durch die Bewegung entstehenden Störungsmuster in der Funkstrahlung gezeigt bekam, so dass es die beiden Informationsmuster miteinander abgleichen und daraus lernen konnte.

Fast wie Supermans Röntgenblick durch Mauern

So lernte die Künstliche Intelligenz nach und nach, welche Bewegungsabläufe welchen Störungsmustern entsprechen und konnte dann die Ergebnisse als Strichmännchen umsetzen. Zur Überraschun der Wissenschaftler funktionierte das auch durch Wände. Die Forscher waren beeindruckt und wollen die neue Technik jetzt auch einsetzen, um im medizinischen Bereich zum Beispiel Patienten mit Parkinson oder Multipler Sklerose zu überwachen. Durch die genaue Aufzeichnung der Bewegungsabläufe über lange Zeiträume könnte das genauere Aufschlüsse über Fortschritt und typische Entwicklung dieser Krankheiten ermöglichen. Auch ältere Menschen könnten mit dem Röntgenblick durch die Zimmerwände vorsorglich überwacht werden, um Stürze oder ungewöhnliche Veränderungen in ihren Bewegungsmustern früh zu erkennen.

Das Ki-System mache die Überwachung von Patienten ohne Kameras oder andere Eingriffe oder beobachtende Menschen in das eigene Zuhause möglich, meinen Wissenschaftler. Wenn die Patienten einwilligen, können die Daten auch anonymisiert und verschlüsselt gesammelt werden, um die Privatsphäre der Patienten nicht zu verletzen. Die PAtienten könnten auch die Möglichkeit haben, das System ein- und auszuschalten, wenn sie unbeobachtet sein möchten.

Letztlich wird so eine Möglichkeit aber mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zum Ausspionieren von Menschen benutzt werden. Die Geheimdienste und Sicherheitsindustrie haben für genau solche Erfindungen immer einen hohen Bedarf.

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