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Bild von David Carrero Fernández-Baillo auf Pixabay

Lolita-Express: Rockefellers und der Tiefe Staat

21. August 2019 | Allgemein | Politik | Geo-Politik | connectiv.events

von Pierre Kranz

Ein Netzwerk der Macht, ein Spinnennetz aus Mittäterschaft, ein auf Angst ausgerichtetes Geflecht mit Komplizenschaften, ein auf Erpressung beruhendes System.

Dank einer Unzahl an Komplizenschaften kristallisierte sich so eine ganze Infrastruktur aus Organisation, Rekrutierung und Terminierung gegen Bezahlung heraus, so die Anklageschrift.

Der Strippenzieher, der wegen Sexhandels angeklagte milliardenschwere Epstein, sitzt gegenwärtig in Untersuchungshaft, nachdem sein Kautionsersuchen am Donnerstag von Bundesrichter Richard Berman final abgelehnt wurde. Bis zum Prozessbeginn bleibt Epstein nun in Haft.

 

Die Rockefellers

Auch die Rockefeller Familie war spätestens Mitte der 90er Jahre eng mit Epstein verbunden. So gab die Rockefeller Universtiy am 22. November 1995 bekannt, dass das Kuratorium Epstein als neues Vorstandsmitglied bestätigt hat. Die Rockefeller University hat ihren Schwerpunkt in Forschung und Lehre im biomedizinischen Bereich. In der Presseerklärung hieß es:

„Die Erfahrung und Weisheit, die Herr Epstein, Dr. Kandel und Frau Kissinger in das Kuratorium der Rockefeller University einbringen, ist sehr willkommen und wird unsere Mission verbessern, die biomedizinischen Forschungs- und Bildungsaktivitäten unserer Fakultät und Studenten zu unterstützen und zu stärken“

Diese Stellungnahme ist insofern abenteuerlich, als dass Epstein nie einen naturwissenschaftlichen Abschluss erworben hat.

Die Verflechtungen mit den Rockefellers gehen aber noch weiter. So war Epstein Mitglied in zahlreichen von den Rockefellers gegründeten und gesponserten transatlantischen Netzwerken. Schattenregierungen, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit und fernab jeglicher parlamentarischer Kontrolle, erfolgreich das Ziel verfolgen, eine umfassende Macht und totale Kontrolle auszuüben.

 

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Council on Foreign Relations

Da wären allen voran die von David Rockefeller 1973 gegründete Trilaterale Kommission sowie der berüchtigte Council on Foreign Relations (CFR) zu nennen. In beiden Denkfabriken zählte Epstein zu den Mitgliedern.

Dem CFR gehören einige tausend Personen aus den obersten Etagen der US-Gesellschaft sowie die Führungskräfte der größten Konzerne und Finanzgruppen der Welt an. Der politische Einfluss ist enorm und befördert Kabinettsbesetzungen bis hin zur Präsidentschaft selbst. So gehörten die US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower, Jimmy Carter, George W. Bush und Bill Clinton dem Council an.

Der Council ist keine Geheimloge, dennoch geht der Einflussradius weit über die Überzeugungsarbeit eines Studienseminars hinaus. Hermann Ploppa, der ein spannendes Buch geschrieben hat – die Macher hinter den Kulissen – äußert:

„Was nun dieser informellen Seilschaftsdynamik ihre besondere Macht verleiht, ist der sogenannte Drehtüreffekt. Das heißt: Ein Elitemensch wechselt ohne größere Probleme aus einer Leitungsfunktion in der Industrie in eine solche beim Militär, der Politik, den Medien, dem Geheimdienst, der Wissenschaft, oder sogar der Kirche. Mithilfe dieser Rotation ist es möglich, mit extrem wenig Elite-Personal schnell und geräuschlos eine bestimmte Richtungsentscheidung für die gesamte Gesellschaft durchzusetzen.“

Die Council-Männer vertreten das Selbstverständnis, die Gesellschaft nach ihrem Gusto zu lenken.

Sie sind der Überzeugung, eine auserlesene Elite müsse das Denken einer Bevölkerung von oben nach unten geordnet übernehmen, da diese selber nicht im Stande dazu sei, ihr es an Weitsicht und Intelligenz mangle, ihr die Feinheiten für die Komplexität der Ereignisse fehle.

„Das allgemeine Interesse kann nur durch eine spezialisierte Klasse verwaltet werden, deren persönliche Interessen über lokale Themen hinausreichen. Diese Klasse ist befreit von Verantwortung, denn sie agiert aufgrund von Informationen, die nicht Eigentum der Gemeinschaft sind; in Situationen, die das breite Publikum gar nicht begreift. Die Männer, die aktuell gerade die Macht ausüben, versagen nicht etwa dabei, den Willen des Volkes widerzuspiegeln, denn in den meisten Sachfragen existiert ein solcher Wille gar nicht, sondern sie üben Macht aus aufgrund von Auffassungen, die vor der Wählerschaft verborgen sind.“ (Walter Lippmann, CFR-Mann)

Der CFR ist ein ein halboffenes System, welches auch Wissenschaftler und Journalisten fest einbindet. Zu den aktiven Geschäftsleuten gehörte Thomas Lamont aus dem Vorstand des damals weltgrößten Bankhauses Morgan. Otto Kahn vom Bankhaus Kuhn, Loeb & Co. Sowie Paul Warburg, Mitbegründer der Federal Reserve Bank. Schließlich nicht fehlen darf natürlich die Familie Rockefeller, die sich besonders nach Ende des zweiten Weltkriegs finanziell stark in den Council eingebracht hatte.

Die Abschaffung der Nationalstaaten und die Globalisierung sind Hauptziel dieser elitären Kreise.

Eine Weltregierung, eine Weltordnung ohne Grenzen und Zölle, die den ganzen Globus in einen einzigen Marktplatz umwandelt.

 

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Trilaterale Kommission

Zu einer nicht weniger bedeutsamen Organisation der transatlantischen Machtelite zählt neben dem CFR unzweifelhaft die Trilaterale Kommission. Unter der Ägide von David Rockefeller wurde diese im Jahre 1973 gegründet und gilt als Ableger der Bilderberger.

In erster Linie geht bei diesen elitären Treffen seit vielen Jahre um die Vermögenssicherung der Superreichen. Hier werden Interessen nach ihrem Gusto verhandelt bevor diese medienwirksam von den auserlesenen Alpha-Journalisten im Orwellschem Neusprech an die Öffentlichkeit getragen werden.

Erst seit wenigen Jahren wird auch offen über weltweite Steuerungsmechanismen – Stichwort Global Governance – diskutiert. Eine Belgrader Völkerrechtlerin Smilja Avramov beschreibt dieses Phänomen mit den Worten:

„Global Governance bedeutet übrigens für die Trilaterale Kommission Governance without Governments, Weltherrschaft ohne Regierungen. So betreibt man weltweit die Zerstörung von Staatsfunktionen und schafft über sogenannte Nichtregierungsorganisationen Instrumente, um an den bestehenden Regierungen vorbei die Geschicke der Völker zu lenken.“

Prominente Mitglieder sind/waren: Zbigniew Brzezinski (ehem. Sicherheitsberater von US-Präsidenten), John D. Rockefeller, Edmund Rothschild, George Soros, Jean-Claude Trichet (ehem. Präsident der EZB) Henry Kissinger (ehem. US-Außenminister, Präsident Council on Foreign Relations), Robert McNamara (ehem. US-Außenminister, Chef der Weltbank), Mario Monti (ehem. Ministerpräsident Italien), Wolfgang Ischinger (Vorstand Atlantik-Brücke), Joe Kaeser (Siemens Chef), Sigmar Gabriel oder Madeleine Albright.

Weitere Teilnehmerlisten habe ich hier und hier für Sie verlinkt.

Jeffrey Epstein ist ehemaliges Mitglied des Mind, Brain and Behavior Committee in Harvard, der New York Academy of Science und aktives Mitglied der Edge Organization.

Man kann also mit Fug und Recht behaupten, bei Epstein handelt es sich um den personifizierten Deep State.

 

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Pierre Kranz

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